Marshall-Inseln führen Kryptowährung als nationales Zahlungsmittel ein

Sydney/Berlin, 26. März 2018 (ADN). „Es ist ein weiterer Schritt zur Manifestierung unserer nationalen Freiheit“. Das sagte die Präsidentin des Kleinststaates Marshall-Inseln, Hilda Heine, hinsichtlich der Einführung der Kryptowährung namens Sovereign. Wie die Zeitung „Der Tagesspiegel“ am Montag weiter berichtet, sollen die Einnahmen aus dem digitalen Zahlungsmittel für Maßnahmen gegen den Klimawandel und nachhaltige Energieversorgung verwendet werden.

Nach Aussage von Heine handelt es sich um einen historischem Moment für das 70.000-Einwohner-Volk, das nun neben dem US-Dollar eine eigene Währung emittiert. der aus 1.200 Inseln im Pazifik bestehende Staat verkörpert zwar eine unabhängige Republik, ist jedoch mit den USA durch ein Assoziierungsabkommen verbunden. Der Dollar war bisher einziges Zahlungsmittel. Die USA missbrauchten die Territorien von 1946 bis 1958 als Testgelände zum Abwurf von Atombomben. 67 solcher Massenvernichtungsmittel wurden dort gezündet und sorgten für eine radioaktive Verseuchung, deren Folgen bis in die Gegenwart zu spüren sind. Krebserkrankungen, Tumore, Fehlgeburten und Missbildungen im Übermaß gehören zum Alltag auf der Inselgruppe zwischen Hawaii und Papua-Neuguinea. Die Marshall-Inseln sind damit neben Venezuela das zweite Land, das eine Kryptowährung zum nationalen Zahlungsmittel erklärt.  ++ (so/mgn/26.03.18 – 085)

http://www.adn46.wordpress.com, http://www.adn1946.wordpress.com, e-mail: adn1946@gmail.com, Redaktion: Matthias Günkel (mgn), adn-nachrichtenagentur, SMAD-lizenz-Nr. 101 v. 10.10.46

Werbeanzeigen

Studien in Argentinien belegen Krebsverdacht durch Glyphosat

Buenos Aires, 4. März 2017 (ADN). In Argentinien erstellte Studien weisen auf einen Zusammenhang zwischen dem Einsatz von Glyphosat und der Entstehung von Krebserkrankungen hin. Darüber berichtet das Nachrichtenportal amerika21.de am Sonnabend aus Buenos Aires. Verwiesen wird zudem auf eine Reportage im italienischen Fernsehen, in dem sich der Arzt Medardo Avila Vazquez äußert. „Als wir mit der Forschung begonnen haben, sind wir Menschen begegnet, die unter diversen Krankheiten litten. Das einzige, was sie gemeinsam haben, ist der Kontakt mit Agrochemikalien.

Außerdem belegt eine Studie des Direktors des „Istituto de Salud Socioambiental“ der Universität Rosario, Damian Verzenassi, die negativen Auswirkungen dieser Chemikalien, die von Flugzeugen über Anbauflächen versprüht werden.

In San Salvador, der Hauptstadt der nördlichen Provinz Jujuy, zeigte eine Untersuchung eine signifikante Zunahme an Krebserkrankungen seit 2010. Nach Angaben eines Arztes stirbt dort eine von zwei Personen an onkologischen Erkrankungen. Inzwischen gilt die Siedlung als Stadt des Krebses.

Das vom Saatgut- und Agrakonzern Monsanto entwickelte und hergestellte Glyphosat, das zur Unkrautbekämpfung eingesetzt wird, findet weltweit in Argentinien die häufigste Anwendung. In Europa herrscht derzeit eine harte Auseinandersetzung zwischen EU-Behörden und Glyphosatgegnern um ein Glyphosat-Verbot. Bauernlobbyisten und die Chemieindustrie wollen den Glyphosateinsatz nach wie vor beibehalten. ++ (lw/mgn/04.03.17 – 059)

http://www.adn46.wordpress.com, http://www.adn1946.wordpress.com, e-mail: adn1946@gmail.com, Redaktion: Matthias Günkel (mgn), adn-nachrichtenagentur, SMAD-Lizenz-Nr. 101 v. 10.10.46

Hoffnungsvolle Forschung im Kampf gegen Leukämie

Leipzig, 28. Dezember 2016 (ADN). Einen neuen und hoffnungsvollen Ansatz zur Behandlung akuter Leukämien hat Dr. Daniela Bräuer-Hofmann von der Medizinischen Fakultät der Universität Leipzig gefunden und erforscht. Wie die Pressestelle der Hochschule jetzt mitteilt, geht es darum, grundlegende Prozesse des Organismus zu verstehen und Krankheiten effektiver zu behandeln. Die Medizinforscherin wird nun neue Therapien gegen akute Leukämie entwickeln. Zu den bisherigen Behandlungsmethoden der eher seltenen Erkrankung gehören Chemotherapie und Stammzellentransplantation. Nach Angaben des Kompetenzzentrums Leukämien in Frankfurt am Main gibt es für die Krankheit, die noch vor mehr als 40 Jahren als unheilbar galt, heute Wege zur Heilung oder Linderung.

Bräuer-Hofmann arbeitet seit dem Jahr 2011 an dem Problem und wurde dafür in diesem Monat mit dem Jose-Carreras-Best-Paper-Award ausgezeichnet. Die akute Leukämie ist eine bösartige Erkrankung des Systems, bei der die Vermehrung und Erneuerung der Blutzellen außer Kontrolle gerät. Zellen teilen und vermehren sich ungebremst, ohne funktionstüchtige Blutkörperchen zu bilden. Ursache und Risikofaktoren der Erkrankung sind ionisierende Strahlung und bestimmte chemische Substanzen. Auch einige Medikamente, die selbst gegen Krebs eingesetzt werden, können akute Leukämie auslösen. Der Begriff Leukämie geht auf Rudolf Virchow zurück, der ihn im Jahr 1845 erstmals verwendete.  ++ (mz/mgn/28.12.16)

http://www.adn46.wordpress.com, http://www.adn1946.wordpress.com, e-mail: adn1946@gmail.com, Redaktion: Matthias Günkel (mgn), adn-nachrichtenagentur, SMAD-Lizenz-Nr. 101 v. 10.10.46

Jede dritte deutsche Schule mit PCB verseucht

Wiesbaden, 24. März 2016 (ADN). Polychloride Biphenyle (PCB) sind seit 1978 in Deutschland verboten. Denoch werden diese krebserregenden Stoffe bis heute massenweise bei Bauarbeiten in Kindergärten, Schulen und Universitäten eingesetzt. Darüber berichtete das ARD-Magazin Plusminus am Mittwochabend. Dem Direktor einer hessischen Grundschule, Manfred Krug, hat dieses permanent dem todbringenden Material Ausgesetztsein eine langwierige Krebserrkrankung beschert. Ebenso seinen männlichen Berufskollegen, von denen einige bereits verstorben sind. Täglich atmen Tausende Schüler, Studenten und Dozenten die gesundheitsgefährenden Ausdünstungen ein.

Die internationale Agentur für Krebsforschung hat PCB in die höchste Gefahrengruppe eingereiht. In der Bundesrepublik Deutschland (BRD) kamen bislang 24.000 Tonnen PCB zum Einsatz. In der Bausubstanz jeder dritten Schule befindet sich PCB. ++ (uw/mgn/24.03.16 – 084)

http://www.adn46.wordpress.com, http://www.adn1946.wordpress.com, e-mail: adn1946@gmail.com, Redaktion: Matthias Günkel (mgn), adn-nachrichtenagentur, SMAD-Lizenz-Nr. 101 v. 10.10.46

Streit um das Pestizid Glyphosat erreicht neuen Siedepunkt

Brüssel, 2. Dezember 2015 (ADN). Rund 100 Forscher äußern in einem offenen Brief an den für Gesundheit und Ernährung zuständigen EU-Kommissar Vytenis Andriukaitis schwere Kritik an der Risikoanalyse des Wirkstoffs Glyphosat. Das in der Landwirtschaft massenweise eingesetzte Pestizid war von der EU-Behörde Efsa und des Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) als ungefährlich eingestuft worden. Die Autoren des Protesschreibens dagegen halten Glyphosat für „wahrscheinlich krebserregend“. Zu den Unterzeichnern des Briefs gehören Prof. Xaver Baur von der Berliner Charite, Prof. Bruce C. Baguley von der Universität Auckland (Neuseeland) und die Toxikologin Hillary M. Carpenter aus Minnesota (USA).

Mit den auf diese Weise öffentlich gemachten Auffassungsunterschieden erreicht der Streit um das Pestizid einen neuen Siedepunkt. Dem BfR wird Intransparenz seiner Analyse vorgeworfen. Nach Meinung des Epidemologen Hajo Zeeb vom Leibniz-Institut Bremen erweckt die Behörde den Eindruck, grundsätzlich mehr zu wissen als alle anderen. Es handelt sich also auch um eine Auseinandersetzung zwischen Wissenschaftlern und Verwaltungen über die Deutungshohheit. Die Administration wird verdächtigt, Wirtschaftsinteressen nachzugeben. ++ (ge/mgn/02.12.15 – 327)

http://www.adn46.wordpress.com, http://www.adn1946.wordpress.com, e-mail: adn1946@gmail.com, Redaktion: Matthias Günkel (mgn), adn-nachrichtenagentur, SMAD-Lizenz-Nr. 101 v. 10.10.46