Neue Instrumente gegen Insektensterben

Leipzig/Bonn, 17. November 2018 (ADN). Forschungsergebnisse von Biologen der Universitäten Leipzig und Bonn könnten Gravierendes zur gezielten Bekämpfung von Schädlingen und zum Erhalt der Biodiversität beitragen. Wie die Universität Leipzig am Freitag weiter mitteilt, haben die Entwicklungsbiologen der beiden Hochschulen die Taufliege (Drosophila melanogaster) als Modelltier für die Untersuchung von Insektengenen während der Entwicklung herangezogen. Wird bei den Fliegen das Gen Obstructor-A inaktiviert oder sogar eliminiert, bleiben die Larven klein. „Es findet kein Wachstum mehr statt, zudem wird der Chitinpanzer brüchig. Dies führt zur Austrocknung und zur Besiedlung durch Krankheitserreger, weshalb die Tiere schon frühzeitig sterben“, sagt Privatdozent Dr. Matthias Behr vom Institut für Biologie der Universität Leipzig. 

Die grundlegend neuen Erkenntnisse ermöglichen es, einerseits die Verbreitung von Schadinsekten zu kontrollieren und zu steuern, andererseits Nutzinsekten wie Honigbienen zu schonen. Damit steht dem Instrumentenkasten ein neues Werkzeug zur Verfügung, der im Oktober dieses Jahres auf dem 9. Nationalen Forum zur biologischen Vielfalt in Gestalt des „Aktionsprogramms Insektenschutz – Gemeinsam wirksam gegen das Insektensterben“ in Marsch gesetzt wurde. Was bislang gegen das Insektensterben getan wurde, ist alles andere als vorausschauend. Es reduzierte sich auf späte, oft zu späte Reaktionen derer, die an den Hebeln der Macht sitzen.  ++ 301)

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Eisenbahn diente Matrosen als revolutionärer Brandbeschleuniger

Kiel/Weimar, 3. November 2018 (ADN). Die Eisenbahn sorgte im November 1918 als Brandbeschleuniger der an deutschen Ostseehäfen und -städten ausgebrochenen Revolution. Die aufständischen Matrosen der Volksmarinedivision reisten von der Küste in kürzester Zeit in alle Himmelsrichtungen Deutschlands, entzündeten allerorten das Feuer der Erhebung und gründeten Arbeiter- und Soldatenräte. Dem folgt das Erinnerungs- und Veranstaltungskonzept, dessen Umsetzung am Sonnabend in Kiel mit einer Manifestation im Gedenken an den Ausbruch der Novemberrevolution auf den Schiffen der kaiserlichen Kriegsmarine ihren Anfang nahm. Die Ereignisse vom 3. bis 9. November 1918 werden in der Aktion „Die Revolution rollt“ nachgestellt, die der Verein Weimarer Republik mit Unterstützung des Bundesjustizministeriums, der Deutschen Bahn Station & Service AG und zahlreicher Partner vor Ort an 47 Bahnhöfen in ganz Deutschland organisiert. Am Auftakttag präsentieren sich im Norden gleichzeitig die Hauptbahnhöfe in Rostock, Schwerin und Wismar. Am Sonntag folgen Veranstaltungen in Meiningen, Eisenach und Gotha.

In einer Begleitbroschüre heißt es: „Der Funke der Revolution zündete zuerst an der Küste bei den Matrosen in Wilhelmhaven und Kiel. In wenigen Tagen sprang er auf alle Teile des Landes über – insbesondere durch die Eisenbahn. Die Revolutionäre reisen von Bahnhof zu Bahnhof, um den Sturz der alten Machthaber voranzutreiben“.++ (hi/mgn/03.11.18 – 287)

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