Mangelhafter Katastrophenschutz

Augsburg, 25. Juni 2018 (ADN). Für Extremfälle ist Deutschland noch nicht ausreichend gewappnet. Das räumte die Präsidentin des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), Gerda Hasselfeldt, in einem am Montag in der „Augsburger Allgemeinen“ veröffentlichten Interview auf die Frage nach der Vorbereitung auf Naturkatastrophen und große Terroranschläge ein. Außerdem gebe es inzwischen ganz neue Risiken wie beispielsweise Cyberangriffe auf Krankenhäuser oder Stromversorger.  Während des Kalten Krieges habe es über ganz Deutschland verteilt Lager für Medikamente, Betten oder Lebensmittel gegeben. Die seien dann Mitte der 90er Jahre aufgelöst worden, weil sie nicht mehr für notwendig erachtet wurden. Heute wisse man, dass unvorhergesehene Ereignisse wie Naturkatastrophen oder Epidemien eintreten können und dementsprechende Vorkehrungen zu treffen sind. Deshalb sollen nach den Worten von Hasselfeldt wieder zehn solcher Materiallager angelegt werden. Dass Mangel auf diesem Sektor herrscht, erwies sich auf dem Höhepunkt der Flüchtlingskrise. Weil der Markt in Europa leergefegt war, mussten Decken und Zelte sogar aus Kanada und den USA eingeflogen werden. ++ (zi/mgn/25.06.18 – 157)

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Japans Wetterbehörde prognostiziert für das Frühjahr überheißen Monat

Tokio/Bern, 26. März 2017 (ADN). Ein Monat des gerade begonnenen Frühjahrs wird besonders heiß und über dem Durchschnitt liegen. Das teilte der in der Schweiz herausgegebene Asienspiegel am Sonntag mit. Informationsquelle ist die janalische Wetterbehörde, die für jede der vier Jahreszeiten Prognosen herausgibt. Japans Bevölkerung leidet insbesondere in den Sommermonaten an enormer Hitze und die Krankenhäuser sind oft überfüllt mit Patienten, die einen Hitzschlag erlitten haben.

Vor fast zehr Jahren hatte der WWF in einer Studie vorausgesagt, dass Japan viel härter als andere Staaten vom Klimawandel betroffen ist. Die Durchschnittstemperaturen liegen wesentlich über dem Weltdurchschnitt. Besonders stark in Mitleidenschaft werden die Küstenregionen gezogen. Es regnet insgesamt weniger. Aber wenn, dann extrem heftig und stürmisch. ++ (26.03.17 – 062)

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Mammut-Differenzen der Sterbestatistik: Jährlich 40.000 oder 15.000 Tote durch Krankenhauskeime

Köln, 11. Januar 2017 (ADN). Während das Bundesgesundheitsministerium die Zahl der jährlich durch Krankenhaus-Keime verstorbenen Patienten auf 15.000 beziffert, liegt diese Zahl nach Schätzung der Deutschen Krankenhaus-Gesellschaft zwischen 30.000 bis 40.000. Deren Vizepräsident, Karl Popp, verweist am Mittwoch im Morgenfernsehen der ARD auf diese Mammutdifferenz in der Sterbestatistik. Abgesehen von der enormen statistischen Lücke in der administativen Wahrnehmung dieses substantiellen Mangels zeigt sich Popp darüber verwundert, dass seit 2011 das Vorhalten von Hygienepersonal in den Krankenhäusern gesetzlich vorgeschrieben ist, dies allerdings offensichtlich – auch in großen Häusern – nicht passiert. Jedes vierte deutsche Krankenhaus erfüllt nicht die vom Robert-Koch-Institut gesetzten Vorgaben. Spitzenreiter auf der Negativ-Skala sind die Bundesländer Bremen mit 43 Prozent, Thüringen mit 42 Prozent und Berlin mit 37 Prozent.

Die von der Redaktion des ARD-Magazins „plusminus“ und dem Recherchezentrum CORRECTIV aufgedeckten Miss-Stände erweisen sich als um so erstaunlicher angesichts des Tatbestandes, dass den Krankenhäusern aus den öffentlichen Kassen 460 Millionen Euro zum Beheben der Mängel bereit gestellt wurden. Mit dieser Geldmenge sollen die medizinischen Einrichtungen animiert werden, mehr Hygienepersonal einzustellen. ++ (gs/mgn/11.01.17 – 011)

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