Unwirksame Medikamente gegen Erkältung

München, 8. Dezember 2017 (ADN). Nach Auffassung des Herausgebers des „arznei-telegramms“ Wolfgang Becker-Brüser sind die meisten Medikamente gegen Erkältung unwirksam. Manche schaden sogar. Das geht aus einer Sendung des Fernsehsenders „3sat“ vom Freitag hervor. Dirk Bäumel, Münchner Kräuterhändler, schwört auf Naturmittel. 

das „arznei-telegramm“ gehört zu einer Gruppe von Medizinpublikationen, die zur weltweiten Vereinigung der industrieunabhängigen Arzneimittelzeitschriften ISDB gehören. Dazu zählt das Zwei-Monatsmedium „Gute Pillen – Schlechte Pillen“. In seiner jüngsten Ausgabe schreibt es: „Studien zu neuen Arzneimitteln, die mit richtigen Patienten – und nicht im Labor – gemacht werden, sind extrem wichtig. Es ist jedoch längst erwiesen, dass solche klinischen Studien günstiger für das untersuchte Präparat ausfallen, wenn sie von der pharmazeutischen Industrie gesponsert sind, und eben nicht Pharma-unabhängig durchgeführt werden.“ ++ (mz/mgn/08.12.17 – 344)

http://www.adn46.wordpress.com, http://www.adn1946.wordpress.com, e-mail: adn1946@gmail.com, Redaktion: Matthias Günkel (mgn), adn-nachrichtenagentur, SMAD-Lizenz-Nr. 101 v. 10.10.46

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Hoffnungsvolle Forschung im Kampf gegen Leukämie

Leipzig, 28. Dezember 2016 (ADN). Einen neuen und hoffnungsvollen Ansatz zur Behandlung akuter Leukämien hat Dr. Daniela Bräuer-Hofmann von der Medizinischen Fakultät der Universität Leipzig gefunden und erforscht. Wie die Pressestelle der Hochschule jetzt mitteilt, geht es darum, grundlegende Prozesse des Organismus zu verstehen und Krankheiten effektiver zu behandeln. Die Medizinforscherin wird nun neue Therapien gegen akute Leukämie entwickeln. Zu den bisherigen Behandlungsmethoden der eher seltenen Erkrankung gehören Chemotherapie und Stammzellentransplantation. Nach Angaben des Kompetenzzentrums Leukämien in Frankfurt am Main gibt es für die Krankheit, die noch vor mehr als 40 Jahren als unheilbar galt, heute Wege zur Heilung oder Linderung.

Bräuer-Hofmann arbeitet seit dem Jahr 2011 an dem Problem und wurde dafür in diesem Monat mit dem Jose-Carreras-Best-Paper-Award ausgezeichnet. Die akute Leukämie ist eine bösartige Erkrankung des Systems, bei der die Vermehrung und Erneuerung der Blutzellen außer Kontrolle gerät. Zellen teilen und vermehren sich ungebremst, ohne funktionstüchtige Blutkörperchen zu bilden. Ursache und Risikofaktoren der Erkrankung sind ionisierende Strahlung und bestimmte chemische Substanzen. Auch einige Medikamente, die selbst gegen Krebs eingesetzt werden, können akute Leukämie auslösen. Der Begriff Leukämie geht auf Rudolf Virchow zurück, der ihn im Jahr 1845 erstmals verwendete.  ++ (mz/mgn/28.12.16)

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Täglich 22 Selbstmorde von USA-Kriegsveteranen

Köln, 23. September 2016 (ADN). Täglich begehen im Durchschnitt 22 Kriegsveteranen des USA-Militärs Suizid, weil sie ihre brutalen Kriegserlebnisse nicht verabeiten können. Über eine Öffentlichkeitskampagne, die auf dieses ernsthafte Problem aufmerksam machen will, berichtet am Freitag das Morgen-Magazin (moma) der bundesdeutschen Fernsehanstalten ARD und ZDF aus Köln. Jeder Amerikaner wird ermuntert, täglich 22 Liegestütze im Namen der massenweise vor allem psychisch und auf Dauer geschädigten ehemaligen Militärangehörigen zu machen. Zu den ersten Teilnehmern der Internet-Initiative gehört Erin Douglas, deren zwei Brüder beim US-Militär sind und auch bereits Kriegseinsätze erlebten.

Der Bericht weist darauf hin, dass sich die offiziellen US-Behörden kaum oder gar nicht um die Opfer ihrer militanten Kriegspolitik kümmern. Mehrfache Anfragen der moma-Redaktion an die USA-Behörde für Kriegsveteranen blieben unbeantwortet. In dem Beitrag kommen direkt und indirekt Betroffene zu Wort. Den Ex-Soldaten David Thompson, der ein Jahr Militärdienst in Afghanistan leistete, speisten die zuständigen Ämtern mit Empfehlungen auf bestimmte Medikamente ab. Nun nimmt er Arzneien, um besser schlafen zu können, sich gegen Panik-Attacken zu wappnen und seine Stimmung aufzuhellen. Er hat Verständnis für die Selbstmörder. Für sich selbst sucht Thompson inneren Ausgleich auf dem Basketball-Platz, um die „Dämonen im Kopf wegzuschieben“.

Der Ehemann von Rachel Landon, der mit 17 Jahren in die Armee eintrat, mit 18 Jahren den Irak-Krieg mitmachte und mit 21 Jahren im Afghanistan-Konflikt eingesetzt war, hat sich im Rausch erschossen. Ihm waren vom Amt für Kriegsveteranen Atemübungen angeraten worden, um seine ernsten Beschwerden zu beheben, so die Witwe. ++ (mi/mgn/23.09.16 – 259)

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