Zu Weihnachten landen mehr Menschen in der Psychiatrie als üblich

Weinheim, 26. Dezember 2018 (ADN). „Was um uns herum passiert, stimmt nicht mit dem überein, womit Weihnachten assoziiert wird,  und schon gar nicht mit Stille.“ Das erklärt Prof. Peter Sedlmeier vom Institut für Psychologie der Technischen Universität Chemnitz in einem Interview mit der Monatszeitschrift „Psychologie heute“, das in deren Januar-Ausgabe veröffentlicht ist. Die aufgestülpte Besinnlichkeit tue vermutlich nicht gut. Die Zahl der Menschen, die in der Psychiatrie landen, steige in dieser Zeit sogar an.

Wer unbewältigte Geschichten mit sich herumträgt, hat ein Problem, weil sie in der Stille stärker ins Bewusstsein rücken, so Sedlmeier. Da helfe auch Meditation nicht weiter. Psychische Probleme sollten psychotherapeutisch bearbeitet werden. ++ (ps/mgn/26.12.18 – 339)

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15.000 Schritte am Tag optimieren die Gesundheit

La Paz, 6. November 2018 (ADN). Das gesündeste Volk der Erde ist in Bolivien zu finden. Die Tsimane leben im Regenwaldgebiet am Amazonas. Darüber berichtet das Magazin „American Journal of Clinical Nurition“ in seiner jüngsten Ausgabe. Wissenschaftlern sei aufgefallen, dass Herz-Kreislauferkrankungen bei den Tsimane so gut wie unbekannt sind. Deshalb untersuchte man die Ernährung der Indigenen in einem Langzeitprojekt. Zu den bisherigen Erkenntnissen zählt, dass sich dieses Volk keineswegs kalorienarm ernährt. Zum täglichen Programm mit wenig Fett gehören viel Eiweiß und viele komplexe Kohlehydrate. Dafür stehen Reis, Maniok, Bananen, Früchte und hin und wieder Fisch und Fleisch. Über allem rangiert viel körperliche Bewegung. Übersetz heißt das rund 15.000 Schritte täglich. ++ (mz/mgn/06.11.18 – 290)

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Forst und Sport schließen Kooperationsvertrag

Ilmenau, 7. September 2018 (ADN). Der Landessportbund (LSB) Thüringen und die Anstalt öffentlichen Rechts (AöR) ThüringenForst haben am Freitag in Ilmenau auf dem ersten „Thüringer Waldgipfel“ ein Kooperationsabkommen geschlossen. Den Vertrag unterzeichneten LSB-Hauptgeschäftsführer Rolf Beilschmidt und ThüringenForst-Vorstand Volker Gebhardt. Danach soll einersets gemeinsam für den Wald als Ort der Erholung und von Sportaktivitäten geworben werden. Anderseits sollen auf die Gesamtheit vielfältiger Nutzeransprüche und die oft genug kostenfrei für die Gesellschaft  erbrachten Leistungen der Waldeigentümer stärker in Bewusstsein der Öffentlichkeit gerückt werden. „Die oft gleichgerichteten, durchaus aber auch gegensätzlichen Interessenslagen benötigen einen stetigen politischen Bewertungs- und Abwägungsprozesss, um das einzigartige Natur-, Klima- wie auch Wirtschaftssystenm Wald nicht überzustrapazieren“, heißt es in einer aktuellen ThüringenForst-Presseinformation zum „Thüringer Waldgipfel“.Dazu gehörte auch eine hochkarätige forstpolitische Diskussionsveranstaltung mit 200 Teilnehmern.

Unter dem Begriff „Waldsprecher Thüringen“ haben sich rund 35 Organisationen aus dem gesamten Bundesland zusammengefunden, die den Wald in den öffentlichen Fokus rücken wollen. Neben Institutionen der Forst- und Holzbranche sind dies vor allem Akteure aus den Bereichen Sport, Gesundheitswesen, Bauen und Energie. ++ (wg/mgn/07.09.18 – 230)

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Wirtschaftswissenschaft kreiert Professur für Muttermilch-Ökonomik

Zürich, 24. Februar 2018 (ADN). Die Universität Zürich wird zu einem Zentrum der Muttermilch-Forschung. Wie die „Neue Zürcher Zeitung“ (NZZ) am Sonnabend weiter mitteilt, entsteht damit auf diesem Gebiet ein zweiter Lehrstuhl. Nach der im Sommer 2015 angekündigten Schaffung des weltweit ersten medizinischen Lehrstuhls in diesem Bereich folge nun eine zweite Professur an der wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät. Sie sei der „Ökonomik der Kinder- und Jugendentwicklung mit Schwerpunkt Stillen“ gewidmet. Die Finanzmittel für beide Professuren kämen von der in Zug ansässigen Familie-Larsson-Rosenquist-Stiftung. Die Dotation mit 20 Millionen Franken für den ersten und zehn Millionen Franken im zweiten Fall reiche aus, um die Stiftungsprofessuren 25 oder mehr Jahre aufrechtzuerhalten.

Noch vor einem Jahrzehnt wäre es undenkbar gewesen, eine solche Professur bei den Ökonomen anzusiedeln. „Damals hat man Fragestellungen im Umfeld von Muttermilch und Stillen noch auf reine Ernährungsfragen reduziert“, wird von der NZZ die Geschäftsführerin der Familie-Larsson-Rosenquist-Stiftung, Katharina Lichtner, zitiert. Jetzt sei jedoch die Zeit gekommen, um das Thema in seinen längerfristigen sozioökonomischen Dimensionen zu untersuchen. Nach Meinung von Rektor Michael Hengartner fügt sich das  neue Zentrum für Muttermilchforschung bestens in den bereits bestehenden Forschungsbereich Kindes- und Jugendentwicklung am Departement of Economics, dem Institut für Volkswirtschaftslehre, ein. Dort wird schon heute weltweit anerkannte Pionierarbeit geleistet, so Prof. Ernst Fehr, der als Aushängeschild dieses Bereichs angesehen wird. In der Öffentlichkeit domiere ein veraltetes Bild von Ökonomie. Heute reiche ihr Spektrum weit über klassische Probleme nach Handelsströmen oder Wechselkursen hinaus. Früher den Soziologen und Psychologen vorbehaltene Fragen würden inzwischen auch von Forscherteams der Ökonomen interdisziplinär untersucht. Wissenschaftliche Analysen zum Stillen zielten beispielsweise auf dessen Bestimmungsgründe verschiedener soziokultureller Umfelder in Entwicklungsländern ab. Dafür seien die Ökonomen mittlerweile die Spezialisten.

Mit den beiden Professuren entsteht in Zürich ein neuartiges Forschungscluster, das über die Universität hinausreicht. Das ist auch die Absicht der Stifter. Sie legen Wert darauf, ihr Engagement zu einem Netzwerk über die ganze Welt zu verflechten, das Strahlkraft auf Entscheidungsträger und Gesellschaften ausübt. ++ (wt/mgn/24.02.18 – 055)

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Künstliche Intelligenz macht dumm – Neue Branche gegen geistiges Verarmen im Entstehen

Düsseldorf, 28. Januar 2018 (ADN). Robotertechnik und künstliche Intelligenz verdummen zunehmend das Wirtschaftsleben. Das versucht Harold James,  Geschichtsprofessor an der Universität Princeton, in einem Gastbeitrag des „Handelsblattes“ am Wochenende zu erläutern. Bisher stehe im Vordergrund der Befürchtungen der immense Arbeitsplatzverlust. Jedoch seien die wahren, bislang wenig erörterten Folgen dieser Technologien viel alarmierender. Gefahr drohe durch einen evolutionären Wandel menschlicher Fähigkeiten, sondern auch dem Individuum selbst. Es existierten jede Menge Belege dafür, dass die Menschen den Rückzug aus geistig anspruchsvoller Tätigkeit und der damit in Verbindung stehende Müßiggang im Leben einer kollektiven Verdummung entgegengehen. Es habe sich längst wissenschaftlich erwiesen, dass es weder entspannend noch angenehm ist ist, wenn man nicht regelmäßig nachdenken muss. Es führe im Gegenteil tendenziell zu einer Verschlechterung der körperlichen und geistigen Gesundheit und der Lebensqualität. Genau wie die industrielle Revolution die meisten Menschen körperlich schwächer gemacht hat, werde die Revolution durch die künstliche Intelligenz kollektiv langweiliger machen. „Zusätzlich zu einer schlaffen Taille werden wir dann auch noch einen schlaffen Geist haben. Das Wirtschaftsleben wird verdummen. Schon heute erkunden die Notenbanken eindringlich neue Methoden, um das Anspruchsniveau ihrer Berichte  für eine geistig zunehmend schlichtere Öffentlichkeit abzusenken“, so James. Die Beschränktheit der Massen werde durch die Technologie noch angetrieben. Wie bei dem Kult um die körperliche Ertüchtigung, der sich bereits während der industriellen Revolution etablierte, entstehe vermutlich eine neue Branche für Intelligenztraining, um der geistigen Verarmung entgegenzuwirken. ++ (il/mgn/28.01.18 – 028)

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Politiker ohne Größenwahn sind selten – Heilungschance durch „Hofnarren“

Weinheim/Hamburg, 18. Januar 2018 (ADN). „Politiker ohne Größenwahn sind selten. Es ist abnormal, in der Politik keinen zu haben“. Das erklärte der Psychologe Theodor Itten in einem Interview mit der Monatszeitschrift „Psychologie heute“, das in der ersten Ausgabe dieses Jahres publiziert wurde. Die Frage sei nur, wie weit er ausgeprägt ist. Zu viele Politiker seien in ihrem Größenwahn verfangen und machten lediglich noch Symbolpolitik und Selbstabsicherung.

Der Arzt, der in St. Gallen und Hamburg praktiziert, gibt zu, lange gedacht zu haben, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel nicht  diesem Phänomen unterliegt. Doch jetzt sei er sich dessen nicht mehr sicher. „Seit sie qua ihres Amtes indirekt dazu aufgefordert hat, ihre Flüchtlingspolitik nicht kritisch infrage zu stellen, und behauptet hat, nichts falsch gemacht zu haben“, benennt Itten den Zeitpunkt seiner beginnenden Zweifel.

Zu der Frage, ob gegen die Neigung zum Größenwahn ein Kraut gewachsen ist, zitiert der Psychologe den berühmten Psychoanalytiker Otto Kernberg: „Wirklich antisoziale Persönlichkeiten können wir nicht behandeln. Das ist das Unheil.“ Itten beschreibt die krassen Folgen so: „Viele Manager und größenwahsinnige Politiker sammeln nur noch Abnicker um sich herum. Da ist überhaupt kein Korrektiv mehr da. Das verlockt die Person im Größenwahn, unbedingt weiterhin Glaubensgehorsam zu fordern. Persönlichkeitsgestörte größenwahnsinnige Personen strahlen eine zerstörerische Tatkraft und Handlungsbereitschaft aus, die die Personen in ihrem Umfeld meist mit zerstört.“ Es sei aus der Geschichte bekannt, dass größenwahnsinnige Psycho- und Soziopathen in ihrem Verfolgungswahn im Falle eines Scheiterns am liebsten alle um sich herum mit in den tödlichen Abgrund ziehen. Psychotherapie könne dem Betroffenen zumindest ein Stück weit helfen zu erkennen, wie tief ihre Lebenslüge ist und wie tief sie im Sumpf stecken. Insofern empfinde er sich desöfteren als der Hofnarr, der dem Wahnwitzigen als einziger wirklich sagen  kann und darf, wie es steht. ++ (ps/mgn/18.01.18 – 018)

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Unwirksame Medikamente gegen Erkältung

München, 8. Dezember 2017 (ADN). Nach Auffassung des Herausgebers des „arznei-telegramms“ Wolfgang Becker-Brüser sind die meisten Medikamente gegen Erkältung unwirksam. Manche schaden sogar. Das geht aus einer Sendung des Fernsehsenders „3sat“ vom Freitag hervor. Dirk Bäumel, Münchner Kräuterhändler, schwört auf Naturmittel. 

das „arznei-telegramm“ gehört zu einer Gruppe von Medizinpublikationen, die zur weltweiten Vereinigung der industrieunabhängigen Arzneimittelzeitschriften ISDB gehören. Dazu zählt das Zwei-Monatsmedium „Gute Pillen – Schlechte Pillen“. In seiner jüngsten Ausgabe schreibt es: „Studien zu neuen Arzneimitteln, die mit richtigen Patienten – und nicht im Labor – gemacht werden, sind extrem wichtig. Es ist jedoch längst erwiesen, dass solche klinischen Studien günstiger für das untersuchte Präparat ausfallen, wenn sie von der pharmazeutischen Industrie gesponsert sind, und eben nicht Pharma-unabhängig durchgeführt werden.“ ++ (mz/mgn/08.12.17 – 344)

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