Neue Erkenntnisse zur Artenvielfalt

Leipzig, 14. März 2019 (ADN). Die Artenvielfalt ist unter- und überirdisch nicht immer gleich. Zu diesem überraschenden Ergebnis ist ein internationales Forscherteam unter Leitung der Universität Leipzig und des Forschungszentrums iDiv gekommen.  Wie die Universität Leipzig am Donnerstag weiter mitteilte, fanden die Wissenschaftler heraus, dass auf etwa 30 Prozent der terrestrischen Oberfläche des Planeten Erde eine große Artenvielfalt an Flora, Fauna und Mikroben im Boden herrscht. Jedoch lebten über der Erde deutlich weniger Arten. Ein interessantes Ergebnis der umfangreichen Untersuchungen zur Biodiversität lieferten beispielsweise Permafrostböden und andere Bodentypen nördlicher Gefilde wie in Sibirien, die unterirdisch sehr artenreich sind, oberirdisch jedoch nicht. Sie seien von Klimaveränderungen besonders stark betroffen. „Wenn gefrorene Böden plötzlich auftauen, finden dort dramatische Veränderungen statt. In diesen Böden ist viel Kohlenstoff gespeichert, der durch das Auftauen freigesetzt wird“, sagt Prof Nico Eisenhauer von der Universität Leipzig.

An dem Projekt waren neben Forschern der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, der Universität Bremen und des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ) Leipzig auch Fachleute aus Finnland, Frankreich, Schweden und anderen Ländern beteiligt. ++ (wt/mgn/14.03.19 – 073)

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Bei Schweden und Finnen galt DDR-Schulsystem als mustergültig

Berlin, 15. November 2018 (ADN). „An unserer Schule waren in den 80-er Jahren oft finnische und schwedische Delegationen zu Gast, die sich unser Schulsystem angeguckt haben und auf dieser Basis  ihr längeres gemeinsames Lernen entwickelt haben.“ So zitiert die „Berliner Zeitung “ am Mittwoch die Lehrerin Regina Kittler, die seit 1978 in der DDR und später in der Bundesrepublik Deutschland als Lehrerin tätig war.  Das DDR-Schulsystem habe mehr zur Chancengerechtigkeit beigetragen. Sie habe sich nach der Wende über das dreigliedrige Schulsytem aus Haupt-, Realschule und Gymnasium gewundert, das damals auch in Ostberlin umgehend eingeführt wurde. Da seien die Schüler sehr früh getrennt und aufgeteilt worden. Erst 20 Jahre später habe die Schulreform das Ende der Hauptschule gebracht. 

Der Lehrerausbildung in der DDR kann Kittler auch jetzt noch viel abgewinnen. Sie lobt Methodikausbildung und Praxisnähe. Es gab Partnerschulen, wo man sich von Studienbeginn an ausprobieren konnte. Bei einer festen Lehrerin konnte die junge Studentin hospitieren und wurde gut betreut von einer Seminargruppenleiterin. Lehrer machten sogar Hausbesuche.

In der DDR gab es überall die gleichen Schulbücher und die gleichen Lehrpläne. Ob Schulgang in Rostock, Berlin oder Erfurt , alles war zeitlich aufeinander abgestimmt. Sämtliche wichtigen Prüfungen waren zentral. Das schuf einen gemeinsamen Wissenskanon und gewisse Verlässlichkeit. Es habe nicht nur einen ideologischen Auftrag gegeben, sondern auch den, ein Fundament an Allgemeinwissen bei den Schülern anzulegen. Die allgemeinbildende Schule war von der Wissensvermittlung her in der DDR besser, meint Kittler. Die Absolventen der 10. Klasse und der Abiturklassen seien mit einem breiteren Wissen ausgestattet worden. Heute gehe es in erster Linie um Kompetenzen. Aber die seien ohne Basiswissen schwer zu erlangen.

Weitere Vorzüge des DDR-Bildungssystems werden genannt und erläutert. Dazu zählt die Polytechnische Ausbildung, also die Praxis- und Berufsorientierung. Auch eine gezielte Eliten-Förderung gab es, beispielsweise in den Naturwissenschaften und in der Mathematik. ++ (bi/mgn/15.11.18 – 299)

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