Mehr Stromsperren in Deutschland

Bonn, 14. Dezember 2018 (ADN). Im vergangenen Jahr wurde rund 344.000 Haushalten in Deutschland zwangsweise der Strom abgestellt. Das sind etwa 14.000 Stromsperren mehr als im Jahr 2016. Mit 98.000 Stromsperren entfallen die meisten auf das Bundesland Nordrhein-Westfalen. Dies geht aus vorab bekannt gewordenen Informationen aus der ersten Entwurfsfassung des Monitoring-Berichtes der Bundesnetzagentur hervor, der in den nächsten Monaten veröffentlicht werden soll.

Angedroht wurden im Jahr 2017 sogar 4,8 Millionen Stromsperren. Wenn dies geschieht, ist sofortiges Handeln angesagt. Die Sperre selbst kostet ebenfalls Geld und erhöht den Zahlungsrückstand sowie die Notlage weiter.  Gleiches gilt bei der Abschaltung von Gas und Wärme. ++ (eg/mgn/14.12.18 – 328)

http://www.adn46.wordpress.com, http://www.adn1946.wordpress.com, e-mail: adn1946@gmail.com, Redaktion: Matthias Günkel (mgn), adn-nachrichtenagentur, SMAD-Lizenz-Nr. 101 v. 10.10.46

Werbeanzeigen

Zahl kostenloser Stromanschlüsse verfünffacht – Alle indischen Dörfer mit Elektrizität

Neu Delhi, 1. Mai 2018 (ADN). Sämtliche 600.000 Dörfer Indiens sind nun innerhalb des staatlichen Programms „Strom für alle“ an das Elektrizitätsnetz angeschlossen. Das teilt die indische Zeitung „Business Standard“ am Dienstag mit. Nach den Worten von Ministerpräsident Narendra Modi ist damit die erste Stufe des Konzepts abgeschlossen und die hundertprozentige Elektrifizierung auf dem Lande erreicht. In der letzten Runde seien die meisten der bis dahin noch nicht mit dem Stromnetz verbundenen Dörfer in den Bundesstaaten Odisha (3.474), Assam (2.892), Bihar (2.747) und Jharkhand (2.525) an die Elektrizitätsversorgung angeschlossen worden. Aufgrund unüberwindlicher Schwierigkeiten erhielten 2.762 Dörfer dezentrale und netzunabhängige Elektroversorgungsysteme.

Gewerkschaftsminister RK Singh ergänzte auf einer Pressekonferenz mit weiteren interessanten Detailinformationen. So habe sich die Anzahl der kostenlosen Stromanschlüsse für besonders bedürftige und prekäre Haushalte im Zeitraum 2017/18 verfünffacht. Die Ausgaben für die ländliche Elektrifizierung hatten sich mit 248,9 Milliarden Rupien im Zeitraum 2017/18 im Vergleich zu 2014/15 (108,7 Milliarden Rupien) mehr als verdoppelt. ++ (da/mgn/01.05.18 – 121)

http://www.adn46.wordpress.com, http://www.adn1946.wordpress.com, e-mail: adn1946@gmail.com, Redaktion: Matthias Günkel (mgn), adn-nachrichtenagentur, SMAD-lizenz-Nr. 101 v. 10.10.46

Ein Drittel von Frankreichs Kernreaktoren außer Betrieb – Auffälliges Schweigen der Medien

Zürich/Paris, 26. November 2016 (ADN). Ein Drittel der französischen Kernkraftwerke ist gegenwärtig nicht am Netz und produziert keinen Strom. Es handelt sich um 21 von 58 Nuklearreaktoren. Darüber berichtet die Schweizer Wochenzeitung „Zeit-Fragen“ in ihrer jüngsten Ausgabe. Im Normalfall gingen Kernkraftwerke einmal pro Jahr  vom Netz für Wartungsarbeiten, zum Austausch von Brennstäben und für Nachrüstungen. Die jetzigen Abschaltungen seien nicht geplant, sondern von der Autorite de surete nucleaire (ASN) als präventive Maßnahme zum Schutz der Bevölkerung angeordnet. Einige Anlagen seien direkt per Dekret außer Betrieb gesetzt worden. Bei gerade in Wartung befindlichen Anlagen werden zusätzliche Überprüfungen vorgenommen, die die Stillegung um Monate verlängert.

Rückblickend produziert Frankreichs Atomindustrie so wenig Strom wie seit 18 Jahren nicht mehr. Im französischen Kraftwerksneubau von Flamanville wurden in bereits installierten Teilen des Reaktordruckbehälters Anomalien in den verwendeten Stählen gefunden. „Die notwendige Bruchzähigkeit der Materialien wird nicht erreicht. Leckagen und freiwerdende Radioaktivität im Reaktorbetrieb sind nicht auszuschließen“, schreibt Autor Dr.-Ing. Ernst Pauli. Die ASN habe klare Konsequenzen aus diesen Erkenntnissen gezogen. Er ziehe den Hut vor den Beamten und Ingenieuren, die schmerzliche, aber klare Schlüsse aus dem bis jetzt Bekannten gezogen haben. „Sie haben eine grosse Zahl von möglicherweise nicht sicheren Kernkraftwerken vom Netz genommen und haben umfangreiche Untersuchungen angeordnet.“

Angesichts der beachtlichen Mängel bleibt es in der Öffentlichkeit bemerkenswert still. „Es finden sich keine Meldungen zu diesem Thema in den Main-Stream-Medien, und selbst ein eifriger mit dem Thema Kernkraft beschäftigter Internet-Rechercheur findet entsprechende Seiten und Mitteilungen nur zufällig“, heißt es in dem Bericht. Die neue Situation in Frankreich weise darauf hin, dass, die oft angeführten Sicherheitsnachweise für die Keernkraftwerke einmal mehr Makulatur sind. Nach 30, 40 oder mehr Jahren entdecke man plötzlich Materialfehler, Qualitätsmängel und Manipulationen. ++ (ga/mgn/26.11.16 – 323)

http://www.adn46.wordpress.com, http://www.adn1946.wordpress.com, e-mail: adn1946@gmail.com, Redaktion: Matthias Günkel (mgn), adn-nachrichtenagentur, SMAD-Lizenz-Nr. 101 v. 10.10.46

Mit „Guerilla-Phtovoltaik“ gegen Energiemonopole – Beste Chancen für Eigenversorgung mit Elektrizität

Elsterwerda/Bonn, 13. Juli 2016 (ADN). Die Eigenversorgung mit elektrischem Strom dürfte in den nächsten Monaten und Jahren steil ansteigen und damit der stockenden Energiewende einen unerwarteten Erfolg bescheren. Dafür sorgen technische Innovationen der Photovoltaik (PV), die es jedem Bürger ungehindert ermöglichen, Sonnenstrom zu produzieren und zu verbrauchen. So hat ein Solarunternehmen im Bundesland Brandenburg unter dem Motto „Sun Intervention“ in diesem Monat die Fertigung von PV-Anlagen aufgenommen, die nur in die häusliche Steckdose eingestöpselt werden müssen, um ökologisch Strom zum Eigenverbrauch zu gewinnen. Die Konstruktions- und Funktionsweise der Module der Algatec Solar AG ist so geartet, dass diese Art der Eigenversorgung von der Zahlung der EEG-Umlage verschont wird. Mit den auch scherzhaft als „Guerilla-PV-Anlagen“ bezeichneten Aggregaten können sich private Energieverbraucher dem zwanghaften Einfluss großer Monopolunternehmen und deren repressiver Preisgestaltung entziehen und wirklich Strom sparen. „Mit Sun Intervention können nicht nur Investoren und Hauseigner, sondern auch Mieter ihren eigenen Strom erzeugen“, so ist in einem Firmenprospekt zu lesen. Das sei bisher staatlich untersagt gewesen.

Die Eigenerzeugung mit solchen Balkon-Kraftwerken, die eigentlich überall installiert werden können, steht nicht im Widerspruch zu dem erst zu Beginn dieser Woche von der Bundesnetzagentur veröffentlichten „finalen Leitfaden“ zur Eigenversorgung mit Elektrizität. Ein Entwurf dieses Orientierungsrahmens ist im Oktober vergangenen Jahres zur Diskussion gestellt worden. Einer Pressemitteilung der Bundesnetzagentur vom Montag zufolge sind letztlich dazu 60 Stellungnahmen von  Verbänden, Bürgern und Unternehmen eingegangen und berücksichtigt worden. Der Leitfaden, der dennoch äußerst restriktiv bezogen auf Ausnahmen zur Vermeidung der EEG-Umlage ausgefallen ist, habe so zu weiteren Konkretisierungen und zusätzlichen Praxisbezügen geführt. ++ (en/mgn/13.07.16 – 188)

http://www.adn46.wordpress.com, http://www.adn1946.wordpress.com, e-mail: adn1946@gmail.com, Redaktion: Matthias Günkel (mgn), adn-nachrichtenagentur, SMAD-Lizenz-Nr. 101 v. 10.10.46

Solarenergie boomt weltweit, nur nicht in Deutschland

Düsseldorf, 21. Juni 2016 (ADN). „Es ist paradox: Solarenergie boomt weltweit – nur in Deutschland nicht“. Diese überraschende Schlussfolgerung zieht die Wirtschaftszeitung „Handelsblatt“ am Dienstag. Ausgerechnet dort, wo der Siegeszug der Sonnenverstromung begonnen hat, liege der Markt in Trümmern. Viel schlimmer als jetzt könne es nach einhelligem Tenor kaum kommen. Der deutsche Solarmarkt liege schließlich völlig danieder. „Wurden in den Boomjahren um 2010 hierzulande noch Solaranlagen mit einer Leistung von bis zu acht Gigawatt pro Jahr neu ans Stromnetz angeschlossen, waren es 2015 nach Angaben des Bundesverbandes Solarwirtschaft nicht einmal mehr 1,5 Gigawatt. In den ersten Monaten dieses Jahres brach der Zubau sogar noch weiter ein,“ schreibt das Blatt.

Um die Misere zu begreifen, muss man nach Überzeugung des Autors Franz Hubik an den Geburtsort der Solarindustrie reisen. Es handelt sich dabei um das Städtepaar Bitterfeld-Wolfen unweit von Leipzig. Mit Q-Cells wurde dort der einst weltgrößte Solarkonzern aus dem Boden  der zu DDR-Zeiten durch Braunkohle-Abbau geprägten Region gestampft. Die Subventionsorgie fand bald ein Ende durch Massenangebote der Billighersteller aus China. Es blieb ein Namensfriedhof diverser Solarfirmen zurück. Im Reich der Sonnenfinsternis flackern nun kleine Lichtblicke 270 Kilometer entfernt im hessischen Kassel. Dort erwacht mit SMA Solar ein totgeglaubter Branchenprimus zu neuem Leben. ++ (en/mgn/21.06.16 – 166)

http://www.adn46.wordpress.com, http://www.adn1946.wordpress.com, e-mail: adn1946@gmail.com, Redaktion: Matthias Günkel (mgn), adn-nachrichtenagentur, SMAD-Lizenz-Nr. 101 v. 10.10.46