Braunkohle sprengt deutschen Klimaschutzplan

Berlin, 8. November 2016 (ADN). Deutschlands „Kliumaschutzplan 2050“ ist in letzter Minute gescheitert. Das Bundeskabinett strich das Projekt am Dienstagabend auf Betreiben von Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gaqbriel von der Tagesordnung.  Grund ist die Braunkohle, über die Gabriel  mit Bundeskanzlerin Angela Merkel gesprochen hatte und deren Befürworter sich wiederum durchgesetzt haben. Ursprünglich sollte sich dem Plan zufolge eine Kommission mit dem Kohle-Ausstieg befassen. Dagegen hatte die Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie und Energie (IG BCE) mit Unterstützung des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) Front gemacht.

Nunmehr muss Bundesumweltministerin Barbara Hendricks ohne deutschen Klimaplan zum kürzlich begonnenen Weltklimagipfel im marokkanischen Marrakesch reisen. Der „Klimaschutzplan 2050“ sollte als gewichtiger deutscher Beitrag zum vor knapp einem Jahr in Paris geschlossenen Weltklimavertrag dazu beitragen, eine Gesellschaft ohne Treibhausgase zu befördern. ++ (kl/mgn/08.11.16 – 305)

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