Norwegens eigenwillige Energiewende

Oslo, 11. August 2018 (ADN). Norwegen als größter Exporteur Westeuropas von Erdöl und Erdgas legt sich ein nachhaltigeres Image zu. Das bilanziert die „Neue Zürcher Zeitung“ (NZZ) am Sonnabend. Die Umbennung des staatlich kontrollierten Erdölkonzerns Statoil ist nur ein äußerliches Signal. Das jetzt unter Equinor firmierende Unternehmen  will auch inhaltlich ökologisch glänzen und bis zum Jahr 2030 den Anteil seiner Gesamtinvestionen im Windsektor auf 25 Prozent hochschrauben. Das technologische Grundprinzip basiert deshalb nicht darauf, die Windräder konventionell fest im Meeresboden zu verankern, sondern – wie bei Ölplattformen – auf schwimmenden Fundamenten zu befestigen. Das erlaubt weitere Vorstöße in die offene See, wo die Winde regelmäßiger wehen.

Die zweite Säule der eigenwilligen Energiewende Norwegens findet im Erdgassektor statt. Dort soll in zunehmendem Maße Wasserstoff aus Erdgas gewonnen werden. Eine Voraussetzung dafür ist jedoch, das dabei entstehende Kohlendioxid zu isolieren, abzuscheiden, zu verflüssigen und neutral einzulagern. Bisher hat diese CCS-Technologie auf dem europäischen Kernkontinent viel Streit, Widerstand und Ablehnung gefunden. Auch die hohen Kosten haben für Negativurteile gesorgt. Aber die Norweger meinen nach langen Testläufen und Erprobungen  umweltverträgliche und kostengüstige Lösungen gefunden zu haben. Dabei sollen noch andere Wirtschaftsbereiche profitieren wie beispielsweise die Zemment- und Betonindustrie. ++ (en/mgn/11.08.18 – 203)

http://www.adn46.wordpress.com, http://www.adn1946.wordpress.com, e-mail: adn1946@gmail.com, Redaktion: Matthias Günkel (mgn), adn-nachrichtenagentur, SMAD-Lizenz-Nr. 101 v. 10.10.46

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Jeder EU-Bürger verbraucht 1,4 Kilogramm Kerzenwachs

Stuttgart, 24. Dezember 2017 (ADN). Mit 700.000 Tonnen Kerzenwachs jährlich erreichte die Europa-Produktion ein Rekordhoch. Das geht aus dem jüngsten Bericht des europäischen Verbandes ECA – European Candle Association – vom September 2017 hervor. Daraus ergibt sich ein Verbrauch pro EU-Bürger von 1,45 Kilogramm jährlich.

Die Qualität von Kerzen bestimmt sich in erster Linie nach der Brenndauer und dem Rohmaterial. Die am häufigsten verwendete Rohmasse ist Paraffin, das aus Erdöl hergestellt wird. Die Brenndauer beträgt pro Stunde sieben bis acht Gramm unabhängig vom Kerzendurchmesser. Bei dem aus Palmöl produzierten Stearin liegen diese Werte zwischen sechs und sieben Gramm. Häufig werden die beiden Ausgangsstoffe in den verschiedensten Relationen miteinander vermischt.  Allgemein beträgt der Stearinanteil vier bis fünf Prozent. Ausdrücklich als Stearinkerzen angebotene Ware muss einen Mindestgehalt von 90 Prozent dieses Stoffes enthalten. deshalb sind solche Produkte auch teurer.

Für das Recycling abgebrannter Kerzen und von Wachsresten gibt Nancy Langfeld aus der Kerzenwerkstatt der Fürstenwalder Samariteranstalten Ratschläge in der Weihnachtsausgabe der 2Märkischen Oderzeitung“ (MOZ): „Die Reste von Kerzen in Würfel zerkleinern und bei einer Temperatur von rund 80 Grad einschmelzen. Die flüssige Masse darf nicht kochen. Eventuelle Metallstücke und alten Docht entfernen. Die Masse kann dann in Gläser, Kuchenformen oder Vasen gegossen werden – den neuen Docht nicht vergessen. Wachs schrumpft beim Abkühlen. Dadurch lösen sich die so entstandenen gut aus dem Gefäß.“   

Kerzenmacher ist einer der ältesten Handwerksberufe. Sie haben sich im Jahr 1450 zu einer eigenen Zunft zusammengeschlossen. In der heutigen Zeit werden Kerzen sowohl in Manufakturen als auch in hochautomatisierter Fabrikation hergestellt. Die Produzenten waren bis 2008 im Verband Deutscher Kerzenhersteller organisiert. Die Vereinigung löste sich dann auf und ging im Januar 2009 im europäischen Verband ECA auf. ++ (ch/mgn/24.12.17 – 369)

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