Arktische Tierwelt von Umweltschmutz gestresst

Leipzig, 12. Dezember 2018 (ADN). Die Tierwelt der Arktis wird durch Umweltschmutz gestresst. Das hat ein internatinales Forscherteam der Universitäten Leipzig und Wien mit Experimenten  im Norden Norwegens und auf Spitzbergen nachgewiesen. Wie die Universität Leipzig am Mittwoch per Presseerklärung weiter mitteilt, wurden die Untersuchungen an einem Standort durchgeführt, wo vor einem halben Jahrhundert ein Kohlebergwerk implodiert war. Während die Mine selbst saniert wurde, war die Umgebung in dem verunreinigten Zustand nach der Havarie belassen worden. Dort  sind bis heute erhöhte Schwermetallkonzentrationen im Boden messbar. Auf diesen Wiesen wurde der Nachwuchs von Nonnengänsen zur Weide geführt. Ihre Ausscheidungen wurden systematisch analysiert und mit dem Kot von Gösseln verglichen, die sich auf unbeeinträchtigten Grasflächen ernährten. Bei diesen Tests waren die jungen Gänse für kurze Zeit von ihren Familienmitgliedern isoliert oder in ihren Bewegungen eingeschränkt. Das löst bei solch hochsozialen Tieren wie Gänsen Stress aus. Die Ergebnisse lassen darauf schließen, dass die auf den verschmutzten Flächen geweideten jungen Gänse wesentlich stärkere Stressreaktionen zeigten als die andere Tiergruppe. Die Wissenschaftler wollen nunmehr untersuchen, welche langfristigen Wirkungen Umweltverschmutzung auf die Gesundheit und die Reproduktionsfähigkeit der Tiere hat. ++ (us/mgn/12.12.18 – 326)

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Online-Selbstbehandlung von Depressionen wirkt

Leipzig, 4. Juli 2018 (ADN). Wissenschaftler der Medizinischen Fakultät der Universität Leipzig haben nachgewiesen, dass ein in Australien entwickeltes Programm zur Selbsthilfe bei Depressionen hilft und wirksam ist. Das Online-Programm unter der Bezeichnung „moodgym“ steht Patienten und Betroffenen im Internet anonym und kostenfrei zur Verfügung. Es hilft mit interaktiven Übungen dabei, negative Gedankenmuster zu erkennen und durch neue zu ersetzen. Wie die Universität Leipzig am Mittwoch weiter mitteilt, erhalten Nutzer wertvolle Tipps und Anregungen, um mit Problemsituationen und Stress besser umzugehen.

An der Testserie haben 647 Patienten aus 112 Hausarztpraxen in Mitteldeutschland teilgenommen. Das Programm – in der deutschen Übersetzung „Fitness für die Stimmung“ – enthält fünf Übungsbausteine. In ihnen werden spielerisch Wissensinhalte vermittelt. Über eingebaute Testfragen erhält jeder Nutzer eine Rückmeldung zu seiner individuellen Symptomatik. Er bekommt auch Informationen, wohin er sich in Krisensituationen wenden kann. Die Ergebnisse der Leipziger Studie zeigen, dass das Programm ergänzend zur hausärztlichen Behandlung verwendet werden kann. Dabei wird im Vergleich zur Kontrollgruppe ein stärkerer Rückgang depressiver Symptome nach sechs Wochen und sechs Monaten registriert. ++ (mz/mgn/04.07.18 – 166)

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