Medien bevorzugen das Gewalt-Narkotikum bei Großdemonstrationen

Berlin/Hamburg, 8. Juli 2017 (ADN). Die Massenmedien privilegieren in ihrer Berichterstattung über Großdemonstrationen die Darstellung von Gewalt, körperlichen und verbalen Attacken. Anlass und Inhalt der Protestkundgebungen treten in den Hintergrund oder spielen gar keine Rolle. Diese und weitere Ergebnisse einer Untersuchung des Berliner Instituts für Protest- und Bewegungsforschung (ipb) bestätigten sich im Verlaufe des G-20-Gipfels in Hamburg. 

Bei einer Präsentation der Studie unmittelbar vor dem internationalen Hamburger Politiker-Treffen hatte das Institut seine Analyseergebnisse vorgestellt. Es waren sieben große Kundgebungen unter die Lupe genommen worden. Dazu zählten solche gegen den Irak-Krieg im Jahr 2013 und gegen das TTIP-Freihandelsabkommen 2015. Dass  – wie das Ende Juni abgeschlossene Forschungsprojekt „Großdemonstrationen in der Medienberichterstattung“ eindrücklich nachgewiesen hat – journalistische Vor-Ort-Berichte schwerpunktmäßig auf Krawall fixiert sind, dürfte sich auch in Zukunft nicht wesentlich ändern.

Das ipb ist eine noch sehr junge Wissenschaftseinrichtung, die sehr stark auf Kooperationen basiert. Zu den Partnern gehört das Institut für Demokratieforschung in Göttingen. Die Entstehung des ipb geht auf ein „Memorandum zur Gründung einer sozialwissenschaftlichen Einrichtung“ aus dem Jahr 2012 zurück. ++ (me/mgn/08.07.17 – 190)

http://www.adn46.wordpress.com, http://www.adn1946.wordpress.com, e-mail: adn1946@gmail.com, Redaktion: Matthias Günkel (mgn), adn-nachrichtenagentur, SMAD-Lizenz-Nr. 101 v. 10.10.46 

Verschwiegenheit allerorten amtlicherseits – Wechsel vom Finanzministerium an die BND-Spitze

Berlin, 7. Juli 2016 (ADN ).  Das Bekenntnis zu Reformen, Dialogbereitschaft und Offenheit darf zum Amtsantritt nicht fehlen. Diese Feststellung trifft das „Handelsblatt“ am Donnerstag angesichts der Arbeitsaufnahme des neuen Chefs des Bundesnachrichtendienstes (BND), Bruno Kahl.  Er wechselt vom Finanzministerium, wo er als Abteilungsleiter agierte, direkt an die Spitze des BND. Von einem Geheimdienst in den anderen, ist auf der Straße zu hören. Die Lehrjahre unter Wolfgang Schäuble waren offensichtlich erfolgreich. Verschwiegenheit ist sozusagen Amtspflicht. Das ist kein gutes Zeichen für die Zukunft und widerlegt das Antrittsbekenntnis unverzüglich.

Welche dramatischen Folgen das haben kann, zeigt sich gerade in Großbritannien. Eine Untersuchungskommission deckt auf, dass der schon vor 14 Jahren vom Zaun gebrochene Irak-Krieg jeglichen Anlasses entbehrte. Der verantwortliche Premier Tony Blair hat sich ihm blind in Treu und Glauben gegenüber den USA angeschlossen. ++((nd/mgn/07.07.16 – 182)

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