Nach fünf Jahren Atomunfall Fukushima Anklage gegen Firmenchef

Tokio, 28. Februar 2016 (ADN). Fünf Jahre nach dem Atomunfall im japanischen Fukushima steht nun der Chef der Betreiberfirma Tsunehisa Katsumata vor Gericht. Mit seinen beiden Stellvertretern wird er wegen Totschlag und Körperverletzung angeklagt. Darüber berichtet am Wochenende die „Süddeutsche Zeitung“ (SZ). Ihre Taten, die zu der vorhersehbaren Katastrophe geführt haben, wären in wenigen Wochen verjährt gewesen. Erst vor wenigen Tagen hatte das Unternehmen Tepco zugegeben, bereits nach drei Tagen des gravierenden Unfalls gewusst zu haben, dass die Reaktorkerne geschmolzen waren. Gegenüber der Öffentlichkeit hatte das Energieunternehmen zwei Monate lang die Kernschmelzen geleugnet. Bis heute leben fast 100.000 Nuklearflüchtlinge in Notunterkünften. ++ (en/mgn/28.02.16 – 059)

http://www.adn46.wordpress.com, http://www.adn1946.wordpress.com, e-mail: adn1946@gmail.com, Redaktion: Matthias Günkel (mgn), adn-nachrichtenagentur, SMAD-Lizenz-Nr. 101 v. 10.10.46

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