„Meininger“ zu Grabe getragen – Tod einer legendären Hypothekenbank

Meiningen/Frankfurt am Main, 18. Mai 2016 (ADN). Die „Meininger“ war jahrzehntelang der Inbegriff einer klassischen Hypothekenbank in der Finanzwelt. Zu Pfingsten wurde sie in aller Stille zu Grabe getragen und fuhr zum Fest der geistigen Erleuchtung gen Himmel. Nicht aus der kleinen südthüringischen Stadt Meiningen, in der ihr sagenhafter Aufstieg mit der Gründung am 13. Dezember 1862 als erste deutsche Hypothekenbank begann. Auch nicht in einer ihrer Zwischenstationen – Weimar, Bremen oder Hamburg – sondern in Frankfurt am Main. Unter dem Namen Eurohyp fristete sie seit 2005 ein Dasein auf der Pflegestation unter dem Dach der Commerzbank. Es war ein Tod auf Raten, schreibt am Mittwoch das „Handelsblatt“, das der fast 154 Jahre alten Bankdame im Mittelteil einen kleinen Beitrag widmet. Nur wenige andere Blätter verbreiten die Nachricht nur noch als Randnotiz.

Die Deutsche Hypothekenbank Meiningen hatte mit einer Lizenz des kunstbeflissenen Theaterherzogs von Sachsen-Meiningen, der auf dem Kultursektor seinen „Meiningern“ unauslöschlichen Ruhm auf Europas Theaterbühnen verschaffte, das Hypothekengeschäft auf den deutschen Territorien in Betrieb gesetzt und ihm zu ungeahnten Höhenflügen verholfen. Die Bank expandierte vor allem in der Agrarwirtschaft und in ländlichen Regionen – in den Anfangsjahren geradezu explosionsartig, aber dennoch stabil, seriös und akzeptiert. Preußen, Ungarn, Bayern, Baden und Lothringen gehörten zu den Schwerpunkten der „Meininger“ Banktätigkeit. Bekannte Finanzexperten wie Friedrich Eduard Oberländer, Rudoph Sulzbach und Ludwig Kirchner waren ihre personellen Aushängeschilder. Nun gehen die letzten beiden Vorstände Sascha Klaus und Dirk Wilhelm Schuh geradezu geräuschlos. Von einst 2.000 Mitarbeitern wickeln 100 übrig gebliebene im Auftrag der Commerzbank Restkredite von Gewerbeimmobilien ab. Nach zahlreichen vorausgegangenen Fusionen mit anderen Hypothekenbanken bildete sich 2002 die Eurohyp aus den Hypothekar-Sparten der Deutschen Bank, der Dresdner Bank und der Commerzbank. Letztlich kam die Commerzbank ins Schlingern, wurde vom Staat gerettet und musste für die Staatshilfe der EU-Kommission versprechen, die Eurohyp zu verkaufen. Als dies nicht gelang, einigten sich Brüssel und Frankfurt am Main auf die Abwickung des Instituts. Seit 2012 firmierte sie als Hypothekenbank Frankfurt. Diesen Namen trägt der Grabstein. Der Nachlass von 100.000 Verträgen zur Immobilienfinanzierung geht in die Bücher der Commerzbank über. Der Umzug dorthin trägt die Projektnamen „Fuchstanz“ und „Crest“. ++ (fi/mgn/18.05.16 – 132)

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Identitäres auf Kundgebung „Festung Europa“ gefordert

Dresden, 16. Mai 2016 (ADN). Die Erhaltung der Identität und des Identitären Europas wurde auf einer Kundgebung am Pfingstmontag in Dresden gefordert. Unter den Rednern unter anderen aus Polen, Dänemark, Frankreich und Australien , die unterschiedlichen Quellen zufolge vor 2.000 bis 3.000 Teilnehmern gesprochen haben, gehörte auch Pegida-Aktivistin Tatjana Festerling. Die Demonstranten riefen zu mehr echten Zusammenhalt, europäischem Gemeinschaftsssinn und kontinentalem Korpsgeist auf. Die massenhafte Zuwanderung nach Europa müsse beendet werden. ++ (pe/mgn/16.05.16 – 130)

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Verödete Geisterstädte in Sichtweite – 35 Prozent aller deutschen Bankfilialen verschwinden

München, 14. Mai 2016 (ADN). „Der Tante-Emma-Laden ist ein Fall für das Heimatmuseum. Sparkassen, Post und andere Dienstleistungseinrichtungen in kleinen und mittleren Städten Deutschlands folgen. Diese düsteren Aussichten begründet die „Süddeutsche Zeitung“ (SZ) in ihrer Pfingstausgabe umfassend. Allein in Bayern sei mit der Schließung von 220 der insgesamt 2.200 Sparkassen-Filialen zu rechnen. In ganz Deutschland stehe das Verschwinden von 35 Prozent aller Bankfilialen bevor.  Es gebe Warnzeichen dafür, dass nach US-amerikanischem Vorbild die deutschen Innenstädte nur noch für Straßenräuber ein lohnendes Ziel bieten. Die Verödung nehme unübersehbar zu. Ein Ende sei nicht absehbar. „Ein Wust von Vorschriften blockiert noch den letzten Metzger, der umbauen will; die Wlan-Versorgung ist schlechter als in Bangladesch“, befürchtet die SZ. ++ (ko/mgn/14.05.16 – 128)

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