Bekenntnis der Bundesregierung gegen Zwangsarbeit

Genf, 20. Juni (ADN). Bundesarbeitsminister Hubertus Heil hat in Genf die Ratifikationsurkunde zum Protokoll 29 über Zwangsarbeit übergeben. Das Dokument aus den Urkundenbeständen der Bundesregierung wechselte am Rande der internationalen Arbeitskonferenz in das Archiv der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO), die in diesem Jahr ihr 100. Gründungsjubiläum als älteste Sonderorganisation der UNO begeht.

Damit erreicht das offizielle Bekenntnis der Bundesregierung gegen Zwangsarbeit erst mehr als 75 Jahre nach den Zwangsarbeits-Exzessen der Nationalsozialisten die internationale Staatengemeinschaft. Eine Begründung für diese enorme Verspätung konnte Heil nicht liefern. Sein Ministerium zitiert ihren Chef mit der Bemerkung, dass Deutschland mit der Ratifikation des ILO-Protokolls ein starkes Signal im Kampf gegen Zwangsarbeit und Menschenhandel setzt. ++ (so/mgn/20.06.19 – 174)

http://www.adn46.wordpress.com, http://www.adn1946.wordpress.com, e-mail: adn1946@gmail.com, Redaktion: Matthias Günkel (mgn), adn-nachrichtenagentur, SMAD-Lizenz-Nr. 101 v. 10.10.46

100jährige ILO kaum in Bewusstsein verankert

Berlin, 21. April 2019 (ADN).  Die im April vor 100 Jahren gegründete Internationale Arbeitsorganisation (ILO) ist ein Kind der Pariser Friedenskonferenz und des Versailler Vertrages. Ursprünglich war sie dem Völkerbund zugeordnet und ihr Ziel bestand darin, den Weltfrieden auf der Grundlage sozialer Gerechtigkeit zu sichern. Die seit 1946 in Genf ansässige und nunmehr zu den Vereinten Nationen gehörende Organisation erhielt 1969 den Friedensnobelpreis. Von den meisten Regierungen dieser Erde wird der ILO nicht der gebührende Respekt gezollt. Die Existenz, Wirkungsweise und Aufgabe der ILO ist nur geringfügig im Bewusstsein der Menschen verankert. ++ (sw/mgn/21.04.19 – 109)

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