Basken auf Platz 5 von Europas Bildungsrangliste

Berlin, 22. September 2018 (ADN). Das spanische Baskenland liegt auf Platz fünf der europäischen Bildungsrangliste der Regionen. Das und vieles mehr war am Sonnabend in Berlin auf einem Baskischen Kultur-Fest zu erfahren. So gebe es in der autonomen Region im Norden Spaniens 66.500 Studenten. Der Bevölkerungsanteil mit höherer Bildung in dem Gebiet liegt bei 46,6 Prozent.

Die Basken gehören zu den ältesten Ethnien und Völkern auf dem europäischen Kontinent. Indiz dafür ist die ursprüngliche Sprache der Basken. Sie heißt Euskera und wurzelt direkt in der Jungsteinzeit. Davon sind Historiker und Linguisten mit Theo Vennemans von der Ludwig-Maximilians-Universität München an der Spitze überzeugt. 37 Prozent der Bevölkerung – also etwa eine Million Menschen – beherrschen diese alte Sprache heute noch.  ++ (bs/mgn/22.09.18 – 245)

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Portugiesen denken über Euro-Austritt nach

Lissabon, 23. Juli 2018 (ADN): Es gibt in Portugal verglichen mit Spanien mehr Studien und Arbeiten darüber, ob das Land die Gemeinschaftswährung verlassen sollte oder nicht. Selbst in der Sozialistischen Partei (PS) gibt es einige Ökonomen, die den Euro ohne einen Politik-Wechsel in Europa nicht für nachhaltig halten. Diese Ansicht vertreten auch der Bloco und die Kommunistische Partei (KP). Das sagte der Wirtschaftsprofessor und Mitbegründer des portugiesischen Linksblocks Bloco d’Esquerda (BE), Francisco Louca, in einem am Montag in der Tageszeitung „junge Welt“ (jW) veröffentlichten Interview. Die Einführung des Euro in Portugal und anderen Ländern des Südens sei eine Katastrophe gewesen. Der Euro organisiere die Trennung in Schuldner und Gläubiger. Er diene der politischen und sozialen Unterwerfung der Schuldner. Ein Land, das über keine finanziellen und monetären Kapazitäten verfügt, könne damit überhaupt nichts mehr entscheiden. ++ (pt/mgn/23.07.18 – 184)

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Spanien übt in Katalonien „internen Kolonialismus“ aus

Leipzig, 13. Juli 2018 (ADN). Das katalanische Parlament ist viel mehr als die Volksvertretungen in anderen europäischen  Ländern ein realistisches Spiegelbild der Zivilgesellschaft. Das sagte Prof. Georg Kremnitz vom Institut für Romanistik an der Universität Wien am Freitag in Leipzig über die politischen Kräfteverhältnisse in der Region auf der iberischen Halbinsel. Parteien hätten in dem Parlament in Barcelona wesentlich weniger Einfluss als andernorts. Dies könne durchaus zu einem demokratischen Mustermodell für andere Länder werden. Die starken Spannungen zwischen dem spanischen Zentralstaat und dem autonomen Katalonien, die bereits auf eine 250jährige Entwicklung zurückzuführen sind, ließen sogar die Verwendung des Begriffs vom „internen Kolonialismus“ zu. 

Kremnitz hielt in der Akademie der Sächsischen Wissenschaften einen Vortrag, der unter dem Titel „Von der Hoffnung zur Ernüchterung und zum Separatismus. Etappen einer Entfremdung. ++ (sp/mgn/13.07.18 – 175)

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OLG Schlewig-Holstein beschließt Auslieferung von Carles Puigdemont an Spanien

Kiel, 12. Juli 2018 (ADN). Das Oberlandesgericht Schleswig-Holstein (OLG) hat laut eines am Donnerstag veröffentlichten Beschlusses entschieden, den legitimen katalanischen Präsidenten Kataloniens Carles Puigdemont an Spanien auszuliefern. Dagegen kann sich der Betroffene nunmehr nur noch per Beschwerde beim Bundesverfassungsgericht wehren. ++ (ka/mgn/12.07.18 – 174)

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Uruguay mit Fünf-Jahresbilanz legaler Cannabishandel – Staatlicher Gramm-Preis 1,40 US-Dollar

Berlin, 9. Juni 2018 (ADN). Rund 200 Firmen waren auf der Hanfmesse Deutschland in Berlin am Wochenende vertreten. Dem überwiegend unter 30jährigen Ausstellungspublikum wurde neben den neuesten Entwicklungen an den Messeständen auch ein anregendes Kultur- und Konferenzprogramm geboten. Besonders umfangreich waren die Präsentationen der Sektoren Medizin, Kosmetik und Gartenbau.

Beim Informationsaustausch wurde beispielsweise Bilanz der vor fünf Jahren erfolgten Legalisierung von Cannabis in Uruguay gezogen. Der damalige Präsident Jose Mujica hatte die Dringlichkeit des landesweiten legalen Cannabishandels mit drei Motiven begründet. Mit erzieherischen und präventiven Begleitmaßnahmen lasse sich die allgemeine gesundheitliche Situation der Bevölkerung verbessern. Zudem sei der Widerspruch auflösbar, dass der Besitz einer geringen Menge Cannabislegal ist, die Beschaffung jedoch als Straftat gilt. Das dritte und zweifellos wichtigste Argument ist lokal bezogen: Mit der Schaffung von Legalität werde der Einfluss der Drogenmafia und die damit verbotenen Gewalttaten verringert. Der offizielle Vertrieb in Apotheken begann erst im Juli 2017. Dort gibt es nur Sorten von schwacher und mittlerer Potenz mit einem THC-Gehalt unter zehn Prozent. Sie sind bei zahlreichen Symptomen medizinisch anwendbar. Dabei ist der Preis mehr als wettbewerbsfähig. Ein Gramm staatliches Cannabis kostet gegenwärtig 1,40 US-Dollar. ++ (ca/mgn/09.06.18 – 141)

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Völkerrechts-Gutachten: Asylrecht für Katalonien-Politiker in Deutschland

Bremen, 28. Mai 2018 (ADN). Der Katalonien-Experte Prof. Axel Schönberger aus Bremen hat am Montag in einem offenen Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bundesjustizministerin Katarina Barlay vor schwerwiegenden juristischen Falschbewertungen des Katalonien-Konfliktes gewarnt. Anlass für die kritischen Bemerkungen des Sprachwissenschaftlers und Ethnologen ist ein Rechtsgutachten, das von dem ehemaligen hohen UNO-Beamten und Völkerrechtler Prof. Alfred de Zayas zu den staatsrechtlichen Auseinandersetzungen zwischen Spanien und Katalonien erstellt worden ist. Da dieses Dokument bislang nur in spanischer Sprache vorlag, hat Schönberger für eine korrekte Übersetzung in Deutsche gesorgt und diese dem politischen Spitzenteam der Bundesrepublik Deutschland zur Verfügung gestellt.

Aus den präzisen Darlegungen des UNO-Experten ergeben sich nach Ansicht von Schönberger mindestens drei gewichtige Konsequenzen. Da die Anwendung der Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten derzeit nicht sichergestellt sei, genießen deshalb die aus Spanien nach Deutschland gekommenen katalanischen Politiker das vom Grundgesetz garantierte Asylrecht.  Zudem hätten deutsche Behörden und Institutionen den zwingenden Vorrang des internationalen Rechts zu beachten. Demzufolge dürfe eine Kriminalisierung des katalonischen Volkes und seiner Politiker nicht stattfinden. Zudem ergebe sich ein Verbot, Politiker Kataloniens zu verhaften und auszuliefern. Das sei aus der Charta der Vereinten Nationen, dem Internationalen Pakt über bürgerliche und politische Rechte sowie dem Internationalen Pakt über wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte abzuleiten. ++ (vk/mgn/28.05.18 – 129)

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Verhaftung Carles Puigdemonts: Erschreckende Parallelen zu August 1940

Kiel/Madrid/Barcelona, 25. März 2018 (ADN). Die Verhaftung des von den Katalanen gewählten politischen Repräsentanten Carles Puigdemont durch deutsche Autobahnpolizisten am Sonntag in Schleswig-Holstein hat verblüffende und erschreckende Parallelen zu einem Ereignis im August 1940. Damals wurde ebenfalls von deutschen Polizeibehörden ein gewählter katalanischer Präsident verhaftet. Darauf weist Prof. Axel Schönberger in einem Appell hin. Damals nahm die Gestapo Lluis Companys i Jover im deutsch besetzten französischen Nantes fest und lieferte ihn an den spanischen Diktator Francisco Franco aus. Dort wurde er gefoltert, zum Tode verurteilt und schließlich erschossen. ++ (ka/mgn/25.03.18 – 084)

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