Geschiedenen DDR-Frauen werden hingehalten

Magdeburg, 3. Juli 2019 (ADN). Die in der DDR-Zeit gedenen Ehefrauen werden von der Bundesregierung weiterhin im Regen stehen gelassen. Trotz Unterstützung u. a. durch die UNO wird eine gerechte Regelung für die Ex-Ehefrauen, die zu Unrecht deutlich weniger Rente bekommen, hinausgezögert. Die Bundesregierung findet immer neue Ausreden und wartet auf die „biologische Lösung“.

Die betroffenen ostdeutschen Frauen berufen sich nicht zuletzt auf das Grundgesetz, das ihnen Gleichbwerechtigung gegenüber Männern zusichert. Hoffnung setzen die Frauen weiterhin auf den UN-Ausschuss zur Frauenrechtskonvention. Das Gremium hatte von Deutschland gefordert, ein staatliches Entschädigungsmodell zu entwerfen.  ++ (vf/mgn/03.07.19 – 187)

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Das Kulturgut „Handschrift“ verfällt

Reutlingen, 23. Januar 2017 (ADN). Das Kulturgut „Handschrift“ ist vom Verfall bedroht. Schreiben auf Computer, Smartphones und anderen Geräten des digitalen Zeitalters lässt Handgeschriebenes verkümmern. Das beklagt die „Initiative Schreiben“ am Montag, dem „Nationaltag der Handschrift“. Der im Jahr 2014 in Reutlingen gegründete und ansässige Verein sieht damit die Ausdruckfähigkeit, die Kreativität und die Fähigkeit zum komlexen Denken des Menschen bedroht. Vereinsvorsitzende Stefanie Hanfstingl verweist auf eine Studie des Reutlinger Meinungsforschungsinstituts Pragma aus dem Jahr 2013, wonach diese negativen Trends jedoch allgemein beklagt werden. Insbesondere Frauen – und zwar 83 Prozent der befragten – machen sich Sorgen über den Niedergang des schönen Schreibens. Die geplante Abschaffung der Schreibschrift an den Schulen wird vom Schulpädagogen Michael Ritter im Mitteldeutschen Rundfunk (MDR) scharf kritisiert. Die menschliche Feinmotorik verkomme. Grund der Verkümmerung des schönen Schreibens sei die Überfrachtung des Lehrplans in den Schulen. Man gewöhne sich im digitalen Zeitalter an das Tippen im SMS-Stil.

Etwa 7, 5 Millionen Menschen gelten in Deutschland als sogenannte funktionale Analphabeten. ++ (ku/mgn/23.01.17 – 023)

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Diffamierung Andersdenkender in Mode gekommen

Zürich, 4. Mai 2016. „Während ‚Gutmensch‘ als Unwort gilt, wird die Mode, Andersdenkende  zu diffamieren, kaum hinterfragt.“ Das stellt Lucien Scherrer am Mittwoch in der „Neuen Zürcher Zeitung“ (NZZ) fest. Zu Unrecht, meint er und unternimmt dazu einen interessanten Versuch, dem Phänomen auf die Spur zu kommen. Im Falle Gutmensch stecke dahinter ein angeblich objektiver, wissenschaftlicher Begriff, den der Extremismus-Forscher Wilhelm Heitmeyer von der SPD-nahen Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) geprägt hat. Heitmeyer ist 1992 aus der SPD ausgetreten, weil er deren Asylpolitik für zu harherzig gehalten hat. Zwecks Identifizierung von Misanthropen habe er das Konzept der Gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit  (GMF) entwickelt. Dieses basiere auf der Theorie, dass eine schleichende Ökonomisierung der Gesellschaft zu einer Abwertung und Ausgrenzung von „sozial schwachen“ Gruppen führt, namentlich Asylsuchenden, Homosxuellen, Sinti und Roma, Juden, Muslimen, Behinderten, Armen und Frauen.

„In FES-Studien offenbaren sich nicht nur Antisemiten, Rassisten oder rechtsextreme Gewalttäter als Menschenfeinde, sondern  alle, welche die Meinung der Autoren nicht teilen, wonach traditionelle Rollenbilder menschenverachtend, Einwanderer per se eine Bereicherung oder Religionen genuin tolerant sind. Wer etwa dem Urteil, zustimmt, dass der Islam ‚eine Religion der Intoleranz‘ sei, ist ein Menschenfeind,“ schreibt Scherrer. Auch wenn der Gedanke für manche Leute unerträglich sein mag, seien es oft die vermeintlichen Menschenhasser, die für die Integration von Minderheiten sorgten, weil sie mit ihnen zusammenleben und -arbeiten, im Gegensatz zu Extremismusforschern und Parteifunktionären. ++ (ms/mgn/04.05.16 – 118)

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