Mehr als 400.000 EU-Bürger sterben vorzeitig an Luftverschmutzung

Kopenhagen, 8. September 2020 (ADN). Mehr als 400.000 Menschen in den Staaten der Europäischen Union (EU) sterben jedes Jahr vorzeitig an den Folgen der Luftverschmutzung. Zu diesem Ergebnis kommt ein Bericht der Europäischen Umweltagentur, der in der Nacht zum Dienstag in Kopenhagen veröffentlicht wurde. Allerdings habe die Zahl im Jahr 1990 noch bei einer Million gelegen.

Der Analyse haben Daten der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zugrunge gelegen, um den Einfluss der Umwelt auf die Gesundheit und das Wohlbefinden der Europäer messbar zu machen. Laut Bericht folgt der Luftverschmutzung als größter gesundheitlicher Umweltbedrohung folgt an zweiter Stelle der Lärm, der jährlich 12.000 Menschen im Bereich der EU vorzeitig das Leben kostet. Als weitere Negativfaktoren nennt der Report die Auswirkungen des Klimawandels wie Hitzewellen und Überschwemmungen sowie zu starken Antibiotika-Einsatz, zurückgehende Resistenzen gegenüber Krankheitserregern, verschmutztes Trinkwasser und chemische Verbindungen. Diese Einflüsse wirken der Untersuchung nach in städtischen Regionen besonders intensiv. Zudem sei ein vorzeitiger Tod durch solche Ursachen in Osteuropa erkennbar häufiger als in Westeuropa zu registrieren. Diese in den Morgenstunden auch vom Deutschlandfunk bis 7 Uhr am Morgen verbreitete Nachricht des Rundfunksenders über den Bericht der Europäischen Umweltagentur war ab neun Uhr nicht mehr zu hören. ++ (ge/mgn/08.09.20 – 278)

http://www.adn46.wordpress.com, http://www.adn1946.wordpress.com, e-mail: adn1946@gmail.com, Redaktion: Matthias Günkel (mgn), adn-nachrichtenagentur, SMAD-Lizenz-Nr. 101 vom 10.10.46

Deutschlands Wohlstand auf Niveau von 1990 gesunken

Düsseldorf/Heidelberg, 20. Juli 2018 (ADN). Wegen erhöhter Ungleichheit liegt der Wohlstand in Deutschland nur auf dem Niveau der 1990er Jahre. Das zeigt der „Nationale Wohlfahrtsindex 2018“, den ein Wissenschaftlerteam um Prof. Hans Diefenbacher vom Heidelberger Institut für interdisziplinäre Forschung (FEST) im Auftrag der Hans-Böckler-Stiftung aktualisiert hat. Das teilt die in Düsseldorf ansässige gewerkschaftsnahe Stiftung soeben mit.

Der alternative Wohlfahrtsindex (NWI) zeigt insgesamt ein differenzierteres Bild als das Bruttosozialprodukt (BIP). Der NWI erfasst auch die Wertschöpfung durch Hausarbeit und ehrenamtliche Tätigkeit sowie einen Teil der öffentlichen Ausgaben für Gesundheit und Bildung als wohlfahrtsstiftend. Von der Bilanz subtrahiert werden dagegen Aufwendungen zur Kompensation von Umweltbelastungen, Kosten für nicht erneuerbare Energieträger, Schäden durch Luftverschmutzung, Treibhausgase und Lärm.

Für den Zeitraum seit 1991 identifizierten die Forscher drei abgeschlossene Phasen der Wohlfahrtsentwicklung in Deutschland. Es handelt sich um die Zeitabschnitte 1991 bis 1999, 1999 bis 2005 und 2005 bis 2013. ++ (wi/mgn/20.07.18 – 182)

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