Klimawandel im Bewusstsein der Menschen angekommen

Potsdam, 31. Dezember 2018 (ADN). Im Jahr 2018 sind die Emissionen weltweit gestiegen. Das haben die Menschen erkannt, sagte der Potsdamer Klimaforscher Hans-Joachim Schellnhuber am Montag im Interview mit dem Deutschlandfunk. Ein Bewusstseinswandel sei eingekehrt. Die vielen extremen Wetterereignisse auf der Nordhalbkugel in diesem Jahr hätten zu einer neuen Wahrnehmung der Gefahren durch den Klimawandel geführt. Es gebe „Konjunkturzyklen der Aufmerksamkeit und Besorgnis“. Das habe er in den vergangenen 30 Jahren festgestellt. „In diesem Jahr spüre ich, dass sich die Menschen große Sorgen machen, dass sie nicht mehren hinnehmen wollen, dass es weiter so wie bisher uns an den Rand unserer Zivilisation führen wird und dass wir den jungen Menschen schuldig sind, ihnen die Zukunft zu bewahren, statt sie ihnen zu stehlen.“ Nötig sei ein Ende der Kohleverstromung. Gleiches gelte für den Verbrennungsmotor und die industrielle Landwirtschaft.  ++ (kl/mgn/31.12.18 – 344)

http://www.adn46.wordpress.com, http://www.adn1946.wordpress.com, e-mail: adn1946@gmail.com, Redaktion: Matthias Günkel (mgn), adn-nachrichtenagentur, SMAD-Lizenz-Nr. 101 v. 10.10.46

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Destabilisierter Eispanzer Grönlands führt zu Anstieg des Meeresspiegels um 7 Meter

Potsdam, 3. April 2017 (ADN). „Der Meeresspiegel steigt immer weiter. Wir sind dabei, den grönländischen Eispanzer zu destabilisieren, der allein genug Eis enthält, um den globalen Meeresspiegel um sieben Meter anzuheben“. Das sagte der Klimaforscher und Ozeanograph Stefan Rahmstorf vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) in einem am Montag in der „Frankfurter Rundschau“ (FR) veröffentlichten Interview. Er bemerkte zudem, dass derzeit das akute Stadium eines vierten großen Korallensterbens im Gange ist. Um noch Teile der Korallenriffe der Welt retten zu können, müsse die Zwei-Grad-Zielgrenze deutlich unterschritten werden.

Nach den Worten des Klimaforschers ist es erschütternd und unverantwortlich, den anthropogenen Klimawandel zu leugnen. Das heiße, den Kopf vor wissenschaftlich gesicherten Tatsachen in den Sand zu stecken und kurzfristigen Lobby-Interessen offensichtlich Vorrang zu geben gegenüber den Interessen von Menschen. So geschehe es gegenwärtig in den USA. Rahmstorf befürchtet jedoch nicht, dass das auf andere Länder ansteckend wirken wird. ++ (kl/mgn/03.04.17 – 093)

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Flüchtlingsströme als Gradmesser des Klimawandels

Kiel, 1. Dezember 2015 (ADN). Eigentlich darf die Erderwärmung nicht mehr als 1, 5 Grad Celsius betragen. Selbst dann ist nicht garantiert, dass Grönlands Eisdecke nicht abschmilzt. Das erklärte am Montag der Kieler Klimaforscher  Mojib Latif gegenüber dem Deutschlandfunk in einem Interview. Seit dem Beginn der Industrialisierung um das Jahr 1850 herum zeige der Temperaturtrend eine eindeutige Richtung nach oben. Klimaveränderungen beeinflussen auch die Sicherheitsarchitektur wesentlich, so Latif. Flüchtlingsströme seien Folge von Klimaveränderungen. Zudem begünstige der Klimawandel eine weltweite Wirtschaftsrezession. ++ (kl/mgn/01.12.15 – 326)

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