Eigentumsfrage entscheidet über Zukunft

Berlin, 16. November 2018 (ADN). Es gibt Politökonomen, die meinen, dass sich die Zukunft an der Eigentumsfrage entscheidet. Dieses Rätsel zu lösen, will die Berliner Germanistin Karin Rohnstock in einer Veranstaltungsserie unter dem Titel „Erzählsalon“ versuchen. Dazu lädt sie insbesondere Kenner der DDR-Wirtschaft ein. Bewährte wissenschaftliche Unterstützung leistet der Wirtschaftshistoriker Jörg Roesler.

Anhand der ostdeutschen Ökonomie in der Zeit zwischen den späten 60er Jahren und Mitte der 90er Jahre des vergangenen Jahrhunderts werden mehrere Branchen unter die Lupe genommen. Dazu zählt die Musikinstrumentenproduktion, die bis 1972 von auffällig vielen  privaten Firmen geprägt war und teilweise den Weltmarkt bestimmten. Weiterhin geht es um die Textilindustrie, die Holzspielzeugbranche und die Konsumgenossenschaften. ++ 300)

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Florenz: Logik-Spirale „Reich bleibt reich“ – Spitzenverdiener gleichen Namens über sechs Jahrhunderte hinweg

Florenz, 9. Juni 2016 (ADN). Dass Einkommens- und Vermögensvor- und nachteile im Laufe von drei Generationen verschwinden, hatte 1986 der US-amerikanische Nobelpreisträger und Ökonom Gary Becker behauptet und zu beweisen versucht. Nun haben zwei italienische Wirtschaftswissenschaftler das Gegenteil eindrucksvoll belegt. Wie die „Süddeutsche Zeitung“ (SZ) am Donnerstag weiter berichtet, haben Guglielmo Barone und Sauro Mocetti in einer empirischen Studie nachgewiesen, dass sich der Reichtum der Florentiner Spitzenverdiener innerhalb von sechs Jahrhundert nicht  nur erhalten hat, sondern vergrößerte.

Der Langzeitstudie lagen außerordentlich viele Daten zugrunde. Ausgangspunkt war eine digitalisierte Liste der Florentiner Steuerzahler aus dem Jahr 1427. Das lückenlose Register über die Einkommens- und Vermögensverhältnisse und die Berufe von damals 10.000 Familien entstand aufgrund einer akuten Finanzkrise. Die Stadtrepublik Florenz stand  nach einem Krieg gegen Mailand im frühen 15. Jahrhundert kurz vor der Pleite. Die Stadtregierung ließ eine Steuererhebung vornehmen, um den Bürgern Geld für die Stadtkasse abzuknöpfen. Angesichts der Finanzkrise der heutigen Zeit ist das nichts Neues. Von den 1.900 Florentiner Nachnamen aus der Frührenaissance sind im Register des Finanzamtes 584 Jahre später noch 900 übrig geblieben. 52.000 Steuerzahler trugen im Jahr 2011 noch diese Namen. Schlussfolgerung: Die selben Reichen bleiben reich. ++ (mo/mgn/09.06.16 – 154)

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Brexit könnte zu neuer Finanzkrise führen

Zürich, 16. März 2016 (ADN). Bis zur Abstimmung am 23. Juni in Großbritannien über den Verbleib des Landes in der Europäischen Union (EU) wird der Wechselkurs der britischen Währung wohl weiterhin stark schwanken, besonders in Momenten, wenn der Brexit wahrscheinlicher wird. Diese Voraussage trifft Harold James, Geschichtsprofessor in Princeton, am Mittwoch in einem Beitrag der Schweizer Zeitung „Finanz und Wirtschaft“. Daraus könne eine sich selbst erfüllende Prophezeihung entstehen, in der instabile Märkte und Politik dazu führen, dass die Wähler sich gegen die EU wenden – eine Entwicklung, die sowohl für sie selbst als auch ihre europäischen Mitbürger sehr gefährlich wäre.

„Die politischen Auswirkungen könnten an die Erfahrungen des 20. Jahrhunderts erinnern, als der Wert des Pfunds in Grossbritannien geradezu ein Objekt nationaler Bessenheit war.  Damals führten Währungskrisen regelmässig zur Zerstörung der Glaubwürdigkeit der Regierungen und zum politischen Chaos. Im August 1931 etwa – inmitten der grossen Depression – musste die Labour-Regierung unter Premierminister Ramsay MacDonald wegen einer Finanzkrise und starken Drucks auf das Pfund zurücktreten. An ihre Stelle trat eine Koalitionsregierung und die Labour-Partei wurde gespalten“, schreibt James. Er schilderte weitere gravierende Krisenfälle, die Großbritannien in der Folgezeit erlebte. In jedem Fall sei sicher, dass die Konservative Partei vor ähnlichen internen Konflikten steht, wie sie bereits nach 1931 und 1976 Labour zerstörten. ++ (fi/mgn/16.03.16 – 076)

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Zahl „demokratischer Unternehmen“ wächst

Zürich, 14. Januar 2016 (ADN). In den vergangenen Jahren ist die Zahl der Firmen gewachsen, die ihre Mitarbeiter einbeziehen. Vor allem die jüngere Generation ist es gewohnt, mitzubestimmen. Wie die „Neue Zürcher Zeitung“ (NZZ) am Donnerstag in einem ganzseitigen Beitrag unter der Überschrift „Mitarbeiter wählen ihren Chef ab“ weiter berichtet, hat sich nicht nur im Internet eine eigentliche „Mitmachkultur“ etabliert. Partizipation gehöre zum Alltag. Zudem mischten Jungunternehmen mit flachen Hierarchien, die ihren Mitarbeitern viel Freiraum gewähren, verschiedene Märkte mit innovativen Ideen auf. Letztlich hänge vieles von der Ausgestaltung wie etwa der Regelung der Verantwortlichkeiten ab. Um das zu untermauern, werden Aussagen von Prof. Thomas Malone vom Massachusetts Institute of Technlogy (MTT) herangezogen. So könnten demokratische Organisationen intelligenter sein, wenn sie gut gemacht sind. Technologische Neuerungen hätten die Beteiligung vereinfacht. Dieser Wandel bietet nach Ansicht des Experten für kollektive Intelligenz erstmals in der Geschichte die Chance, gleichzeitig Skaleneffekte großer Organisationen und Vorteile der kleinen Unternehmen wie Freiheit, Motivation und Flexibilität zu erreichen. Damit sei das Beste aus beiden Welten kombinierbar.

In dem NZZ-Beitrag werden diverse Beispiele erläutert, wie Demokratie in Unternehmen realisiert wird. „Es beginnt beim Zuhören, geht über mehr Freiheiten bei der Ausübung der Tätigkeit bis zur Mitbestimmung von unternehmerischen Entscheiden und der Wahl von Vorgesetzten.“ ++ (wi/mgn/14.01.16 – 014)

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