Seidenstraßeninitiative bringt Kaschmir-Konflikt in Bewegung

Berlin/Neu Dehli/Islamabad, 8. Juli 2019 (ADN). Die seit Mai dieses Jahres erneut amtierende Regierung des indischen Premierministers Narandra Modi und die im August 2018 angetretene Regierung seines pakistanischen Amtskollegen Imran Khan lassen mit ihren Aktivitäten auf eine Neuausrichtung der politischen Systeme und der Außenpolitik  ihrer Länder schließen. Das stellt eine im Juli veröffentlichte Studie der in Berlin ansässigen Stiftung Politik und Wissenschaft fest. Sie analysiert vordergründig die seit 1947 bestehende Kaschmir-Frage und kommt zu dem Schluss, dass die Seidenstraßeninitiative Bewegung in die indisch-pakistanischen Beziehungen und in den Kaschmir-Konflikt gebracht hat. Dabei sei es für Pakistan deutlich schwieriger geworden, seine bisherigen Positionen bezüglich der umstrittenen Region weiter zu vertreten. Der Staat, der China als „Allwetterfreund“ und einen der wenigen strategischen Partner betrachtet, ist international massiv unter Druck geraten. Grund ist die Unterstützung militanter Gruppen in Kaschmir durch die pakistanischen Streitkräfte. ++ (ap/mgn/08.07.19 – 192)

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Russland und China kooperieren auf dem Weg der „Neuen Seidenstraße“

Moskau, 11. November 2017 (ADN). Mit dem „Schwenk nach Osten“ im Zuge der Ukrainekrise nähert sich Russland an China strategisch an.  Die Volksrepublik sich nicht an den Wirtschaftssanktionen und liefert dringend benötigte Güter. Das teilt die jüngste Ausgabe des Informationsdienstes „Ostwirtschaftsreport“ aus Moskau mit. Russland sei als Transitkorridor zwischen Europa und Asien fester Bestandteil der neuen Seidenstraße. Großprojekte im Energiesektor siganalisierten eine langfristige Partnerschaft.  China sei inzwischen Russlands Handelspartner Nummer 1. In den ersten drei Quartalen dieses Jahres sei der bilaterale Handel um 22,4 Prozent auf 55,2 Milliarden Euro gestiegen. Bis Jahresende erwarte das russische Wirtschaftsministerium ein Volumen von 72 Milliarden Euro. Bis zum Jahr 2020 werde mit einer Verdopplung auf 180 Milliarden Euro gerechnet. Auf dem östlichen Wirtschaftsforum in Wladiwostok Anfang September wurden Investitionsverträge im Umfang von fünf Milliarden Euro unterzeichnet.

Im Juli dieses Jahres war der 9,1 Milliarden Euro schwere Investitions- und Kooperationsfonds zur Finanzierung gemeinsamer Projekte der neuen Seidenstraßen-Initiative und der Eurasischen Wirtschaftsunion (EAWU) gegründet worden. Die beiden Länder haben ein Memorandum zur Entwicklung der Transportkorridore Primorje 1 und Primorje 2 unterzeichnet. Dabei steht im Mittelpunkt, den Nordosten Chinas mit dem Fernen Osten Russlands zu verbinden.  Mit dem Transit chinesischer Produkte über russisches Gebiet zum Freihafen Wladiwostok verkürzt sich der Transportweg um 500 Kilometer und die Logistikkosten sinken um 40 Prozent. Die Investitionskosten für die beiden Korridore belaufen sich auf 4,4 Milliarden Euro. 

Der Informationsdienst erläutert weitere umfangreiche russisch-chinesische Kooperationsprojekte der Energiewirtschaft, des Verkehrswesens und der chemischen Industrie. Auch in der Luftfahrt planen beide Staaten Großvorhaben. So soll einen gemeinsames Langstreckenflugzeug entwickelt und gebaut werden. Unter dem Namen CR 929 wird es im Jahr 2025 auf den Markt kommen. Die Bauteile werden in Russland produziert und dann in China montiert. Der Projektumfang beträgt 11,8 Milliarden Euro. Vorgesehen ist desweiteren, gemeinsam Hubschrauber für den militärischen und zivilen Einsatz zu entwickeln und zu bauen. Anvisiert wird ein Fabrikat mit einer Reichweite von 630 Kilometern und einer Beförderungskapazität von 38 Tonnen Last. ++ (ru/mgn/11.11.17 – 316)

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