Marshall-Inseln führen Kryptowährung als nationales Zahlungsmittel ein

Sydney/Berlin, 26. März 2018 (ADN). „Es ist ein weiterer Schritt zur Manifestierung unserer nationalen Freiheit“. Das sagte die Präsidentin des Kleinststaates Marshall-Inseln, Hilda Heine, hinsichtlich der Einführung der Kryptowährung namens Sovereign. Wie die Zeitung „Der Tagesspiegel“ am Montag weiter berichtet, sollen die Einnahmen aus dem digitalen Zahlungsmittel für Maßnahmen gegen den Klimawandel und nachhaltige Energieversorgung verwendet werden.

Nach Aussage von Heine handelt es sich um einen historischem Moment für das 70.000-Einwohner-Volk, das nun neben dem US-Dollar eine eigene Währung emittiert. der aus 1.200 Inseln im Pazifik bestehende Staat verkörpert zwar eine unabhängige Republik, ist jedoch mit den USA durch ein Assoziierungsabkommen verbunden. Der Dollar war bisher einziges Zahlungsmittel. Die USA missbrauchten die Territorien von 1946 bis 1958 als Testgelände zum Abwurf von Atombomben. 67 solcher Massenvernichtungsmittel wurden dort gezündet und sorgten für eine radioaktive Verseuchung, deren Folgen bis in die Gegenwart zu spüren sind. Krebserkrankungen, Tumore, Fehlgeburten und Missbildungen im Übermaß gehören zum Alltag auf der Inselgruppe zwischen Hawaii und Papua-Neuguinea. Die Marshall-Inseln sind damit neben Venezuela das zweite Land, das eine Kryptowährung zum nationalen Zahlungsmittel erklärt.  ++ (so/mgn/26.03.18 – 085)

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Nächste Finanzkrise kommt wie das Amen in der Kirche – DM-Rückkehr bringt 555-Milliarden-Euro-Verlust

Frankfurt am Main, 19. August 2017 (ADN). Die Erfahrungen der vergangenen acht Jahre seit Ausbruch der Griechenlandkrise sprechen für das Durchwursteln ohne Vorsorge für die nächste Krise. Das schreibt Thomas Mayer, Gründungsdirektor des Flossbach von Storch Research Institute und Professor an der Universität Witten/Herdecke, am Sonnabend in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (FAZ). Angesichts der weiterhin extremen Verschuldung der privaten und der öffentlichen Hand sei eine weitere Finanzkrise im nächsten Konjunkturabschwung so sicher wie das Amen in der Kirche. Es wäre eine noch massivere monetäre Finanzierung öffentlicher und privater Schulden durch die Europäische Zentralbank (EZB) nötig, um massenhafte Bankrotte abzuwehren. „Dies mag so kommen, aber eine weitere Ausweitung der monetären Hilfsprogramme der EZB könnte daran scheitern, dass harter Widerstand gegen die unendliche Dehnung der Statuten der Zentralbank aufkommt“, so Mayer. Manchen Regierungen könnte in diesem Fall nichts anderes übrigbleiben, als die europäische Währungsunion (EWU) zu verlassen und wieder eine eigene Währung einzuführen, um einen ungeordneten Bankrott zu vermeiden. Das könnte zum Zusammenbruch der EWU und dem Ende des Euros führen.

Zu diesem einen denkbaren Szenarium infolge dessen, dass die Europäische Zentralbank derzeit den für das Euro-Staatsgeld geschaffenen Schattenstaat regiert, gehört auch die Einführung einer „neuen D-Mark“. Ihr gegenüber würden die meisten nationalen Währungen voraussichtlich abwerten. Am Ende einer solchen Kette von Folgeerscheinungen stünde ein direkter finanzieller Verlust für den deutschen Staat samt Bundesbank von 555 Milliarden Euro oder rund 18 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. ++ (fi/mgn/19.08.17 – 232)

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Die D-Mark ist unsterblich – 13 Milliarden kursieren noch

München, 6. Januar 2016 (ADN). Die D-Mark ist unsterblich. 13 Milliarden kursieren noch. Das teilt die „Süddeutsche Zeitung“ in ihrer Doppelausgabe zum Epiphanias-Tag mit. Die Einzelhandelskette Kaufland spiele im Januar ein bisschen Bundesbank und akzeptiere die harte D-Mark als Zahlungsmittel. Beim Modehaus C & A sei das bereits seit dem Jahr 2002 möglich, nachdem der Euro eingeführt worden war. Das Textilhandelshaus habe in seinen 500 Filialen seit 2004 mehr als 50 Millionen D-Mark eingenommen. Monatlich betrügen die D-Mark-Einnahmen bis heute zwischen 50.000 und 100.000.

Die Deutsche Bundesbank weiß nicht, wo die 13 Milliarden D-Mark lagern, zirkulieren oder als Erinnerungsstücke der guten alten Zeit verehrt werden. Restbestände könnten sich in Ex-Jugoslawien oder anderen Ländern befinden, wo die bundesdeutsche Währung Zahlungsmittel war. Die bundesdeutsche Zentralbank zumindest nimmt – im Gegensatz zu anderen nationalen Notenbanken – weiterhin unbefristet D-Mark an und tauscht sie in allen ihren 43 Filialen gegen Euro. Ein Ende der scheinbar ewig währenden Gültigkeitsklausel zum Umtausch und zum Handel mit der harten D-Mark ist nicht absehbar.  ++ (mo/mgn/06.01.16 – 006)

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