EU kann plötzlich zusammenbrechen wie einst die Sowjetunion

Köln, 5. Februar 2017 (ADN). Die Europäische Union (EU) verschwindet wie vor einem Vierteljahrhundert die Sowjetunion (UdSSR) von der politischen Weltkarte. Dieses panische Angstgefühl überschattete die traditionsreiche Journalistenrunde „Presseclub“ am Sonntag in den Fernsehsendern ARD und Phoenix. Die Furcht bei den Diskussionsteilnehmern und Vertretern der bundesdeutschen Main-Stream-Medien sitzt offenbar tief und wird noch dadurch geschürt, dass der neue USA-Präsident Donald Trump die EU in einem Atemzug mit der UdSSR nennt und ihr einen ähnlich schlagartigen Zusammenbruch wie dem Sowjetreich voraussagt.

Ines Pohl, künftige Chefin der Deutrschen Welle, äußert größte Besorgnis, dass solche Feststellungen vom „immer noch großen Bruder USA, der uns beschützt“,  von Donald Trump kommen. Er wolle alle etablierten Institutionen zerstören, sogar die der Justiz. Deshalb benutze er absichtsvoll den Begriff „sogenannter Richter“ gegenüber dem Bundesrichter, der seine Einreiseverbote für Bürger von sieben muslimischen Staaten zeitweilig wieder aufgehoben hat. Bascha Mika, Chefredakteurin der Frankfurter Rundschau, würde „die Männer im weißen Kittel“ holen lassen, wenn Trump in der Runde säße und sein krudes Gedankengut ausschüttete.  Wahres sagt der Verleger Wolfram Weimer, der Trump zubilligt, einfach nur das zu tun, was er im Wahlkanpf versprochen hat und das nun in rasendem Tempo umsetzt. Er habe ein sachpolitisches Programm und sei kein Hitler, der die Judikative abschaffen will. Die Sicht Trumps, EU und Sowjetunion gleichzusetzen, müsse als ganz normale und nüchterne Konkurrenzsituation betrachtet werden. Wenn sich der US-Präsident mit Russland versöhnt und die Sanktionen aufhebt, nütze das Deutschland ungeheuer.  ++ (eu/mgn/05.02.17 – 035)

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EU finanziert neue libysche Nachrichtenagentur – Deutsche Welle trainiert Reporter

Brüssel, 19. November 2015 (ADN).  Eine neue, mit Mitteln der Europäischen Union (EU) finanzierte Nachrichtenagentur Libyens berichtet seit Oktober dieses Jahres aus dem nordafrikanischen Land. Die offizielle Eröffnung der Agentur hat am Donnerstag in Brüssel stattgefunden. Bei der Feier zum Start der Libyan Cloud News Agency (LCNA) sagte deren Leiter Tarek Abdul Salam Al Huni, dass künftig Kunden im In- und Ausland über das Leben in Libyen informiert werden sollen.  Für LCNA seien rund 100 Journalisten vor Ort im Einsatz. Deren Training hat, wie das Nachrichtenportal Quantara.de weiter berichtet, die Deutsche Welle Akademie übernommen. Deren Direktor Christian Gramsch begründet die Unterstützung mit den Worten: „Mit dieser sehr modernen Form einer Nachrichtenagentur unterstützen wir all diejenigen, die sich für den freien Zugang zu Information stark machen.“ Bislang seien diverse Informationskanäle reglementiert, besetzt oder zerstört worden. Es sei zu befürchten, dass totalitäre Herrscher, Diktatoren und religiöse Fundamentalisten den medialen Raum ausfüllen.

Laut Qantara.de, das seinerseits seit dem Jahr 2003 vom bundesdeutschen Außenministerium alimentiert und finanziert wird, bleiben die in Libyen tätigen LCNA-Reporter anonym. Ihre Berichte werden durch eine außerhalb Libyens operierende Nachrichtenredaktion geprüft und dann in einem geschützten Raum freigegeben. Das geschehe auf einem externen Rechner, dem „Cloud“ der Nachrichtenagentur. Von dem speziellen System der Bericherstattung verspricht sich die libysche EU-Botschafterin Nataliya Apostolova, aus dem von innerstaatlichen Konflikten übersäten Land unabhängige, unzensierte und glaubwürdige Berichte zu bekommen. Mittels unabhängiger Medien könne die Lage in Libyen stabilisiert werden. ++ (me/mgn/19.11.15 – 314)

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