Verkehr und Mobilität ungerecht organisiert

Berlin, 13. November 2018 (ADN). Wer arm ist, leidet auch mehr unter den nagativen Folgen des Verkehrs. Nicht nur die Risiken sind in der Gesellschaft ungleich verteilt, sondern auch die Möglichkeiten, mobil zu sein.  Zu dieser Schlussfolgerung kommen die beiden Verkehrsforscher Stephan Rammler und Oliver Schwedes in einer zu Wochenbeginn in Berlin veröffentlichten Kurzstudie der Friedrich-Ebert-Stiftung. „Auf dem Weg zur Arbeit sind es die SUVs der Reichen, die sich durch die Quartiere der Abgehängten schieben, die dann deren Emissionen einatmen“, stellen die Autoren fest. Bezahlbare Wohnungen befänden sich viel häufiger entlang vielbefahrener Magistralen mit schlechter Luftqualität, während die bürgerlichen Grundstücke und Eigentumswohnungen sich in der luftigen Höhe oder im Grünen befänden.

„Menschen mit geringem Einkommen und geringen Bildungsgraden haben oft schlechtere Chancen auf einen einfachen und für sie bezahlbaren Zugang zu Orten und Einrichtungen“, heißt es weiter in der Studie. Neue Verkehrskonzepte fehlten gerade dort, wo sie am meisten gebraucht werden – in den Randbezirken der Städte wie im ländlichen Raum. Nach den Worten von Oliver Schwedes betrifft die Gerechtigkeitslücke das untere Fünflel der Einkommensbezieher in Deutschland. ++ (vk/mgn/13.11.18 – 297)

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Fahrrad dominiert künftig urbane Mobilität

Stuttgart, 20. April 2018 (ADN). Das neue Magazin „Karl“ stimmt auf das Fahrrad als dominierendes Verkehrtsmittel im städtischen Verkehr ein. Das ausgerechnet im Stuttgarter Verlag Motor Presse vier Mal pro Jahr erscheinende Printmedium lässt keinen Zweifel, dass dem in erster Linie mit Muskelkraft  betriebenen Fahrzeug die Zukunft in den Städten gehört. Natürlich umfasst die künftige Fahrradwelt des städtischen Nahverkehrs auch andere Antriebsarten, beispielsweise per Elektromotor oder mit Solarkraft.

Es bleibt nicht bei der Fortbewegung von Personen zur Arbeit, im Dienst oder in der Freizeit auf zwei Rädern. Das neue Medium eröfnnet auch Kenntnisse, wie Lasten verschiedener Art mit dem Fahrrad von A nach B transportiert werden können. Und vor allem: die Zeitschrift „Karl“, die ihren Namen dem Erfinder des Zweirads Karl von Drais verdankt, soll eine neue Mobilitätswelle zum Modetrend adeln. Mit einer Auflage von 130.000 Exemplaren ist das ein sehr ambitioniertes Ziel. Ob es erreicht wird, darüber kann nur spekuliert werden. Denn die etablierte Konkurrenz ist gewaltig. Zahllose bereits etablierte Fahrrad-Publikationen könnten „Karl“ den Garaus machen. ++ (mo/mgn/20.04.18 – 110)

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