Italiens Premier fordert für Europa direkte Demokratie und neuen Humanismus

Rom/Berlin, 21. März 2019 (ADN). Europa braucht einen neuen Humanismus. Der Mensch muss im Mittelpunkt der Handlungen stehen – mit all seinen unveräußerlichen Rechten, aber auch seinen Träumen und Ängsten. Das erklärte Italiens Ministerpräsident, Giuseppe Conte, in einem Essay der Donnerstag-Ausgabe der Zeitung „Die Welt“. Nötig sei ein ganzheitliches Projekt, das dem Menschen in seiner konkreten Existenz begegnet. „Um diesen neuen Humanismus realisieren zu können, sind Weitblick und Kreativität notwendig. Vor allem aber ist es unerlässlich, sich über die eigene Mission auf dieser Welt im Klaren zu sein. Dabei ist die Beziehung zwischen den europäischen Bürgern und den Institutionen entscheidend“, so Conte. Es dürfe nicht einer kleinen Elite die Macht überlassen werden, das Schicksal einer Nation oder eines ganzen Kontinents zu definieren. Der Aufbau eines tatsächlichen europäischen Volkes sei zu fördern. Um das ehrgeizige Projekt der Erschaffung eines europäischen „Demos“ mutig angehen zu können, müssten die Rolle und die Machtbefugnisse des Europäischen Parlaments gefestigt werden. Immerhin sei dies die einzige Institution, die direkt durch das Votum der Bürger legitimiert wird.

Der italienische Premierminister stellt fest: „Die politische Debatte hat in den letzten Jahren eine europäische Dimension eingenommen. Wir können also durchaus von einer öffentlichen Meinung Europas sprechen. Gerade deshalb sollten wir auch die Einführung von Institutionen der direkten Demokratie positiv sehen, ein essentieller Faktor, wenn es darum geht, die Bürger einzuubeziehen und intensiver daran zu beteiligen und so die Verbesserung der Demokratie innerhalb des europäischen Systems noch zu beschleunigen.“   ++ (eu/mgn/21.03.19 – 079)

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Frankreichs Anti-Terrorkampf provoziert Fortsetzung des Algerienkrieges

Zürich/Paris, 8. Januar 2016 (ADN). Gegen Masseneinwanderung und Masseneinbürgerung wettert der französische Schriftsteller Eric Zemmour. Darüber berichtet die „Neue Zürcher Zeitung“ am Freitag . Der Poet und Provokateur schimpfe über die „Entfranzösisierung“ Frankreichs, die in den Vorstädten schon weit fortgeschritten sei. Gemäß Zemmour stehe eine Fortsetzung des Algerienkrieges in Frankreich selbst bevor.

Schuld an den Miss-Ständen ist nach den Worten des Schriftstellers die Elite des Landes, die Frankreich schon seit 200 Jahren verrät und verkauft. Die „linke Intelligenzia“ sowie die gierigen Unternehmer und Kapitalisten frönten dem Multikulturalismus und steigerten mit billigen Arbeitskräften ihre Profite.  Insgesamt sehne sich Zemmour in ein vormodernes Frankreich zurück, in ein Frankreich vor der Homo-Ehe, vor der 68er Revolte, vor dem Kulturkampf und vor der Aufklärung. Er wünsche sich einen abgeschotteten Staat mit einer abgeschotteten Gesellschaft hinter hohen Schutzwällen. ++ (008)

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