Zu Weihnachten landen mehr Menschen in der Psychiatrie als üblich

Weinheim, 26. Dezember 2018 (ADN). „Was um uns herum passiert, stimmt nicht mit dem überein, womit Weihnachten assoziiert wird,  und schon gar nicht mit Stille.“ Das erklärt Prof. Peter Sedlmeier vom Institut für Psychologie der Technischen Universität Chemnitz in einem Interview mit der Monatszeitschrift „Psychologie heute“, das in deren Januar-Ausgabe veröffentlicht ist. Die aufgestülpte Besinnlichkeit tue vermutlich nicht gut. Die Zahl der Menschen, die in der Psychiatrie landen, steige in dieser Zeit sogar an.

Wer unbewältigte Geschichten mit sich herumträgt, hat ein Problem, weil sie in der Stille stärker ins Bewusstsein rücken, so Sedlmeier. Da helfe auch Meditation nicht weiter. Psychische Probleme sollten psychotherapeutisch bearbeitet werden. ++ (ps/mgn/26.12.18 – 339)

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Milliardengeschäft Weihnachtsmarkt

Leipzig, 30. November 2018 (ADN). Deutschlands Weihnachtsmärkte sind ein Milliardengeschäft geworden. Sie verkörpern für die Stadtgesellschaft einen wichtigen Wirtschaftsfaktor. Wie Gerd Hessert, Honorarprofessor für Handelsmanagement an der Universität Leipzig, am Freitag ausdrückt, bilden Weihnachtsmärkte  gerade im Zeitalter der digitalen Marktplätze einen Gegenpol zur digitalen Angebotswelt. Schätzungsweise 85 Millionen Besucher strömen jährlich in Deutschland auf die vorweihnachtlich inszenierten, stimmungsvollen Stadtplätze. Jeder von ihnen gibt im Durchschnitt 20 Euro aus, um den Aufenthalt in angenehmer Athmosphäre zu genießen.

Doch dabei bleibt es nicht. Es entstehen, so Hessert, weitere Verbundeffekte. Zunächst profitieren Marktbetreiber und Schausteller von der Ausgabebereitschaft der Leute. Zusätzliche Umsätze kommen Hotels, Restaurants, Taxiunternehmen und öffentlichen Verkehrsmitteln zugute. Mehr Geld als üblich fließen in die Kassen des Einzelhandels. Die Stadt insgesamt verzeichnen einen Imagegewinn. Museen, Theater und andere Kultureineinrichtungen werden stärker frequentiert. Sogar die Kirchen erfahren hohen Zuspruch, Dass sie dabei höhere Geldeinnahmen generieren, ist nicht bekannt. Ebensowenig, ob streng Gläubige gemäß der historischen Überlieferungen der Evangelisten die Händler und Geldwechsler aus ihren Tempeln vertreiben. Bestenfalls wird in der einen oder anderen Predigt die Kommerzialisierung des Weihnachtsfestes beklagt und kritisiert. 

Universitäts-Professor Hessert empfliehlt letztendlich, das Weihnachtsfest nicht zu stark für das Geschäft zu strapazieren. „Weitergehende Öffungszeiten im November oder über Heiligabend hinaus sind nicht zielführend“, sagt der Hochschullehrer. ++ (wh/mgn/30.11.18 – 314)

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Kopenhagener Weihnachtsbaum-Forschung – Hochburg Sauerland mit 12.500 Hektar Anbaufläche

Bonn, 25. Dezember 2017 (ADN). In deutschen Wohnzimmern stehen am Jahresende 24 bis 25 Millionen Weihnachtsbäume. Sie „brennen“ in etwa der Hälfte der mehr als 40 Millionen Haushalte. Nach Aussage der derzeitigen Weihnachtsbaumkönigin Vanessa Frank ist die Nordmanntanne gegenwärtig der beliebteste Baum. Das belege sein Marktanteil von 70 Prozent. Wie die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald mitteilt, wird in Kopenhagen sogar zum Weihnachtsbaum geforscht, um das perfekte Gewächs zu finden. Es geht dabei um schönen Wuchs, höhere Forsttoleranz, geringen Nadelverlust und schwere Entflammbarkeit. Die Organisation informierte Mitte dieses Monats ausführlich über die Bedeutung des Weihnachtsbaums für den Markt, die Beschäftigungslage und den Umweltschutz, speziell den ökologischen Fußabdruck. So binde ein Hektar Weihnachtsbaum-Kultur innerhalb von zehn Jahren 145 Tonnen Kohlendioxid und 300 Tonnen Staubpartikel.

In Deutschland gibt es 2.000 bis 4.000 Weihnachtsbaumproduzenten, die jährlich ein Umsatz von 700 Millionen Euro erzielen sowie rund 100.000 Dauer- und 50.000 Saisonarbeitsplätze sichern. Die Anbaufläche von Weihnachtsbäumen liegt in Deutschland zwischen 30.000 und 50.000 Hektar. Zwei Drittel davon entfallen auf Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen (NRW). Letzteres Bundesland hat mit 18.000 Hektar Weihnachtsbaum-Plantagen den unumstritten höchsten Anteil inne. Das Sauerland ist mit 12.500 Hektar Weihnachtsbaum-Hochburg. Um einer einseitigen Privilegierung von Weihnachtsbaum-Wäldern vorzubeugen, begrenzt NRW Großplantagen, indem Anbauflächen von mehr zwei Hektar einer behördlichen Genehmigung unterworfen werden. ++ (wh/mgn/25.12.17 – 370)

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Jeder EU-Bürger verbraucht 1,4 Kilogramm Kerzenwachs

Stuttgart, 24. Dezember 2017 (ADN). Mit 700.000 Tonnen Kerzenwachs jährlich erreichte die Europa-Produktion ein Rekordhoch. Das geht aus dem jüngsten Bericht des europäischen Verbandes ECA – European Candle Association – vom September 2017 hervor. Daraus ergibt sich ein Verbrauch pro EU-Bürger von 1,45 Kilogramm jährlich.

Die Qualität von Kerzen bestimmt sich in erster Linie nach der Brenndauer und dem Rohmaterial. Die am häufigsten verwendete Rohmasse ist Paraffin, das aus Erdöl hergestellt wird. Die Brenndauer beträgt pro Stunde sieben bis acht Gramm unabhängig vom Kerzendurchmesser. Bei dem aus Palmöl produzierten Stearin liegen diese Werte zwischen sechs und sieben Gramm. Häufig werden die beiden Ausgangsstoffe in den verschiedensten Relationen miteinander vermischt.  Allgemein beträgt der Stearinanteil vier bis fünf Prozent. Ausdrücklich als Stearinkerzen angebotene Ware muss einen Mindestgehalt von 90 Prozent dieses Stoffes enthalten. deshalb sind solche Produkte auch teurer.

Für das Recycling abgebrannter Kerzen und von Wachsresten gibt Nancy Langfeld aus der Kerzenwerkstatt der Fürstenwalder Samariteranstalten Ratschläge in der Weihnachtsausgabe der 2Märkischen Oderzeitung“ (MOZ): „Die Reste von Kerzen in Würfel zerkleinern und bei einer Temperatur von rund 80 Grad einschmelzen. Die flüssige Masse darf nicht kochen. Eventuelle Metallstücke und alten Docht entfernen. Die Masse kann dann in Gläser, Kuchenformen oder Vasen gegossen werden – den neuen Docht nicht vergessen. Wachs schrumpft beim Abkühlen. Dadurch lösen sich die so entstandenen gut aus dem Gefäß.“   

Kerzenmacher ist einer der ältesten Handwerksberufe. Sie haben sich im Jahr 1450 zu einer eigenen Zunft zusammengeschlossen. In der heutigen Zeit werden Kerzen sowohl in Manufakturen als auch in hochautomatisierter Fabrikation hergestellt. Die Produzenten waren bis 2008 im Verband Deutscher Kerzenhersteller organisiert. Die Vereinigung löste sich dann auf und ging im Januar 2009 im europäischen Verband ECA auf. ++ (ch/mgn/24.12.17 – 369)

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US-Truppen unterwegs nach Polen – 390 Kampfpanzer rollen durch Deutschland nach Osteuropa

Frankfurt /Oder, 23. Dezember 2016 (ADN). 4.200 US-amerikanische Soldaten, 390 Kampfpanzer und gepanzerte Fahrzeuge sowie jede Menge Begleitfahrzeuge und Technik befinden sich auf dem Weg aus dem US-Bundesstaaat Colorado nach Polen in Osteuropa. Darüber berichtet die in Frankfurt/Oder erscheinende“Märkische Oderzeitung“ (MOZ) am Freitag ausführlich. Dass die Panzerbrigade künftig in Polen und anderen osteuropäischen Ländern operiert, sei auf eine Anordnung von US-Präsident Barack Obama nach den Krim-Ereignissen zurückzuführen. Ende der ersten Januar-Woche des nächsten Jahres sollen die Transportschiffe mit dem gewaltigen Waffenarsenal in Bremerhaven eintreffen, um dann quer durch Deutschland nach Polen zu rollen. Dafür seien 900 Eisenbahnwaggons und Dutzende Straßenfahrzeuge vorgesehen. Die Streitmacht werde zusätzlich durch vier Bataillone der NATO mit je 1.000 Militärangehörigen verstärkt. es handele sich dabei um eine der größten US-Truppenverlegungen nach Europa seit langem.

Die ausgerechnet zu Weihnachten in Szene gesetzte militärische Drohkulisse wird zunächst an fünf westpolnischen Standorten aufgebaut. Dort wiederum wachsen in der polnischen Bevölkerung und beim Militär die Ängste um die eigene Existenz. So wird ein Großteil der 34. polnischen, bisher in Zagan stationierten Panzerbrigade ostwärts in die Nähe von Warschau verlegt. Die MOZ schreibt dazu: „Für die rund 26.000 Einwohner des Ortes, zu denen Hunderte polnische Soldaten mit ihren Familien gehören, war diese Nachricht ein Schock.“ Zitiert wird aus einem Stimmungsbericht der Zeitung „Gaseta Lubuska“, in dem zahlreiche Bewohner ihre Bedenken äußern. Unter dem Titel „Nehmt uns nicht unsere Soldaten weg !“ werden die Worte einer um ihr Geschäft besorgten Händlerin wiedergegeben: „Die Amerikaner werden kommen und gehen, unsere Jungs aber für immer weg sein.“  ++ (mi/mgn/23.12.16 – 350)

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Tichys mediale Weihnachtsbotschaft: „Die Einheitsmeinung hat keine Zukunft“

Frankfurt am Main, 22. Dezember 2016 (ADN). „In diesen Tagen gerät die Meinungsfreiheit in Deutschland in Gefahr.“ Das thematisiert der renommierte Journalist und Publizist Roland Tichy auf seinem Nachrichtenblog tychiseinblick.de in einer Art medialer Weihnachtsbotschaft unmittelbar vor dem Fest. Es handele sich um die Freiheit, andere Meinung zu äußern, aus dem Mainstream auszubrechen. „Nur in Sklavenhaltergesellschaften ist die eine, wahre Meinung vorgeschrieben und Gesetz. In zivilisierten Gesellschaften streiten wir, mit den Waffen des Wortes, sei es gesagt, geschrieben, gesendet oder an fluiden Litfasssäulen des Internets plakatiert,“ so Tichy. Diese Streitkultur sei laut, zänkisch, oft schwer zu ertragen, vor allem, wenn es eine andere Meinung ist, die lauter, stärker, eindringlicher klingt. Nichts sei schmerzhafter, als eigene Positionen räumen zu müssen. Das nenne man Demokratie und sei eine ständige, gegenseitige Zumutung. Eine von Justiz- und Familienministerium geführte privatwirtschaftliche Stiftung werde mit Zensurbefugnissen ausgestattet. Sie wolle jeden als „rechtsradikal“ brandmarken, der „Eliten kritisiert“ oder die Regierung.

„So weit ist es. Die Regierung finanziert ihre eigene Propaganda, und in dieser Staats-Propaganda werden immer mehr als ‚Nazis‘ geführt. Welch eine lächerliche und grob fahrlässige Verharmlosung der tatsächlichen Nazis durch diesen kindischen Sprachgebrauch ausgelöst wird, ist den unhistorischen Treibern des Geschehens gar nicht bewusst“, prangert Tichy an. Das Gebot der strikten Trennung von Werbung und Inhalt solle aufgehoben, Medien mit „unpassender“ politischer Richtung zum Verstummen gebracht werden. Er verstehe ja, dass sich manche Parteien vom Internet bedroht sehen, wie weiland sich die Fürsten von den Zeitungen herausgefordert sahen. Aber die Zeitungen hätten überlebt, die Fürsten nicht. Auch nicht die Parteifürsten in Ostberlin. ++ (me/mgn/22.12.16 – 349)

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Weihnachten als Gegengift vor Angst

Köln, 24. Dezember 2015 (ADN). Weil Gott zu Weihnachten Mensch wird,deshalb trägt jeder Mensch eine besondere Würde in sich. Das erklärte der Kölner Kardinal Rainer-Maria Woelki am Donnerstag im Deutschlandfunk. Insofern falle es ihm schwer zu sagen, was ein schlechter Christ  und was ein schlechter Christ ist. Die Angst vor der Islamisierung ist eigentlich Angst vor dem eigenen Abstieg, vor Wohlstandsverlust, vor dem Fremden und Unbekannten – vor Veränderungen insgesamt. Weihnachten sei ein Gegengift. ++ (rl/mgn/24.12.15 – 349)

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