Medienkonzerne aus Geschäftsgründen auf Wahrheitssuche

Berlin, 22. November 2018 (ADN). Fünf deutsche Medienkonzerne gehen in die Initiative für journalistische Qualität und Wahrheit. Unter der Überschrift „True Media“ haben das Axel Springer, Bauer Media Group, Gruner + Jahr, die Funke Mediengruppe und Hubert Burda Media beschlossen. Darin verpflichten sie sich der Demokratie, der publizistischen Verantwortung, dem Presserecht und dem verantwortungsvollen Umgang mit Daten.

Das ist schon ein bisschen merkwürdig, dass jetzt fünf Verlage – auch namhafte Verlage – das noch einmal so betonen müssen, um Werbeanzeigen oder Werbekunden wieder zu gewinnen, monierte der Chefredakteur von „Bildblog“, Moritz Tschermak. am Donnerstag im Deutschlandfunk. Sie hätten selbst Dutzende Regenbogenhefte, die mit Wahrheit oder dem versuch wahrhafter Berichterstattung nichts zu tun haben. ++ (me/mgn/22.11.18 – 306)

http://www.adn46.wordpress.com, http://www.adn1946.wordpress.com, e-mail: adn1946@gmail.com, Redaktion: Matthias Günkel (mgn), adn-nachrichtenagentur, SMAD-Lizenz-Nr. 101 v. 10.10.46

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Deutsche Medienindustrie fremdbestimmt – Untergang droht

Köln, 1. Januar 2018 (ADN). In Deutschland findet kaum noch Medienpolitik statt. Dieses Politikfeld weiter auf der Ebene föderaler Staatskanzleien zu behandeln, ist völlig unmöglich. Das bemängelt der Medienkritiker Lutz Hachmeister am Montag im Deutschlandfunk-Interview. Während sich Medienpolitik auf kleine Änderungen in Staatsverträgen beschränke, dynamisiere sich die Welt draußen von China bis zum kalifornischen Oligopol einfach weiter. Deutschlands Mediensystem werde längst fremdbestimmt. Einziger Gewinner seien die US-Unternehmen. 

Nach Hachmeisters These wird die deutsche Medienindustrie vollkommen verschwinden, wenn sich nichts ändert. Unternehmen wie Bertelsmann, Springer und Burda könnten in 15 Jahren in ihrer jetzigen Form nicht mehr existieren. Zudem hat sich nach Meinung  des Medienkritikers eine „Infantilisierung“ des Journalismus breitgemacht. Eine Rückkehr zu „erwachsenem“ Journalismus sei unumgänglich. ++ (me/mgn/01.01.18 – 001)

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Zalando setzt architektonisches Signal am Berliner Spreeufer

Berlin, 6. September 2016 (ADN). Berlins neuer Stern am Wirtschaftshimmel funkelt in absehbarer Zeit noch greller. Das soll am Spree-Ufer mit einem architektonischen Edelstein geschehen, zu dem am Dienstag unmittelbar neben der Mercedes-Benz-Arena der Spatenstich vollzogen worden ist. In einer Bauzeit von genau 24 Monaten soll ein Gebäudekomplex für 2.700 Zalando-Mitarbeiter entstehen, der als Hauptsitz des Unternehmens fungiert und den Mittelpunkt des Firmen-Campus mit insgesamt Berliner 5.000 „Zalandos“ bilden wird. Der Chef des mit der Bauentwicklung beauftragten Architekturbüros, Prof. Gunter Henn, beschreibt den sinnstiftenden Zweck des Projekts so: „Zalando wird Hierarchie durch Kommunikation ersetzen“. Die typische Berliner Blockbebauung werde hier durch „konkave Einkerbungen“ geöffnet. Die Rasterstruktur verschiebe sich diagonal zum Bebauungsplan, Innenhöfe rückten an die Außenkanten der Grundstücke. Diese Transparenz ermögliche Übergänge zwischen den Büros und dem öffentlichen Raum. Die durchsichtigen und transluzenten Fassaden gewährten Ein- und Ausblicke zur Vielfalt des Unternehmens.

Das Entstehen eines so offenen Quartiers verdeutlicht den nächsten Schritt in der urbanen Entwicklung, um das Viertel für den zunehmenden öffentlichen Nahverkehr und den Fahrradverkehr zu erschließen, sagte Berlins Bausenator Andreas Geisel. Demnächst werde eine Brücke über die Spree geschlagen, die nur Fußgängern und Radfahrern vorbehalten ist. Damit werde dem Bürgerentscheid von 2008 „Spreeufer für alle“ entsprochen und das neue Bauvorhaben füge sich in dieses Grundkonzept maßgeschneidert ein. Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller würdigte Zalando als Beschäftigungsmotor, der zu Berlins 20 größten Arbeitgebern gehört und einer der zwei M-Dax-Konzerne der Hauptstadt – neben Springer – ist.

Zalando-Mitgründer David Schneider beschreibt die raketenartige Firmenentwicklung. Das 2008 in einer Wohnung in der Torstraße von Berlin-Mitte gegründete Unternehmen sei dann rasch – um die Ecke – in ein richtiges Büro der Zinnowitzer Straße gezogen, um sich dann im „Umspannwerk“ Prenzlauer Berg weiter zu entfalten. Inzwischen gibt es in Berlin zahlreiche Standorte des Technologie- und Logistikkonzerns, der weltweit 11.000 Mitarbeiter beschäftigt und im vergangenen Jahr einen Umsatz von drei Milliarden Euro erzielte.

Die neue Firmenzentrale, die auf dem vom amerikanischen Grundstückseigentümer Anschutz Entertainment Group Developement (AEG) angekauften, rund 10.000 Quadratmeter großen Gelände errichtet wird, dürfte neue Maßstäbe der  Stadtentwicklung setzen. Bauherr ist die Münchner Grund Immobilien Bauträger GmbH und das ausführende Bauunternehmen die Porr AG. ++ (me/mgn/06.09.16 – 242)

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