Kosovos UNESCO-Mitgliedschaft gescheitert

Paris, 11. November 2015 (ADN). Der Antrag Kosovos, in die UNESCO aufgenommen werden, ist gescheitert. Wie die  die „Neue Zürcher Zeitung“ (NZZ) am Mittwoch weiter berichtet, war die erforderliche Zwei-Drittel-Mehrheit in der Generalversammlung zu Wochenbeginn um drei Stimmen verfehlt worden. Von den 142 votierenden Mitgliedern der UNO-Kulturorganisation stimmten 92 für die Aufnahme und 50 dagegen. Daneben gab es 29 Enthaltungen.

Serbien hatte dem Bericht zufolge eine aufwendige Kampagne gegen die kosovarische UNESCO-Mitgliedschaft arrangiert. „Die Serben wiesen darauf hin, dass ein Staat, der das christlich-orthodoxe Architekturerbe in Kosovo zerstöre und verfallen lasse, keinen Platz in einer Uno-Organisation habe, die sich massgeblich der Erhaltung des Weltkulturerbes verschrieben hat“, schreibt die NZZ. Die Kontroverse dürfte die Beziehungen zwischen Kosovo und Serbien verschlechtern, zumal bereits das Normalisierungsabkommen wegen der Obstruktion der kosovarischen Opposition in der Schwebe ist. ++ (un/mgn/11.11.15 – 306)

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