Programmierter Klimawandel: Hochwasser „überfällt“ westdeutsche Regionen

Mainz/Düsseldorf, 15. Juli 2021 (190) Von programmiertem Klimawandel spricht ZDF-Moderator Claus Kleber am Donnerstagabend angesichts der Überschwemmungskatastrophe in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen. Bereits vor drei Jahrzehnten seien entsprechende Prognosen verkündet worden. Sie verhallten. Vorsorge wurde nicht getroffen. ++

Institut für Waldumbau vorgeschlagen

Jena, 1. März 2021 (ADN). Es wäre sinnvoll, ein virtuelles Institut für Waldumbau zu gründen. Das schlägt Dr. Henrik Hartmann vom Max-Planck-Institut für Biogeochemie Jena vor. Es sollte Arbeitsgruppen von verschiedenen Universitäten und Institutionen sowie weitere Experten zusammenbringen, um durch verantwortungsbewusste Forstwirtschaft einen aktiven Klima- und Umweltschutz zu gewährleisten.

Im Rundfunk erklärt Hartmann am Montag, dass der Klimawandel den europäischen Wald gefährdet. Die Wälder in Skandinavien und Südeuropa seien besonders empfindlich. Wassermangel und zu hohe Außentemperaturen führten zur Schwächung. Dürre und Schadinsekten trügen dazu in besonderem Maße bei. Das ergäben Satellittendaten, die in den vergangenen 40 Jahren ausgewertet worden sind. Sogar große alte Bäume litten unter Ressourcenmangel. Mit Hilfe des neuen Instituts muss nach Auffassung des Wissenschaftlers ermittelt werden, welche Bäume dem künftigen Klima gewachsen sind. Sägemühlen bräuchten bestimmte Holzsorten. Gleiches gelte für den Fortbestand der Fauna.

Wie Forstbehörden und Waldwirtschaft reagieren, teilt Horst Sproßmann, Kommunikationschef von ThüringenForst, umgehend mit. „Nach drei Jahren Dürre, Sturm- und Borkenkäferschäden hat sich die Zahl der Verjüngungsflächen und Kulturen im Privat-, Staats- und Kommunalwald massiv erhöht. Die dortigen Jungpflanzen sind aber die Lieblingsspeise des Rehwildes. Hohe Rehwildbestände stellen deshalb eine akute Bedrohung sowohl für die natürliche wie die gepflanzte Waldverjüngung dar.“ Aus diesem Grund hätten Sachsen, Sachsen-Anhalt, Niedersachsen, Hessen und nun auch Thüringen die Rehwildjagd von Mai auf April vorgezogen. ++ (wd/mgn/01.03.21 – 056)

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Frankreichs Bürgerkonvent: Klimaschutz per Referendum und Verfassung

Paris, 20. Januar 2021 (ADN). Frankreichs Umweltministerin Elisabeth Borne bestätigte jetzt in Paris, dass über die Aufnahme des Klimaschutzes in die französische Verfassung noch in diesem Jahr eine Volksabstimmung stattfindet. Das hatte der vor einem Jahr ins Leben gerufene Bürgerkonvent in zähen Gesprächen mit Präsident Emmanuel Macron durchgesetzt. Der Bürgerkonvent setzt sich aus 150 nach dem Zufallsprinzip ermittelten französischen Staatsangehörigen im Alter zwischen 18 und 80 Jahren zusammen. Dieses Gremium der Zivilgesellschaft war unter dem Druck der Gelbwestenbewegung auf Macron zustandekommen und arbeitsfähig geworden.

Bei dem Referendum soll über folgenden Verfassungszusatz in Artikel 1 entschieden werden: „Frankreich unterstützt den Erhalt der Umwelt und der Artenvielfalt und bekämpft den Klimawandel“. Unter Juristen stößt das Vorhaben auf ein unterschiedliches Echo. Einige Rechtsexperten halten es für überflüssig, weil es in Frankreich bereits seit dem Jahr 2004 eine Umweltcharta gibt, die Verfassungsrang hat. Auch im Spektrum der politischen Parteien gibt es Vorbehalte und Ressentiments. Der Vorwurf lautet, Macron instrumentalisiere den Klimaschutz. ++ (kl/mgn/20.01.21 – 020)

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Pariser Klimaabkommen gewürdigt

Wuppertal/Berlin, 11. Dezember 2020 (ADN). Die internationale Fair-Trade-Bewegung fordert die Staaten auf, ihren Verpflichtungen nachzukommen und faire globale Lieferketten zugunsten der Klimagerechtigkeit aufzubauen. Dazu wurde am Freitag in Berlin eine Erklärung „Keine Klimagerechtigeit ohne Handelsgerechtigkeit“ unterzeichnet. Dies teilt das Forum Fairer Handel anlässlich des fünfjährigen Jubiläums des Pariser Klimaabkommens mit. Sowohl die Klima- als auch die Covid-19-Krise seien Symptome eines gemeinsamen Grundübels. Sie zeigten die Zusammenhänge zwischen globalem Wirtschaftsmodell und den großen Gesundheits- und Umweltkrisen auf. ++ (kl/mgn/11.12.20 – 370)

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Mehr als 400.000 EU-Bürger sterben vorzeitig an Luftverschmutzung

Kopenhagen, 8. September 2020 (ADN). Mehr als 400.000 Menschen in den Staaten der Europäischen Union (EU) sterben jedes Jahr vorzeitig an den Folgen der Luftverschmutzung. Zu diesem Ergebnis kommt ein Bericht der Europäischen Umweltagentur, der in der Nacht zum Dienstag in Kopenhagen veröffentlicht wurde. Allerdings habe die Zahl im Jahr 1990 noch bei einer Million gelegen.

Der Analyse haben Daten der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zugrunge gelegen, um den Einfluss der Umwelt auf die Gesundheit und das Wohlbefinden der Europäer messbar zu machen. Laut Bericht folgt der Luftverschmutzung als größter gesundheitlicher Umweltbedrohung folgt an zweiter Stelle der Lärm, der jährlich 12.000 Menschen im Bereich der EU vorzeitig das Leben kostet. Als weitere Negativfaktoren nennt der Report die Auswirkungen des Klimawandels wie Hitzewellen und Überschwemmungen sowie zu starken Antibiotika-Einsatz, zurückgehende Resistenzen gegenüber Krankheitserregern, verschmutztes Trinkwasser und chemische Verbindungen. Diese Einflüsse wirken der Untersuchung nach in städtischen Regionen besonders intensiv. Zudem sei ein vorzeitiger Tod durch solche Ursachen in Osteuropa erkennbar häufiger als in Westeuropa zu registrieren. Diese in den Morgenstunden auch vom Deutschlandfunk bis 7 Uhr am Morgen verbreitete Nachricht des Rundfunksenders über den Bericht der Europäischen Umweltagentur war ab neun Uhr nicht mehr zu hören. ++ (ge/mgn/08.09.20 – 278)

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Klimawandel fordert mehr heraus als Corona

Osnabrück/Bonn, 28. April 2020 (ADN). Der Klimawandel ist eine wesentlich größere Herausforderung als die Corona-Pandemie. Das stellt die „Neue Osnabrücker Zeitung“ (NOZ) am Dienstag angesichts der derzeit per Video stattfindenden Petersberg-Konferenz sfest. Deshalb müsse mit der gleichen Entschlossenheit gbezüglich der Erderwärmung ehandelt werden wie im Kampf gegen das Virus. ++ (116)

Wandernde Wälder

Erfurt, 26. April 2019 (ADN).  Wälder wandern mit einer Geschwindigkeit von etwa 100 Metern pro Jahr. Diese für den Laien überraschende Erkenntnis verbreitete am Freitag der Mediendienst der Anstalt öffentlichen Rechts (AöR) ThüringenForst aus Erfurt. Die Wanderung erfolge durch das Verbreiten von Samen und Früchten der Bäume. So können Wälder ihr angestammtes Verbreitungsgebiet verlassen. Mit den milderen Jahreszeiten, als Folge eines natürlichen Klimawandels, wanderte zum Beispiel die Birke, Kiefer oder Eiche aus eiszeitlichen Rückzugsräumen  im Süden langsam gen Norden. Diese natürlichen Klimaveränderungen hätten weitere Baumarten erfasst. So seien in Mitteldeutschland völlig neue Lebensräume  und eine nahezu flächenendeckende Waldbestockung entstanden. Bäume, die am Ende der Eiszeit nur im Mittelmeerraum heimisch waren, seien es auch heute 1.000 Kilometer weiter nördlich. Auch der Mensch griff und greift ein. So begannen die Römer vor ungefähr 2.000 Jahren, die Esskastanie und die Walnuss nach Deutschland zu bringen. ++ (nh/mgn/26.04.19 – 114)

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Bergmännischer Raubbau identisch mit Klimawandel – Erdbeben-Gedenkfeier in der Rhön

Völkershausen/Rhön,  16./17. März 2919 (ADN). Bei Gedenkveranstaltungen an das von Menschenhand in der Rhön durch die Kaliindustrie vor dreißig Jahren verursachte Erdbeben erinnerten sich die Einwohner der seinerzeit am stärksten betroffenen Gemeinde Völkerhausen der einzigartigen Katastrophe und deren dramatischer Folgen. Bei einem zentralen Gedenkgottesdienst forderte Ortsbürgermeister Stefan Schramm eindringlich, dass Bergbau nicht zu Raubbau führen dürfe. Vor dreißig Jahren seien bei dem Gebirgsschlag  binnen zwölf Sekunden 3.200 blankgeschälte Stützpfeiler unter Tage wie Streichhölzer zusammengeknickt und hätten ein Beben von 5,6 Punkten auf der Richter-Skala ausgelöst.  Ein solcher Raubbau an der Natur sei genauso bösartig wie der vom Menschen verursachte Klimawandel. Dieses historisch einschneidende Ereignis sei durchaus vergleichbar mit der im Herbst 1989 vonstatten gegangenen Friedlichen Revolution und dem am 11. September in New York gewaltsam zum Einsturz gebrachten Zwillings-Hochhäuser. ++ (nh/mgn/17.03.19 – 075)

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