Mehrere Tausend „Staatenbündler“ in Österreich

Graz, 23. Dezember 2018 (ADN). Die österreichische Justiz geht davon aus, dass es im Lande mehrere Tausend sogenannte Staatenbündler gibt. Darüber berichtet am Donnerstag die Zeitung „Der Standard“ aus Graz. Dort findet ein Prozess statt, in dem über die Bildung einer staatsfeindlichen Organisation gestritten und verhandelt wird. Die 14 Angeklagten verteidigen sehr vehement ihren Status als „Staatenbündler“, die nach Eigendefinition „wirkliche Menschen aus Fleisch und Blut“ sind. Alle anderen seien lediglich Personen nach dem Handelsrecht, so äußerte einer der Angeklagten. Seine Person sei „beswchlagnahmt“ worden. Die vom Gericht geschwünschte Person sei im Gericht eigentlich gar nicht anwesend. Er wolle nur als Diplomat und Botschafter des „Staatenbundes“ angesprochen werden. Das sei seine wahre Identität. Der Staat Österreich sei nur ein Geschäftsmodell, eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung, die das allen Österreichern gehörende Vermögen verwaltet. Deshalb brauch auch kein Kredit zurückgezahlt werden, weil das Geld ohnehin Eigentum jedes Staatsbürgers ist. „Aber weil das die heimischen Banken einfach nicht verstehen wollen, kam es auch zu Exekutionen, was in den Augen der Angeklagten glatte Überfälle, ja Raubzüge gewesen seien“, schreibt die Zeitung. 

Die Verantwortliochen für die Exekutionen kamen in den Zeugenstand. Es handelte sich dabei um den Präsidenten des Oberlandesgerichts und mehrere Gerichtsbeamte. Sie hatten vom „Staatenbund“-Botschafter Briefe mit Androhungen von Strafzahlungen erhalten. 400 derartige Schreiben hatten allein in der Steiermark im Jahr 2017 die Gerichte abzuarbeiten. Der Prozess in Graz wird im Januar nächsten Jahres fortgesetzt.  ++ (st/mgn/23.12.18 – 336)

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Wiederbelebungsversuch für Aramäisch

Wien/Tel-Aviv, 7. April 2018 (ADN). Ein israelischer Enthusiast des Aramäischen will die fast ausgestorbenen Sprache wiederbeleben. Wie die Wiener Zeitung „Der Standard“ diese Woche berichtet, unternimmt der Bewohner eines galiläischen Dorfes Schadi Challul den Versuch die Sprache Jesu Christi zu retten. Seine Muttersprache ist Arabisch. Er begann vor zehn Jahren Aramäisch zu lernen, weil er maronitischer Christ ist und somit Aramäer. das ist sein Argument, um sich der fast toten Sprache zu verschreiben. Man solle stolz sein, Nachfahre jener Christen zu sein, die Jesus gefolgt sind. Challul setzte durch, dass in der Volksschule im Dorf wieder Aramäisch angeboten wird. Als nächstes beabsichtigt er, ein Dorf in Galiläa zu errichten, in dem nur Aramäisch gesprochen wird.

Aramäisch ist eine semitische Sprache und entwickelte sich gegen Ende des Neubabylonischen Reiches. es wurde in der Gegend bis zum Jahr 200 n. Ch. gesprochen. Mit der islamischen Expansion bereitete sich Arabisch in der Region aus und verdrängte die anderen Sprachen. Dennoch ist Aramäisch, das zu den ältesten noch gesprochenen Sprachen gehört,  nicht ganz ausgestorben. In einigen kleinen abgelegenen christlichen und jüdischen Dörfern ist es noch in Gebrauch. In Syrien soll es noch drei Ortschaften geben, die Aramäisch sprechen. In Schweden lebt die größte Gemeinde Europas, in der Aramäisch gesprochen wird. Weltweit praktizieren einige Hunderttausend das Aramäische. ++ (li//mgn/07.04.18 – 097)

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