Mit „Guerilla-Phtovoltaik“ gegen Energiemonopole – Beste Chancen für Eigenversorgung mit Elektrizität

Elsterwerda/Bonn, 13. Juli 2016 (ADN). Die Eigenversorgung mit elektrischem Strom dürfte in den nächsten Monaten und Jahren steil ansteigen und damit der stockenden Energiewende einen unerwarteten Erfolg bescheren. Dafür sorgen technische Innovationen der Photovoltaik (PV), die es jedem Bürger ungehindert ermöglichen, Sonnenstrom zu produzieren und zu verbrauchen. So hat ein Solarunternehmen im Bundesland Brandenburg unter dem Motto „Sun Intervention“ in diesem Monat die Fertigung von PV-Anlagen aufgenommen, die nur in die häusliche Steckdose eingestöpselt werden müssen, um ökologisch Strom zum Eigenverbrauch zu gewinnen. Die Konstruktions- und Funktionsweise der Module der Algatec Solar AG ist so geartet, dass diese Art der Eigenversorgung von der Zahlung der EEG-Umlage verschont wird. Mit den auch scherzhaft als „Guerilla-PV-Anlagen“ bezeichneten Aggregaten können sich private Energieverbraucher dem zwanghaften Einfluss großer Monopolunternehmen und deren repressiver Preisgestaltung entziehen und wirklich Strom sparen. „Mit Sun Intervention können nicht nur Investoren und Hauseigner, sondern auch Mieter ihren eigenen Strom erzeugen“, so ist in einem Firmenprospekt zu lesen. Das sei bisher staatlich untersagt gewesen.

Die Eigenerzeugung mit solchen Balkon-Kraftwerken, die eigentlich überall installiert werden können, steht nicht im Widerspruch zu dem erst zu Beginn dieser Woche von der Bundesnetzagentur veröffentlichten „finalen Leitfaden“ zur Eigenversorgung mit Elektrizität. Ein Entwurf dieses Orientierungsrahmens ist im Oktober vergangenen Jahres zur Diskussion gestellt worden. Einer Pressemitteilung der Bundesnetzagentur vom Montag zufolge sind letztlich dazu 60 Stellungnahmen von  Verbänden, Bürgern und Unternehmen eingegangen und berücksichtigt worden. Der Leitfaden, der dennoch äußerst restriktiv bezogen auf Ausnahmen zur Vermeidung der EEG-Umlage ausgefallen ist, habe so zu weiteren Konkretisierungen und zusätzlichen Praxisbezügen geführt. ++ (en/mgn/13.07.16 – 188)

http://www.adn46.wordpress.com, http://www.adn1946.wordpress.com, e-mail: adn1946@gmail.com, Redaktion: Matthias Günkel (mgn), adn-nachrichtenagentur, SMAD-Lizenz-Nr. 101 v. 10.10.46

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Netzagentur lässt Kunden von Energieversorgern schröpfen – Revolutionsaufruf an Bürger

Hamburg, 29. Juni 2016 (ADN). „Offensichtlich schaut die Bundesnetzagentur über die monolithische Art und Weise des Kundenschröpfens hinweg und unternimmt nichts.“ Das wirft das Hamburger Energie-Dienstleistungsunternehmen Care Energy in einem Brief an seine Kunden der höchsten Aufsichtsbehörde für Infrastruktur in der Bundesrepublik Deutschland vor. Die Netzbetreiber verursachten mit falschen Verbrauchsprognosen und Zählerständen Schäden in Höhe von 18 Millionen Euro. Das Abzocken erfolge unter dem Vorwand der EEG-Umlage, die vom Bundesgerichtshof (BGH) bereits als nichtig eingestuft wurde. Der Europäische Gerichtshof habe geurteilt, dass es sich bei der EEG-Umlage seit 2012 um einen unerlaubten Zuschuss handelt.

„Es ist Zeit für die Revolution“, teilt die Hamburger Firma ihren Stromkunden mit. Das „Sodom und Gomorra“ auf Deutschlands Energiemarkt müsse durch die Bürger selbst beendet werden. Nur durch Bürgerinitiativen könne die tatsächliche Energiewende geschafft werden. Zur Hilfestellung bietet Care Energy seinen Kunden ein Photovoltaik-Aggregat an, das leicht und vielerorts an dezentralen Plätzen installiert werden kann. Es wird per Stecker direkt an den Stromkreislauf einer Wohnung angeschlossen. Damit wird der mit Sonnenenergie gewonnene Strom nicht ins öffentliche Netz eingespeist  und unterliegt nicht der EEG-Gesetzgebung. Pro Jahr und Modul könnten bis zu 300 Kilowattstunden eingespart werden.

Care Energy, das sich als Energiedienstleister und nicht als reiner Stromverkäufer betrachtet, hat sich seit seinem unkonventionellen und rebellischen Auftreten vor wenigen Jahren auf dem deutschen Energiemarkt inzwischen kommerzielle Feindschaften und damit zahlreiche juristische Auseinandersetzungen mit großen Energieversorgern eingehandelt. Insbesondere Netzbetreiber machen demtentsprechenden Druck bei der Bundesnetzagentur, um die Geschäftsaktivitäten von Care Energy einzudämmen. So hat die Bundesnetzagentur nunmehr einen umfangreichen Fragenkatalog an die Hamburger Dienstleister geschickt, der bis spätestens am 13. Juli beantwortet werden muss. Andernfalls droht ein Zwangsgeld in Höhe von einer Million Euro. ++ (en/mgn/29.06.16 – 174)

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