Steinmeier zum 70. dpa-Jahrestag

Berlin, 1. Juli 2019 (ADN). „Die Pflege der objektiven Nachricht und die Unabhängigkeit von jeder staatlichen, parteipolitischen und wirtschaftlichen Interessengruppe werden das Merkmal der Agentur sein“. Diesen Satz aus den Gründungsdokumenten der Deutschen Presse-Agentur (dpa) zitierte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier am Montag in Berlin anläßlich des 70. Jubiläums der Nachrichtenagentur. Die Gründung der Deutschen Presse-Agentur habe einen Bruch mit der Vergangenheit und einen radikalen Neuanfang bedeutet. Zum Zeitpunkt des Entstehens der dpa, die ihre Tätigkeit am 1. September 1949 aufgenommen hatte, sei ein Versprechen auf objektive und unabhängige Nachrichtenübermittlung abgegeben worden, das wie die Pressefreiheit selbst zu den Gründungsversprechen der Bundesrepublik Deutschland gehört. ++ (hn/mgn/01.07.19 – 185)

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China bittet ausländische Diplomaten um Hilfe gegen Korruption – 100.000 Chinesen angeklagt

Peking/Moskau, 21. Januar 2017 (ADN). Chinesische Behörden haben die in Peking akkreditierten Diplomaten aufgerufen, die großangelegte nationale Antikorruptionskampagne zu unterstützen. Darüber berichtet der russische Auslandssender RT Deutsch am Sonnabend. Die Bitte sei nach Angaben der Nachrichtenagentur Xinhua vom Vize-Vorsitzenden der Disziplinarkontrollkommission der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh), Wu Yuliang, in einem Sonderbriefing vorgetragen worden. Dabei habe er Vertreter von 113 diplomatischen Missionen und internationalen Organisationen angesprochen.

Die KPCh hatte im Jahr 2012 eine beispiellose Antikorruptionskampagne eingeleitet. Seitdem konnten die chinesischen Behörden mehr als 120 korrupte Parteimitglieder und Beamte aufdecken. Sogar zwei Mitglieder des Ständigen Ausschusses des Politbüros als dem mächtigsten Gremium des Landes wurden überführt und zu lebenslanger Haft verurteilt. Insgesamt klagten die Staatsanwälte mehr als 100.000 Chinesen wegen Korruption an. ++ (kr/mgn/21.01.17 – 021)

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Deutschlands erste Nachrichtenagentur begeht 70. Gründungstag

Berlin/Wasungen/Leipzig, 10. Oktober 2016 (ADN). Die erste, nach dem Zweiten Weltkrieg entstandene deutsche Nachrichtenagentur begeht am Montag ihren 70. Jahrestag. Den Gründern des Allgemeinen Deutschen Nachrichtendienstes (ADN) wurde vor sieben Jahrzehnten im Sitz der ehemaligen Deutsch-Asiatischen Bank in der Mittelstraße des Berliner Stadtbezirks Mitte von den Repräsentanten der Sowjetischen Militätadministration (SMAD) im Beisein höchster Vertreter der US-amerikanischen, britischen und französischen Besatzungsmächte die dafür notwendige Lizenz überreicht.

Das in den 50er Jahren nach Gründung der DDR verstaatlichte und im Zuge der Ereignisse des Beitritts des zweiten deutschen Teilstaats in die Bundesrepublik Deutschland (BRD) unter dem Druck der Treuhandanstalt verzwergte und zu Unrecht verscherbelte Medieninstitut fristete in der Folgezeit ein Schattendasein. Schrittweise erholt es sich und gewinnt an Fahrt. ++ (me/mgn/10.10.16 – 276)

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EU finanziert neue libysche Nachrichtenagentur – Deutsche Welle trainiert Reporter

Brüssel, 19. November 2015 (ADN).  Eine neue, mit Mitteln der Europäischen Union (EU) finanzierte Nachrichtenagentur Libyens berichtet seit Oktober dieses Jahres aus dem nordafrikanischen Land. Die offizielle Eröffnung der Agentur hat am Donnerstag in Brüssel stattgefunden. Bei der Feier zum Start der Libyan Cloud News Agency (LCNA) sagte deren Leiter Tarek Abdul Salam Al Huni, dass künftig Kunden im In- und Ausland über das Leben in Libyen informiert werden sollen.  Für LCNA seien rund 100 Journalisten vor Ort im Einsatz. Deren Training hat, wie das Nachrichtenportal Quantara.de weiter berichtet, die Deutsche Welle Akademie übernommen. Deren Direktor Christian Gramsch begründet die Unterstützung mit den Worten: „Mit dieser sehr modernen Form einer Nachrichtenagentur unterstützen wir all diejenigen, die sich für den freien Zugang zu Information stark machen.“ Bislang seien diverse Informationskanäle reglementiert, besetzt oder zerstört worden. Es sei zu befürchten, dass totalitäre Herrscher, Diktatoren und religiöse Fundamentalisten den medialen Raum ausfüllen.

Laut Qantara.de, das seinerseits seit dem Jahr 2003 vom bundesdeutschen Außenministerium alimentiert und finanziert wird, bleiben die in Libyen tätigen LCNA-Reporter anonym. Ihre Berichte werden durch eine außerhalb Libyens operierende Nachrichtenredaktion geprüft und dann in einem geschützten Raum freigegeben. Das geschehe auf einem externen Rechner, dem „Cloud“ der Nachrichtenagentur. Von dem speziellen System der Bericherstattung verspricht sich die libysche EU-Botschafterin Nataliya Apostolova, aus dem von innerstaatlichen Konflikten übersäten Land unabhängige, unzensierte und glaubwürdige Berichte zu bekommen. Mittels unabhängiger Medien könne die Lage in Libyen stabilisiert werden. ++ (me/mgn/19.11.15 – 314)

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9. November: Klittern und Fälschen von Geschichte durch Sprachspaltung

Berlin, 9. November 2015 (ADN). Wenn alljährlich am 9. November die Standard-Gedenkzeremonien zum Fall der Berliner Mauer zelebriert werden, gehört eine Rückschau auf diesen Tag vor 26 Jahren zum Pflichtprogramm.  Meist sind es inzwischen inflationär gezeigte, ausgelutschte Filmaufnahmen. Viel mehr Details sind in dem vergangenen Vierteljahrhundert nicht an die Öffentlichkeit gelangt als die Höhepunkte mit Günter Schabowskis auf der historischen Pressekonferenz gestammelten Sätzen, dem Sturm der Massen auf den Grenzübergang Bornholmer Straße und dem Tanz Verwegener auf der Mauer. 

Bis zum Erbrechen werden diese filmischen Episoden eingespielt, so als gebe es keine anderen Szenen und Dokumente. Natürlich gibt es solche Beweise, jedoch ist das Interesse daran mager bis inexistent. Es wächst sogar der Verdacht, dass wesentliche Informationen vorenthalten werden. Der einmal verbreitete Ablauf des geschichtsträchtigen Tages soll nicht modifiziert werden. Inzwischen ist die Ursprungsversion sogar in Stein gemeißelt. An der berühmten Bornholmer Brücke ist auf einer Bronzetafel zu lesen, dass sich dort die von der Nachrichtenagentur AP um 19.05 Uhr gesendete allererste Meldung über die Maueröffnung unterrichteten Rundfunk- und Fernsehzuschauer zum Sturm auf den „Eisernen Vorhang“ sammelten. Dass eine solche Meldung vom Fall der Berliner Mauer bereits sieben Minuten vorher um 18.58 Uhr von der DDR-Nachrichtenagentur ADN publiziert worden ist, wird einfach unterschlagen. So wird Geschichte geklittert und verfälscht. Der Autor der noch vor 19 Uhr verbreiteten ADN-Pressenachricht hat zwar über zweineinhalb Jahrzehnte versucht, die verzerrende Darstellung zu korrigieren. Allerdings wird die Annahme dieser Wahrheit schlicht und ergreifend verweigert. Oder das Korrekturangebot aus dem Osten ist einfach unverständlich und bis heute nicht kapiert worden, nämlich durch die vom Mauerbau verursachte und noch nicht überwundene Sprachspaltung, über die die Zeitung „Der Tagesspiegel“ am Montag ausführlich berichtet. Der Linguist Manfred W. Hellmann habe den sprachlichen Keil schon 1961 vorausgesagt. Die in Beton gegossene Spaltung habe letztlich dazu geführt, dass die Kluft zwischen privater und öffentlicher Sprache im Osten weit größer als im Westen sei. „Schon immer hatte man in der Bundesrepublik dem Regime drüben „Begriffsverdrehungen“ und „Moskauderwelsch“ vorgeworfen, schreibt die Berliner Tageszeitung. ++ (po/mgn/09.11.15 – 304)

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