Verteidigung in unverdaulichem Hieroglyhen-Kauderwelsch

Berlin, 17. Januar 2019 (ADN). Bundestagsabgeordnete der Partei Die Linke – darunter Tobias Pflüger – hatten ein Kleine Anfrage an die Bundesregierung gestellt und bekamen eine skandalumwitterte Antwort in unverdaulichem Bürokratie-Kauderwelsch. Und das auf unzumutbar langen 320 Seiten, die wohl auch der geduldigste Leser schon nach halber Lektüre weggelegt hätte. Vorsichtshalber trägt jede Seite des Textes die Randbemerkung „Vorabfassung – wird durch die durchlektorierte Version ersetzt“. Eine Verschlimmbesserung ist also noch zu befürchten.  Die kaum verständlichen Formulierungen stammen aus verteidigungspolitischen Kreisen des Regierungsapparates und lassen darauf schließen, dass das offensichtliche verbale Chaos in der Bundeswehr entweder Ursache oder Wirkung der ebenso wirren Verhältnisse in dieser Armee ist. Auf diese formalen Niederungen des Elaborats geht Tobias Pflüger in einem Interview mit einer Berliner Tageszeitung am Donnerstag noch nicht einmal ein, sondern konzentriert sich auf dessen Inhalt. Es geht um die von der Bundeswehr im Emsland in den heißen Sommerwochen im Moor bei Meppen durch Raketenbeschuss ausgelösten Brände.

Die Antwort der Bundesregierung folgt auch in ihren inhaltlichen Aussagen dem äußerst niedrigen Niveau ihrer hieroglyphischen Darstellungen. Pflügers Essenz lautet: „Scheint normal, dass es ab und zu brennt.“ Die Bundeswehr werde wohl weitermachen wie gehabt. Politische Konsequenzen nach dem Moorbrand durch den Raketenbeschuss seien nicht zu erwarten. „Der eigentliche Skandal an der Geschichte ist, dass aus diesem Fall keine Lehren gezogen werden. Kein Zivilist könnte sich einen solchen Umgang mit Brandgefahr leisten. Die Bundeswehr genießt offenbar Sonderrechte, die sie auch ausgiebig nutzt.“  ++ (mi/mgn/17.01.19 – 017)

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Spott ergießt sich über Bundeswehr

Leipzig, 24. September 2018 (ADN). Angesichts des von der Bundeswehr in Brand gesteckten Torffelder im Emsland ergießt sich mittlerweile galliger Spott über die Bundeswehr. Die „Süddeutsche Zeitung“ (SZ) schreibt dazu am Montag: „In Deutschland wurde die Bevölkerung gewarnt, angesichts der Brandgeafhr ja keine Kippe ins Gras zu werfen. Leider übersah die Bundeswehr, dass das auch für Hubschrauber und Raketen gelten könnte. Im Internet klingt die Reaktion noch biiterer: „Und mit der letzten noch funktionierenden Rakete schießen sie ein Morr in Brand“. 

Nachdenklich heißt es in einem SZ-Kommentar: „Es gibt mächtige Probleme in der Welt.  Klimawandel. Kriege. In deutschland zündet die Bundeswehr aus Versehen ein Morr an. Bedrückend.“ Auch behörden könnten Fehler machen, Aber dieser Moorbrand sei die Folge eines Verhaltens, das an Gleichgültigkeit grenzt. ++ (da/mgn/24.09.18 – 247)

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