Klimawandel im Bewusstsein der Menschen angekommen

Potsdam, 31. Dezember 2018 (ADN). Im Jahr 2018 sind die Emissionen weltweit gestiegen. Das haben die Menschen erkannt, sagte der Potsdamer Klimaforscher Hans-Joachim Schellnhuber am Montag im Interview mit dem Deutschlandfunk. Ein Bewusstseinswandel sei eingekehrt. Die vielen extremen Wetterereignisse auf der Nordhalbkugel in diesem Jahr hätten zu einer neuen Wahrnehmung der Gefahren durch den Klimawandel geführt. Es gebe „Konjunkturzyklen der Aufmerksamkeit und Besorgnis“. Das habe er in den vergangenen 30 Jahren festgestellt. „In diesem Jahr spüre ich, dass sich die Menschen große Sorgen machen, dass sie nicht mehren hinnehmen wollen, dass es weiter so wie bisher uns an den Rand unserer Zivilisation führen wird und dass wir den jungen Menschen schuldig sind, ihnen die Zukunft zu bewahren, statt sie ihnen zu stehlen.“ Nötig sei ein Ende der Kohleverstromung. Gleiches gelte für den Verbrennungsmotor und die industrielle Landwirtschaft.  ++ (kl/mgn/31.12.18 – 344)

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Das Schweigen der Lämmer – Echte Demokratie fehlt

Kiel, 2. Juli 2018 (ADN). Durch die Indoktrination einer Alternativlosigkeit von repräsentativer Demokratie haben wir im gesellschaftlichen Gedächtnis die eigentlichen geschichtlichen Triebfedern dieser Form der Elitenherrschaft vergessen. Das stellt Prof. Rainer Mausfeld aus Kiel in der aktuellen Ausgabe des Nagazins „Energiedepesche“ fest. Daher fehle die Fähigkeit zu erkennen, dass die Idee einer repräsentativen Demokratie gerade zur Abwehr von wirklicher Demokratie entstanden ist. Die Deutschen seien nicht nur sozial fragmentiert, sondern auch entpolitisiert. Sie seien in politische Apathie und Resignation getrieben worden. Es habe eine Entwurzelung vom Besten der sozialen Ideengeschichte stattgefunden, um politisch orientierungslos zu bleiben und zu vergessen, wofür es sich zu kämpfen lohnt.

Mehr als 50 Jahre Elitendemokratie hätten gezeigt, so Mausfeld, wohin dieser Weg führt. Es sei der Weg der Zerstörung. „der Zerstörung von Gemeinschaft, der Zerstörung von der Idee der Gemeinschaft, der millionenfachen Zerstörung von Leben, der Zerstörung von kultureller und zivilisatorischer Substanz – vor allem in der Dritten Welt – und der Zerstörung unserer ökologischen Grundlagen. Die Nutznießer dieser Zerstörung haben keinen Grund, diesen Weg der Zerstörung zu ändern. Die dazu notwendige Veränderungsenergie kann nur von unten kommen – von uns. Das ist unsere Aufgabe und das ist unsere Verantwortung“, zeigt sich der Psychologe und Philosoph in dem bemerkenswerten Beitrag unter der Überschrift „Das Schweigen der Lämmer“ überzeugt.  ++ (de/mgn/02.07.18 – 164)

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„Dialog der Zivilisationen“ von Wien nach Berlin umgezogen – Verdacht russischer Propaganda

Berlin, 5. Juli 2016 (ADN).  Kaum am vergangenen Wochenende in Berlin installiert werden über dem  „Dialog der Kulturen“ kübelweise Verdächtigungen, Mutmaßungen und Vorurteile ausgeschüttet. In einer Sonderbeilage der Zeitung „Der Tagesspiegel“ vom Dienstag wird über Hintergründe berichtet. Im Vordergrund stehen Befürchtungen, dass Russland mit dieser nun von Wien nach Berlin umgesetzten und dort amtlich registrierten Organisation den Westen kommunikativ stärker und offensiver unter Druck setzen will. Diese Annahme nähre sich aus dem Tatbestand, dass an der Spitze des offiziell sich als „Dialog der Zivilisationen“ (DOC) nennenden Instituts der ehemalige Chef der russischen Staatsbahnen Wladimir Jakunin steht.  Der Ex-Wirtschaftsführer und Philanthrop habe vor zwei Jahren erklärt, dass es einen Informationskrieg gegen Russland gibt. Er ist allerdings nur einer von drei Mitgründern des 2002 in der österreichischen Hauptstadt aus der Taufe gehobenen  „Öffentlichen Weltforums Dialog der Zivilisationen“. An seiner Seite stehen der indische Unternehmer und Visionär Jagdish Kapur sowie der amerikanische Geschäftsmann mit griechischen Wurzeln Nicholas F. S. Papanicolaou. Dieses Trio hatte eine im Jahr 2001 von Irans Staatspräsident Mohammed Chatami angestoßene Initiative unter dem Titel „Allgemeine Erklärung der UNESCO zur kulturellen Vielfalt“ aufgegriffen und ihr eine erste organisatorische Gestalt mit Sitz in Wien verliehen. Nun ist die internationale Einrichtung nach Berlin verlegt worden und damit in eine neue Wirkungsphase getreten. Damit hat sie offensichtlich erheblichen medialen Staub aufgewirbelt  und westliche Skeptiker zum Vibrieren gebracht. Etwas beschwichtigend,jedoch sanft diffamierend greift der Chefredakteur der Zeitschrift „Osteuropa“ ein, der vom „Tagesspiegel“ mit dem Satz zitiert wird „Vom Denken kann hier keine Rede sein. Es wäre irreführend, es als wissenschaftliches Institut ernst zu nehmen“. Es sehe derzeit danach aus, als würde das in Wien ansässige „Weltforum Dialog der Zivilisationen“ einfach seine Arbeit weitgehend nach Berlin verlagert.

Der einseitig, aber vehement geäußerte Verdacht einer reinen Propagandaoffensive erscheint schon deshalb fragwürdig, da namhafte Personen beteiligt sind. Dazu gehören der ehemalige Ministerpräsident von Brandenburg Matthias Platzeck, der frühere Generalinspekteur der Bundeswehr Harald Kujat und der tschechische Ex-Präsident Vaclav Klaus. Einer unausgewogenen Zielstellung widerspricht auch die offizielle Internet-Seite des institutionellen Neuankömmlings von Berlin. Dort heißt es einerseits, dass das Forschungsinstitut „Dialog of Civilisations“ ein Thinktank ist, der sich mit den Herausforderungen der internationalen Gemeinschaft befasst und Empfehlungen ausspricht. Anderseits biete das DOC-Forschungsinstitut eine unabhängige Plattform, auf der Menschen aus aller Welt miteinander in Dialog treten und zusammenarbeiten können, um treffende Analysen und geeignete Lösungen für nationale und internationale Strategieplaner und Institutionen zu entwickeln. Ein respektvoller und fairer Dialog seien Grundlage und Vision. ++ (di/mgn/05.07.16 – 180)

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Druckerschwärze im Übermaß – Zivilcourage wird unerlässlich

Leipzig/Berlin/Paris, 15. 11.15 (ADN). Dass Freitag der 13. November ein schwarzer Tag wird, war ihm in seiner Morgenröte keinesfalls anzusehen. Dass er es dennoch am Abend wurde und ein Übermaß an Druckerschwärze fließt, zeigen optisch in vollem Umfang die Printmedien des Wochenendes. Allem voran das Main-Stream-Blatt mit den vier großen Buchstaben im Titel. Paris, Zentrum und Handlungsort der vor mehr als zweihundert Jahren abgelaufenen Französischen Revolution, wurde schwer getroffen. Eine Welle mörderischer Attentate erschütterte die Hauptstadt Frankreichs, der Aufklärung und der modernen Zivilisation. Bislang 129 Todesopfer und weit über 300 Schwerverletzte sind das vorläufige Ergebnis des Massakers, das einer Massenhinrichtung gleichzusetzen ist. Mehr als seinerzeit am 14. Juli 1789 beim Sturm auf die Bastille von den Monarchisten mit den Festungsgeschützen umgebracht wurden. Was danach während der Schreckensherrschaft der Jakobiner folgte, war noch weitaus mehr. Im November 1793 landeten fast 500 Franzosen auf dem Schafott. Einen Monat später – im Dezember – waren es bereits 3.300. Wenn sich Geschichte tatsächlich wiederholt – auch nur in Facetten – , geht Europa einer dunklen Zukunft entgegen.

Die Folgen der jüngsten Ereignisse im Herzen des alten Kontinents werden schwerwiegend sein. Es hat wohl eine neue Epoche begonnen, deren Inhalt kaum mit realistischen Prognosen zu füllen ist. Jeder künftige Schritt wird angesichts der Ohnmacht und Unfähigkeit gegenwärtiger Machthaber einer in dichtem Nebelschleier sein. Die Regierungen der europäischen Staaten beweisen es längst. Sie tappen im Dunkeln. Ernst zu nehmende realistische Ratgeber, wie der Tod des Ex-Bundeskanzlers Helumut Schmidt beweist, werden rar. Selbsthilfe, Selbstverantwortung und Zivilcourage der Bürger können im Moment gar nicht überschätzt werden. ++ (me/mgn/15.11.15 – 310)

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