77 Häuser von arabischer Großfamilie konfisziert

Berlin, 19. Juli 2018 (ADN). In einer spektakulären Aktion gegen eine mutmaßlich mafiös agierende arabische Großfamilie hat die Berliner Polizei 77 Häuser in der Hauptstadt beschlagnahmt. Die Staatsanwaltschaft Berlin teilte am Donnerstag Einzelheiten über die Aktion und die Ermittlungen mit, die sich gegen 16 Beschuldigte richten. Der Einsatz erfolgte an 13 Orten in Berlin und Brandenburg. Durchsucht wurden Wohnungen, Firmenräume und ein Notariat. Der Wert der umstrittenen Immobilien belaufe sich  auf rund neun Millionen Euro. Sie sind von den Tätern wohl mit aus Straftaten stammendem Geld erworben worden. Zum Beispiel sei ein 19jähriger aus dem Clan bei einer städtischen Wohnungsbaugesellschaft aufgetaucht und habe mit angeblich selbst erwirtschafteten 200.000 Euro  Immobilien im Süden von Berlin-Neukölln erworben.

Die Beamten haben die Einträge in den Grundbüchern ändern lassen, damit die bisherigen Eigentümer nicht mehr über die Immobilien verfügen können. Dutzende Männer des Clans sind polizeibekannt und leben überwiegend in Berlin-Neukölln. Zu den verfolgten Straftaten gehören ein Münzdiebstahl und ein Mord. Im Oktober erbeuteten die Täter fast zehn Millionen Euro bei einem Banküberfall in Berlin-Mariendorf. Dabei wurde ein Sparkassengebäude durch eine Explosion zerstört. 

Der ungewöhnliche Einsatz beruht auf einem neuen, vor einem Jahr in Kraft getretenen Gesetz zur Abschöpfung von Gewinnen aus Straftaten. Muster der Regelung ist eine Vorschrift in Italien. Dort müssen mutmaßliche Mafiosi nachweisen, woher sie ihr Vermögen haben. Nicht die Polizei muss belegen, ob Geld aus kriminellen Geschäften stammt. ++ (ju/mgn/19.07.18 – 181

http://www.adn46.wordpress.com, http://www.adn1946.wordpress.com, e-mail: adn1946@gmail.com, Redaktion: Matthias Günkel (mgn), adn-nachrichtenagentur, SMAD-Lizenz-Nr. 101 v. 10.10.46

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Staatliche Bibliotheken geben NS-Raubgut an Freimaurer-Loge zurück

Berlin/München/Leipzig, 27. Juli 2017 (ADN). Die in Berlin ansässige Große National-Mutterloge „Zu den drei Weltkugeln“ (GNML) hat am Donnerstag aus den Beständen von drei staatlichen Bibliotheken 80 vom NS-Regime geraubte Bücher zruückerhalten. Die Nationalsozialisten hatten 1933 die deutschen Freimaurerlogen aufgelöst und zwei Jahre später ihre Tätigkeit gänzlich verboten. Das Eigentum der Logen wurde konfisziert, wobei die Bibliotheken im Vordergrund standen. 

Die zurückgegebenen Bücher stammen aus der Bayrischen Staatsbibiliothek, der Universitätsbibliothek Leipzig sowie der Zentral- und Landesbibiliothek Berlin (ZLB). Die Bayrische Staatsbibliothek sucht seit 2003 und zunächst in Eigeninitiative nach NS-Raubgut in ihren Beständen. So erhielt 2007 das Thomas-Mann-Archiv Zürich 78 Bände aus der Bibliothek des Schriftstellers und Literaturnobelpreisträgers. Die ZLB ist seit zehn Jahren auf diesem Gebiet aktiv. Bisher konnten mehr als 600 Bücher an Institutionen und Erben von Privatpersonen zurückgegeben werden.

Die Universitätsbibliothek Leipzig hat mit Budgetmittteln des Bundesbeauftragten für Kultur und Medien in einem Projekt von 2009 bis 2011 systematisch nach unrechtmäßig erworbenen oder übernommenen Beständen aus der Zeit von 1933 bis 1973 gesucht. Dabei kamen rund 5.000 Bände in den Verdacht, NS-Raubgut zu sein. Viele Exemplare konnten an die ursprünglichen Eigentümer zurückgegeben werden. Die Erforschung der Provenienzen steht weiterhin auf dem ständigen Arbeitsprogramm der Leipziger Bibliothek. ++ (re/mgn/27.07.17 – 209)

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