Absturz der Mir-Raum-Station

Moskau/Baikonur, 23. März 2021 (ADN). ++ Vor genau 20 Jahren wurde die russische Raumstation MIR gezielt über dem Pazifik zum Absturz gebracht. Der 140 Tonnen schwere himmlische Flugkörper gilt als bisher erfolgreichstes Raumfahrtprojekt der Menschheit.

Einige Eckdaten des langfristigen Forschungsvorhabens nennt der bekannte Raumfahrtpublizist Gerhard Kowalski: Die Station wurde 105 Mal von bemannten Raumschiffen und Frachtern angesteuert. Es wurden 23.000 Expertimente und 78 Ausstiege in den freien Raum unternommen. Bisheriger Rekordhalter ist der Arzt Valeri Poljakow mit seinem Langzeitflug von 438 Tagen am Stück. ++ (rf/mgn/23.03.21 – 078)

http://www.adn46.wordpress.com, http://www.adn1946.wordpress.com, e-mail: adn1946@gmail.com, Redaktion: Matthias Günkel (mgn), adn-nachrichtenagentur, SMAD-Lizenz-Nr. 101 v. 10.10.46

Russlands Kosmonauten landen bald in Europa

Moskau, 13. Februar 2021 (ADN). Russlands Kosmonauten, die künftig mit den neuen bemannten Raumschiffen „Orjol“ in Wostoschny am Amur starten, landen nicht mehr im asiatischen Teil Russlands. Darüber berichtet das Portal des Raumfahrtjournalisten Gerhard Kowalski am Sonnabend aus Moskau unter Berufung auf Äußerungen von Alexej Bogomolow, Generalkonstrukteur des „Zentrums für die Nutzung der Objekte der kosmischen Bodenstruktur“ (ZENKI) gegenüber der Zeitung „Kosmodrome Russlands“. Es sei ein Landegebiet nahe der Regionalhauptstadt Orenburg festgelegt worden. Stadt und Region liegen etwa 1.250 Kilometer südöstlich von Moskau entfernt an der Grenze zu Kasachstan.

Der erste Test des Sojus-Nachfolgemodells ist für Ende 2023 vorgesehen. 2025 erfolgt der erste bemannte Flug. Trägerrakete ist das schwere Geschoss „Angara A-5“, für das derzeit in Wostoschtny eine Rampe entsteht. ++ (rf/mgn/13.02.21 – 044)

http://www.adn46.wordpress.com, http://www.adn1946.wordpress.com, Redaktion: Matthias Günkel (mgn), adn-nachrichtenagentur, SMAD-Lizenz-Nr. 101 v. 10.10.46

„Architekturführer Mond“ erschienen

Moskau/Berlin, 16. Juli 2019 (ADN). Rechtzeitig zum erfolgreichen Start der amerikanischen Mondmission „Apollo 11“ vor genau 50 Jahren und der nachfolgenden Landung unter dem Kommando von Neil Armstrong ist der „Architekturführer Mond“erschienen. Nach Ansicht des deutschen Raumfahrt- und Gagarin-Experten Gerhard Kowalski ist die Neuerscheinung „ein Juwel“ unter den zum Jubiläum massenhaft auftauchenden Publikationen. Autor Paul Meuser habe alle Artefakte zusammengestellt, die der Mensch seit der Landung der sowjetischen Mondsonde „Luna 2“ im Jahr 1959 auf den Erdtrabanten geschickt hat. Die Bandbreite der Objekte reiche in chronologischer Ordnung von den Mondprogrammen der Sowjetunion und der USA bis zu den gegenwärtigen Missionen Japans, Europa, Chinas, Indiens und Israels. Nach Angaben des Verlags fehlt jede Spur ideologischer Färbung. Anerkannte Experten aus Russland, USA und Indien bürgten dafür.

Kowalski zufolge ist der Beitrag von Alexander Gluschko, dem Sohn des legendären sowjetischen Raketen-Chefkonstrukteurs Walentin Gluschko (1908-1989), von besonderem Interesse. Darin werden selbst für Fachleute bislang unbekannte Details des seinerzeit streng geheimen bemannten UdSSR-Mondprogramms enthüllt. Die Pläne scheiterten beispielsweise an der Weigerung des oft mit Wernher von Braun verglichenen sowjetischen Raketen-Pioniers Sergej Kowaljow (1907-1966), die Mondrakete mit hochtoxischem Hydrazin zu betreiben. Kowaljows Nachfolger an der Spitze des sowjetischen Weltraum-Raketen-Konstruktion, Wassili Mischin (1917-2001) gelang es nicht, einen Alternativ-Kraftstoff einsatzfähig zu machen. ++ (fr/mgn/16.07.19 – 200)