Afghanistan wird immer gefährlicher

Kabul/Delhi, 14. September 2017 (ADN). Afghanistan wird immer gefährlicher. Das stellt die „Neue Zürcher Zeitung“ (NZZ) am Donnerstag fest. Hilfsorganisationen wie das Internationale Komitee des Roten Kreuzes (IKRK) fühlen sich immer stärker eingeschnürt und bedroht. Gleiches gilt für diverse diplomatische Vertretungen. Sie existieren eigentlich nur in kleinen stark bewehrten und bewachten Inseln. Diese zu verlassen, tun sie fast ausschließlich nur noch mit kugelsicheren Westen. „Wegen der Gefahr von Entführungen sind Überlandfahrten in den meisten Organisationen seit längerem verboten. Mittlerweile gelten auch die Städte als Risikogebiet,“ stellt die NZZ fest.

Auch die Medienberichterstattung leidet und ermattet.  Korrespondenten und andere Ausländer, die ohne große institutionelle Unterstützung in Kabul arbeiten, gibt es immer weniger. Auch große angelsächsische Medienhäuser decken das Land mittlerweile aus Islamabad oder Delhi ab. Von dort unternehmen sie Kurzreisen. Doch selbst das gestaltet sich zunehmend schwierig, weil es kaum noch sichere Hotels in der Stadt gibt. „Deutsche Polizisten, die Ausschaffungsflüge nach Afghanistan begleiten, sind gehalten, aus Sicherheitsgründen bis zum Rückflug das Flughafengelände nicht zu verlassen. Angesichts der heftigen Debatte um die Zulässigkeit von Ausschaffungen in der herrschenden Sicherheitslage entbehrt dies nicht einer gewissen Ironie,“ so die NZZ. ++ (ap/mgn/14.09.17 – 258)

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BER-Pressesprecher nach Satirikon gefeuert – Milliardengrab wird größer

Berlin, 11. April 2016 (ADN). Der skandalösen Baugeschichte des neuen Berliner Flughafens „Willy Brandt“ (BER) in Schönefeld ist ein neuer Mosaikstein hinzugefügt worden. Wie die Zeitung „Der Tagesspiegel“ am Montag berichtet, hat sich der zu Jahresbeginn neu ins Amt gekommene BER-Pressesprecher Daniel Abbou in ungewohnter, an Ironie grenzender Offenheit über die für 2017 vorgesehene Inbetriebnahme des Flugplatzes geäußert. „Aber wenn wir es nicht schaffen sollten, wäre die Eröffnung relativ zeitnah“, wird er zitiert. Verlässliche Aussagen könne dazu niemand machen. Der als gelungenes Satirikon einzustufende Satz „Glauben Sie mir, kein Politiker, kein Flughafendirektor und kein Mensch, der nicht medikamentenhängig ist, gibt Ihnen feste Garantien für diesen Flughafen“ dürfte dem Pressesprecher noch am gleichen Tag den im Rundfunk bekanntgegeben sofortigen Rausschmiss beschert haben. Zuvor hatte Abbou noch ergänzt, dass die Berliner und Brandenburger ein Recht darauf hätten zu sehen, wo ihre Milliarden versenkt worden sind. ++ (if/mgn/11.04.16 – 102)

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