Vera Lengsfeld: Stasi-Zersetzungsmethoden haben Hochkonjunktur

Neustadt/Hambach, 10. Juli 2020 (ADN). Am Abend des 2. Januar 1992 – dem ersten Tag der Öffnung der Stasiakten – sagte die DDR-Bürgerrechtllerin Bärbel Bohley, dass sie sicher sei, das die Stasi-Unterlagen von allen Möchtegern-Herrschern genau studiert werden würden. Darauf verwies die ehemalige DDR-Bürgerrechtlerin Vera Lengsfeld am Freitag auf dem Hambacher Schloß beim 3. Neuen Hambacher Fest hin. „Wir würden es in Zukunft mit der Anwendung der von der Stasi entwickelten Zersetzungsmethoden zu tun haben. “ Bohley habe Recht behalten. Die Blaupause für den heutigen Umgang mit Andersdenkenden stecke tatsächlich in der Anleitung zur Zersetzung von „feindlich-negativen Elementen“. Heute würden sie als Rechte, Verschwörungstheoretiker, Rassisten oder Nazis bezeichnet.

„Das zeigt aber genau die Schwäche der Politisch-Korrekten. Wer so substanzlos ist, muss die Debatte fürchten wie der Teufel das Weihwasser“, so Lengsfeld. Es gebe keine öffentliche Debatte mehr. An ihre Stelle sei ein verqueres, aber todernstes Spektakel getreten. Dietrich Bonhoeffer habe zu seiner Zeit ähnliche Erfahrungen gemacht. Daraus folgt: Stasi-Zersetzungsmethoden haben derzeit Hochkonjunktur. ++ (fr/mgn/10.07.20 – 220)

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Berlins Ränkespiele auf Macht und Posten reduziert

Berlin, 16. Januar 2017 (ADN). Wahrung und Durchsetzung der bürgerlichen Grundrechte trocknen schwindelerregend aus. Das aktuellste und ein sehr anschauliches Beispiel liefert Berlin. Die Stadtregierung beweist mit ihren politischen Ränkespielen, dass es ausschließlich um schnöde Machterhaltung und einträgliche Posten geht. Die eigentliche Sache Regierender und eines Parlaments – das Wohlergehen der Bevölkerung – ist den Mandatsträgern schlicht und einfach gleichgültig. Darin sind die Medien der Hauptstadt vom Montag sogar vollständig einig. In der „Berliner Zeitung“ (BZ) wird dieser erschreckende Zustand überdeutlich. bei dem betreffenden Postengeschachere um das Amt des Staatssekretärs im Ressort Stadtentwicklung gehe es nicht um eine mieterfreundliche moderate Wohnungswirtschaft, sondern ausschließlich um das Gegeneinander abgewirtschafteter Parteien. Den rasanten Niedergang sozialer Inhalte in der städtischen Baupolitik und das zügellose Treiben in und um das Abgeordnetenhaus kommentiert Jochen Arntz unter dem Titel „Stasi, Mieten, Macht“. Berlins Führungseliten und Parteistrategen liefern zum Jahresauftakt massenweise Munition zur weiteren Vernichtung von Vertrauen der Bürger in die letztlich selbsternannten Eliten.

Währenddessen blüht der Bau des neuen Schlosses im Stadtzentrum. „Im Sommer beginnt das Barock-Zeitalter“ titelt die BZ wenige Seiten weiter. Vielleicht verlangt das gemeine Volk aus lauter Verzweiflung im Herbst, seinen alten, echten Kaiser wiederhaben zu wollen. Der Monarch bräuchte dann nur noch in den fertigen Prunkbau einzuziehen und das Zepter zu schwingen. Schlimmer als jetzt kann es kaum werden.  ++ (rg/mgn/16.01.17 – 016)

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