Christa Luft: DDR war nicht pleite

Saarbrücken/Berlin, 5. Dezember 2018 (ADN). Die DDR-Wirtschaftsministerin in der DDR-Regierung von Hans Modrow, Prof. Christa Luft, bestreitet den Bankrott der DDR im Jahr 1989.  Darüber informierte am Mittwoch die „Saarbrücker Zeitung“. Der ostdeutsche Staat hat nach Meinung von Luft alle Kredite bedienen können und hätte auch neue Darlehen bekommen. Luft bezifferte die damaligen Auslandsschulden des Landes auf zehn Milliarden Dollar.

Die Ursache des DDR-Zusammenbruchs ist nach Auffassung der ehemaligen Ministerin die überstürzte Währungsunion und die Politik der Treuhandanstalt gewesen. Sie habe „die größte Vernichtung von Produktiveigentum zu Friedenszeiten“ zu verantworten gehabt. Die Alternative sei eine teilweise Privatisierung der Kombinate gewesen. Außerdem hätten Grund und Boden in staatlicher Hand belassen werden müssen. ++ (dd/mgn/05.12.18 – 319)

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Marx’sche Retourkutsche aus China im Anmarsch

Trier, 17. Oktober 2016 (ADN). Eine wahrhaft besorgniserregende Retourkutsche des längst toten Karl Marx rollt auf dessen Geburtsstadt Trier aus dem chinesischen Riesenreich zu. Die dankbaren Kommunisten der Volksrepublik wollen nämlich der Stadt an der Mosel ein überdimensioniertes Denkmal des Erfinders der marxistischen Weltanschaung zu dessen 200. Geburtstag im Jahr 2018 schenken. Für die 6,3-Meter-Statue des Philosophen ist nun ein geigneter und würdiger Standort zu suchen und zu finden.

Die glorreiche und aus chinesischer Sicht veständliche Idee stößt allerdings auf ein äußerst negatives Echo im Trierer Stadtrat. Einem Bericht der „Saarbrücker Zeitung“ am Montag zufolge soll der SPD-Oberbürgermeister sogar über die Ablehnung des großzügigen Präsents „aus Rot-China“ nachdenken. Befürchtet wird „eine verherrlichende Statue im Stil des realistischen Sozialismus“. Das könnte Ängste bei den Bürgern von Trier auslösen. Allerdings reicht das Konfliktpotential weit darüber hinaus. Diplomatische Verwicklungen und wirtschaftliche Komplikationen im Verhältnis zu China dürften für den Fall entstehen, dass das Geschenk ausgeschlagen wird oder an einem wenig repräsentativen Platz aufgestellt wird. Das könnte nicht nur Trier, sondern die gesamte Bundesrepublik Deutscland erschüttern. Schließlich gehört China zu den größten Wirtschaftspartnern der deutschen Industrie und mit der Regierung in Peking wäre im Falle eines rüden Abwinkens gegenüber der großzügigen Gabe nicht zu spaßen. Außerdem käme die Bundesregierung angesichts ihrer permanenten Proklamation der allgemeinen Kunstfreiheit in Argumentationsnot, wenn der chinesischen Kunst ausgerechnet Deutschland Fesseln angelegt werden.  ++ (id/mgn/17.10.16 – 283)

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