Fairer Handel ein Renner in Deutschland

Berlin, 17. Juli 2018 (ADN). Immer mehr Menschen kaufen fair ein. In Deutschland ist fairer Handel zu einem Renner geworden. Wie das Forum Fairer Handel am Dienstag in Berlin auf seiner Jahrespressekonferenz mitteilt, setzt der Faire Handel mit fast 1,5 Milliarden Euro Umsatz und einem Plus von 13 Prozent seinen Wachstumsprozess fort. Nach den Worten der Forum-Vorstandsvorsitzenden Andrea Fütterer gilt es weiterhin, noch stärker gegen die Ursachen des ungerechten Welthandels zu wirken. Beispielsweise benötigten Kaffeebauern angesichts weiter sinkender realer Einkommen und wegen der Folgen des Klimawandels mehr Unterstützung. Das sei durch fairen Konsum und durch gesetzliche Regelungen möglich. Eine konkrete Möglichkeit dazu sieht das Forum in der steuerlichen Begünstigung des fair gehandelten Kaffees. Zudem forderte Fütterer: „Die Bundesregierung muss ihrer völkerrechtlichen Verpflichtung nachkommen und dafür sorgen, dass deutsche Unternehmen Menschenrechte entlang ihrer lieferketten durchsetzen.“ Dafür sei eine gründliche und nachvollziehbare Überprüfung des Nationalen Aktionsplans Wirtschaft und Menschenrechte zwingend notwendig. Dieser im Dezember 2016 verabschiedete Plan sieht vor, dass bis 2020 mindestens 50 Prozent aller in Deutschland ansässigen Unternehmen mit mehr als 500 Beschäftigten menschenrechtliche Sorgfaltspflichten in die Geschäftsstätigkeit ihrer Firmen integriert haben.   

Kaffee ist im Übrigen Spitzenreiter unter den Produkten im Fairen Handel mit 34, 3 Prozent am Gesamtumsatzes dieses Sektors. Gemessen am Gesamtabsatz von Röstkaffee in Deutschland liegt jedoch der Marktanteil von fair gehandeltem Kaffee nur bei 4,8 Prozent. ++ (el/mgn/17.07.18 – 179)

http://www.adn46.wordpress.com, http://www.adn1946.wordpress.com, e-mail: adn1946@gmail.com, Redaktion: Matthias Günkel (mgn), adn-nachrichtenagentur, SMAD-Lizenz-Nr. 101 v. 10.10.46

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Zukunftsvisionen für fairen Handel zur Bundestagswahl

Berlin/Mainz, 23. Februar 2017 (ADN). Mit Blick auf die Bundestagswahl formuliert die diesjährige Kampagne des Forums Fairer Handel und des Weltladen-Dachverbandes drei Zukunftsvisionen. Sie lauten einer am Dopnnerstag in Mainz und Berlin gleichzeitig veröffentlichten Pressemitteilung der beiden Organisationen zufolge: Faire Arbeitsbedingungen weltweit, Eeine bäuerliche, alle Menschen ernährende Landwirtschaft und menschenwürdiger Umgang mit allen.

Nach den Worten von Anna Hirt, Kampagnenreferentin beim Weltladen-Dachverband, geht es nicht um romantische Träumereien, sondern um Zukunftsbilder, denen in den nächsten vier Jahren mit konkretwen Maßnahmen näher zu kommen ist, falls der politische Wille vorhanden ist.

Vorgesehen ist, dass mehr als 400 Weltläden und Weltgruppen zum Weltladentag am 13. Mai Aktionen veranstalten. Dazu sollen insbesondere aufgestellte Bundestagskandidaten angesprochen und im Sinne der vorgenannten Visionen verpflichtet werden. ++ (fh/mgn/23.02.17 – 051)

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Erstmals wissenschaftliche Analyse zum fairen Handel in Deutschland

Berlin, 20. Januar 2017 (ADN). Der faire Handel hat bewirkt, dass immer mehr Verbraucher in Deutschland die Produktionsbedingungen in den Herkunftsländern bei der Kaufentscheidung berücksichtigen. Das ergibt sich aus einer Studie, die im Auftrag von TransFair, Engagement Global, Brot für die Welt, Forum Fairer Handel und Misereor in Auftrag gegeben und am Freitag zum Auftakt der Grünen Woche in Berlin vorgestellt worden ist. In der Untersuchung wird erstmals wissenschaftlich analysiert, ob und wie stark der faire Handel in den vergangenen 15 Jahren die deutsche Gesellschaft beeinflusst und verändert hat. Wie aus einer gemeinsamen Presse-Erklärung der fünf Auftraggeber-Organisationen hervorgeht, besteht die sichtbarste Veränderung in der deutlich vergrößerten Palette und Verfügbarkeit fair gehandelter Produkte. Diese seien heute nicht nur in Weltläden, sondern in fast jedem Supermarkt, vielen Fachgeschäften unmd in der Gastronomie erhältlich.

Dennoch gibt es Kritik. So habe es keine substantiellen Korrekturen der ordnungspolitischen Rahmenbedingungen gegeben. „Der faire Handel muss den gesellschaftlichen Schulterschluss mit gleichgesinnten zivilgesellschaftlichen Akteuren verstärken, um die politische Forderung der Bewegung nach einem gerechteren Welthandel voranzubringen,“ sagte Andreas Fütterer, Vorstansvorsitzender des Forums Fairer Handel.

Die Studie wurde vom CEval Institut Saarbrücken realisiert und von der Friederich-Ebert-Stiftung finanziell unterstützt. ++ (us/mgn/20.01.17 – 020)

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