Marktversagen als Sündenbock der Politik

Frankfurt am Main, 29. Juli 2017 (ADN). Die bürokratische Staatswirtschaft hat schon zwei Schlüsselbranchen in Deutschland ruiniert: Die Energiewirtschaft, die es schon weiß, und die Kreditwirtschaft, die es erst ahnt. Nach dem Zerstörungswerk wendet sie sich jetzt der Autoindustrie zu, meint Markus Krull am Sonnabend in einem Beitrag des Portals http://www.tichyseinblick.de (TE). In keinen Begriff kondensiere sich der Instinkt der politischen Kaste eines Landes so bildhaft und massengebrauchstauglich wie in dem Wort „Marktversagen“. Das Marktversagen sei spätestens seit 2007 die Generalabsolution, die sich die Politik selbst erteilt, wenn sie Mist gebaut hat, also das „Ego me absolvo“ der Regelwutpfaffen. Sie ordnen dem Marktversagen alles zu: Finanzkrise, überhöhte Managergehälter, Verteilungs-„Gerechtigkeit“, Klimawandel. Abschließend labere immer jemand von Marktversagen,, obwohl klar ist, wo die Schuld liegt: nicht in den Märkten, sondern in bürokratischen Amtsstuben. Die Bürokraten und Politiker wissen es besser als der Markt. Man produziert Desaster in Serie.

„Von einer ‚Schuld‘ des Marktes kann überhaupt keine Rede sein. Vielmehr verhält es sich in Wahheit so, dass die vielzitierten Fälle eines angeblichen Versagens ihren tieferen Grund nicht in der Funktionsweise von Märkten haben, sondern in dem Herumgepfusche der Politik und Bürokratie in deren Räderwerk im Namen des vermeintlich Wahren, Schönen und Guten“, stellt der Autor klar. ++ (pl/mgn/29.07.17 – 211)

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Lizenzentzug von bislang 66 russischen Banken – DAX-Unternehmen sollen Deutsche Bank retten

Moskau/Frankfurt am Main, 8. Oktober 2016 (ADN). Während in der westlichen Finanzwelt erneut Banken nach dem staatlichen Rettungsseil rufen, müssen instabile Finanzinstitute im Osten – speziell in Russland – ihre Lizenz abgeben und sich externer Kontrollen unterziehen. Wie der jüngste wöchentlich erscheinende „Ostwirtschaftsreport“ berichtet, hat die russische Zentralbank Bank Rossii kürzlich drei weiteren Kreditinstituten die Geschäftstätigkeit auf diese Weise gestutzt. Dazu zählt die Moskauer Rosinterbank, die mit einer Bilanzsumme von umgerechnet 1,38 Milliarden Euro zu den 70 größten russischen Geschäftsbanken gehört. Die Lizenzentzüge werden u. a. mit Verstößen gegen Auflagen der Zentralbank, hochriskanten Finanzengeschäften und einer unzureichenden Eigenkapitalausstattung begründet. Die Agentur für Einlagensicherung ASV garantiert in Höhe von jeweils 1,4 Millionen Rubel pro Kunde.

Russlands Zentralbank hatte im vergangenen Jahr mehr als 90 russischen Kreditinstitute die Lizenz entzogen. Im laufenden Jahr wurden bislang 66 Geschäftsbanken der Weiterbetrieb untersagt. Angesichts der im Westen meist mit Staatsgeldern aus dem geschäftlichen Schlamassel gezogenen Finanzinstitute, testen nun erstmals eine alternative Rettungsvariante. Nach aktuellen Informationen des „Handelsblattes“ von diesem Wochenende soll der wankenden Deutschen Bank nun eine Gruppe von DAX-Wirtschaftsunternehmen unter die Arme greifen. ++ (fi/mgn/08.10.16 – 274)

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