2016 weltweite Wasserschäden im Umfang von 14 Milliarden Dollar bei Unternehmen

Gernsbach, 2. Dezember 2016 (ADN). Wasserprobleme verursachen in diesem Jahr weltweit 14 Milliarden Dollar Kosten bei Unternehmen. Im vergangenen Jahr war der Schadensumfang mit 2,6  Milliarden Dollar wesentlich geringer. Das teilte die jüngste Ausgabe des Informationsdienstes EUWID mit. Die Aussage stützt sich auf einen Bericht der Organisation CDP, die die Umweltleistungen von Unternehmen misst. Grund für die deutlich höheren Kosten seien Dürren, Überschwemmungen, Wasserstress durch den Klimawandel, strengere Umweltgesetze, Kosten für Wasserreinigung und Strafzahlungen. Die Untersuchung beruht auf der Auswertung von Daten aus 607 Unternehmen.Der höchste Schadensanteil entfällt auf den japanischen Kernkraftkonzern Tepco, der wegen der Grundwasserverschmutzung durch die Nuklearkatastrophe in Fukushima im Jahr 2011 eine Kostensumme von zehn Milliarden Dollar offiziell zugab. Die Volkswagen AG war mit zwei Millionen Dollar im Jahr 2016 beteiligt. Das war auf strengere Chemikalien-Regelungen in Spanien zurückzuführen.

Der Bericht kommt zu dem Schluss, dass Wasserthemen die weltweiten Anstrengungen zur Umsetzung des vor einem Jahr beschlossenen Pariser Klimaabkommens stark beeinflussen. Die Analyse ergab, dass ein Viertel der von den Unternehmen gemeldeten Maßnahmen zur Emissionsreduktion von einer stabilen Wasserversorgung abhängen.

Die Organisation CDP (Carbon Disclosure Projekt) ist die weltgrößte Investoreninitiative. Zu ihr gehören 722 Großunternehmen mit einem Gesamtvermögen von 87 Billionen Dollar. Das 2002 gegründete CDP ist eine unabhängige gemeinnützige Organisation, die seit 2012 einen verantwortlichen Umgang mit Wasser, den Schutz von Primärwäldern und das Management von Umweltrisiken in der Zulieferkette bewertet und einfordert. ++ (uw/mgn/02.12.16 – 329)

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Grundbedarf bei drei Millionen Hartz-IV-Empfängern nicht gedeckt – Vier von neun Basisgütern fehlen

Berlin, 29. November 2016 (ADN). Viele Millionen Deutsche können sich trotz staatlicher Leistungen nicht die grundlegenden Ausgaben im täglichen Leben leisten. Die Zahlen des Bundesamtes für Statistik offenbaren große Lücken im deutschen Sozialstaat. Das berichtet am Dienstag das Nachrichtenportal RT Deutsch. Ganze 30,1 Prozent der ALG-II-Bezieher seien von „erheblicher materieller Entbehrung“ betroffen. Dieser Fall liege vor,  wenn für vier von  mindestens neun Basisgütern das Geld nicht reicht. Das fristgerechte Begleichen der Mietzahlungen zähle ebenso dazu wie ein halbwegs gefüllter Kühlschrank. Auch die Ausgaben für Strom, Gas und Wasser würden bei der Erhebung berücksichtigt. Dazu gehöre zur Teilhabe an der Gesellschaft auch der Besitz einer Waschmaschine, eines Fernsehgeräts und die Möglichkeit, in Urlaub zu fahren.

Als besonders bedenklich bezeichnet es das Medium, dass im wirtschaftlich stärksten Land  in Europa weit mehr Menschen in diese Armutskategorie fallen als im Rest Europas. Im EU-Schnitt liege die Vergleichszahl bei 25,2 Prozent und damit fünf Prozent unter der Erhebung für Deutschland.

Außerdem verweist RT Deutsch auf weitere besorgniserregende Tatbestände: „Trotz der äußerst knappen Kalkulation der staatlichen Leistungen gab das Bundessozialministerium im August dieses Jahres bekannt, dass Hartz-IV-Empfänger keinen Anspruch auf Mehrzahlungen haben, um einen eigenen  privaten Notvorrat anzulegen. Zuvor hatte das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) ein neues Zivilschutzkonzept vorgestellt und darin geraten, dass ein Haushalt mit vier Personen Nahrungsmittel und Getränke im Wert von 300 Euro vorrätig halten sollte. Angesichts der aktuellen Zahlen, die zeigen, dass mehr als drei Millionen Menschen in Deutschland schon bei der Finanzierung der Alltagsanforderungen scheitern, offenbart sich hier jedoch ebenfalls eine beträchtliche Lücke. ++ (so/mgn/29.11.16 – 326)

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