Knapp mehr als drei Millionen postsowjetische Migranten in Deutschland

Berlin, 16. März 2017 (ADN). „Fremd in der Heimat ?“ ist das Leitthema der aktuellen März-Ausgabe der Monatszeitschrift „Aus Politik und Zeitgeschichte“. So schreibt Prof. Jannis Panagiotidis, der an der Universität Osnabrück zur Migration und Integration der Russlanddeutschen forscht, über die Perspektiven der postsowjetischen Migranten auf eine heterogene „Diaspora“. Der Großteil der postsowjetischen Migranten habe die ehemalige UdSSR nicht als „Russen“ verlassen, sondern als Angehörige kulturell russifizierter ethnischer Minderheiten. 

Einen Migrationshintergrund der ehemaligen Sowjetunion haben in Deutschland nach dem Mikrozensus von 2015 etwas mehr als drei Millionen Einwohner. Davon sprechen schätzungsweise noch etwa zwei Millionen aktiv die russische Sprache. Zum Bildungsniveau dieser Bevölkerungsgruppe stellt der Historiker Panagiotidis fest: „Während die postsowjetischen Migranten insgesamt ein besseres formales Bildungsnivaeu mitbringen als die ‚einheimische‘ Bevölkerung, fällt auf, dass die Zuwanderer aus Kasachstan“ deutlich seltener Abitur oder Fachabitur haben als die beiden Vergleichgruppen, dafür um so häufiger das Äquvalent von Real- oder Hauptschulabschluss. Dass die Gesamtgruppe der postsowjetischen Migranten hier trotzdem so gut abschneidet, dürfte vor allem dem hohen Bildungsniveau der jüdischen Kontingentflüchtlinge geschuldet sein.“++ (vk/mgn/16.03.17 – 071)

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17 Prozent der 4,2 Millionen Selbstständigen haben ausländische Wurzeln

Berlin, 23. April 2016 (ADN). Während ausländische Selbständige noch in den 1970er und 1980er Jahren in Deutschland eine kaum wahrnehmbare Größe bildeten, ist ihre Zahl zwischen 1991 und 2014 um das Zweinhalbfache beziehungsweise um 147 Prozent gestiegen, die der deutschen Selbständigen „nur“ um 31 Prozent. Zu diesem Ergebnis kommt eine in der jüngsten Ausgabe des Printmediums „Aus Politik und Zeitgeschichte“ veröffentlichte Untersuchung, die den Mikrozensus und damit die bedeutendste amtliche Repräsentativstatistik zugrunde legt. Rechne man diejenigen mit deutschem Pass, aber Zuwanderungsgeschichte hinzu, dann haben 709.000 beziehungsweise 17 Prozent  der insgesamt 4,2  Millionen Selbständigen in Deutschland einen Migrationshintergrund. Das bedeute, dass jeder sechste unternehhmerisch Tätige in Deutschland ausländische Wurzeln hat. ++ (mi/mgn/23.04.16 – 113)

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