Dramatischer Gletscherschwund

Berlin, 28. Februar 2019 (ADN). Je stärker die Temperaturen steigen, desto weiter ziehen sich die Gletscher zurück. Im Deutschlandfunk wurde am Donnerstag die Entwicklung bis zum Jahr 2100 skizziert. Forscher haben dazu ein Modell erarbeitet. Einer von ihnen, Harry Zekollari, wird mit den Worten zitiert: „Wenn wir ein Szenario mit einer nur leichten Erwärmung des Klimas von 1,5 bis zwei Grad Celsius gegenüber der Periode 1960 bis 1990 zugrunde legen, könnte am Ende dieses Jahrhunderts noch etwas Eis in den Alpen übrig bleiben. Mit etwas Eis meine ich cirka ein Drittel der aktuellen Eismassen.“ Erwärme es sich jedoch stärker und steigen die Temperaturen in den Alpen um 4,5 oder gar sechs Grad gegenüber dem Vergleichszeitraum würden die Alpen nahezu eisfrei sein. 2100 wären dann noch höchstens fünf Prozent des heutigen Eisvolumens übrig. 

Alpengletscher sind nicht nur wichtig für den Tourismus und die Skiindustrie, sondern auch für den Wasserhaushalt als Speicher. Das Wasserregime der Flüsse würde sich derart ändern, dass im Sommer Wasserknappheit eintritt. Dieser Trend treffe nicht nur die Alpen, sondern alle Gletscherregionen der Welt. Auch die Ozeane wären durch die Gletscherschmelze gravierenden Veränderungen ausgesetzt.++ (fr/mgn/28.02.19 – 060)

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Destabilisierter Eispanzer Grönlands führt zu Anstieg des Meeresspiegels um 7 Meter

Potsdam, 3. April 2017 (ADN). „Der Meeresspiegel steigt immer weiter. Wir sind dabei, den grönländischen Eispanzer zu destabilisieren, der allein genug Eis enthält, um den globalen Meeresspiegel um sieben Meter anzuheben“. Das sagte der Klimaforscher und Ozeanograph Stefan Rahmstorf vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) in einem am Montag in der „Frankfurter Rundschau“ (FR) veröffentlichten Interview. Er bemerkte zudem, dass derzeit das akute Stadium eines vierten großen Korallensterbens im Gange ist. Um noch Teile der Korallenriffe der Welt retten zu können, müsse die Zwei-Grad-Zielgrenze deutlich unterschritten werden.

Nach den Worten des Klimaforschers ist es erschütternd und unverantwortlich, den anthropogenen Klimawandel zu leugnen. Das heiße, den Kopf vor wissenschaftlich gesicherten Tatsachen in den Sand zu stecken und kurzfristigen Lobby-Interessen offensichtlich Vorrang zu geben gegenüber den Interessen von Menschen. So geschehe es gegenwärtig in den USA. Rahmstorf befürchtet jedoch nicht, dass das auf andere Länder ansteckend wirken wird. ++ (kl/mgn/03.04.17 – 093)

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