Gestörte Harmonie in Kultur des Westens – Neue „Stiftung kulturelle Erneuerung“ präsentiert

München, 24. Aril 2017 (ADN). Vermittelte Wirklichkeit kann schlussendlich keine andere sein als die Summe der vielen unmittelbar erfahrenen Wirklichkeiten. Diesen abschließenden „Gedanken im April“ äußerte der Kuratoriumsvorsitzende der neugegründeten „Stiftung kulturelle Erneuerung“, Prof. Meinhard Miegel, die sich gerade mit einer Homepage der Öffentlichkeit präsentiert hat. Über die Diskrepanz zwischen Eigen- und Fremdeinschätzung sei viel nachgedacht und geforscht worden. Kleiner sei sie dadurch nicht geworden. Was immer im eigenen Erfahrungsbereich liege, erscheint zumeist heller und freundlicher als die durch Dritte, namentlich durch Medien vermittelte Wirklichkeit. Diese trage einen Grauschleier. Verkehrschaos, Wohnungsnot, Scharen von Armen verkörperten keine selbstverständliche Weltsicht. Die Auswahl von Nachrichten fokussiere auf das Spektakuläre und verliere so an Breite und Farbigkeit. Das Leben des Alltags jedoch bilde ein undurchdringliches Dickicht voller undeutbarer Bilder, eine Kakophonie von Empfindungen.

Nach Auffassung von Miegel bilden Wissenschaft, Kunst und Religion einen harmonischen Dreiklang. In der Kultur des Westens sei die Harmonie gestört. Die Stiftung kulturelle Erneuerung wolle dazu beitragen, sie wieder herzustellen. Die neue Organisation fuße auf dem im Oktober eingestellten Denkwerk Zukunft, habe jedoch andere Schwerpunkte gesetzt. ++ (ku/mgn/24.04.17 – 114)

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Ökologischer Fußabdruck immer größer – Stiftung Denkwerk Zukunft beendet Tätigkeit

Berlin,  2. Oktober 2016 (ADN). Der ökologische Fußabdruck wird immer größer – auch in Deutschland.  Von 2, 5 vor einigen Jahren hat er sich auf 3,1 ausgedehnt. Das ist trotz der umfangreichen Bemühungen für Umweltschutz und Nachhaltigkeit geschehen. Das erklärte Prof. Meinhard Miegel am Sonntag in seinem Schlusswort zur vierten Konferenz der Stiftung Denkwerk Zukunft in Berlin. Der Riesentanker „Klimawandel“ habe seine Fahrtrichtung seit dem ersten vor vier Jahrzehnten erstellten warnenden Bericht des Club of Rome nicht verändert. „Wir nähern uns dem Eisberg unvermindert an und befinden uns in einem existenziellen Dilemma“, so der Vorstandsvorsitzende des 2007 von ihm mitgegründeten „Denkwerks Zukunft“. Beängstigend sei, dass wir nicht wissen, was ist. Dass diese Menschheit handelt und ihre Lebensweise grundlegend ändert, werde unendlich schwer. Ganz viele kleine Schritte seien dazu notwendig und zu bündeln. Es gelte, von der Lebenslüge Abschied zu nehmen, es könne so bleiben wie es ist. Das betreffe vor allem die westlichen Industrieländer.

Miegel kündigte an, dass die Stiftung zum Ende dieses Jahres die Tätigkeit in der seit zehn Jahren praktizierten Organisationsform einstellt und in einem neu strukturierten Gebilde die Bemühungen um den Erhalt des Planeten Erde und um eine nachhaltige Entwicklung der globalen  Zivilgesellschaft fortsetzen wird.

Tags zuvor fand die deutsche Erstaufführung des Films „Racing Extinction“ statt.  Darin werden die Kardinalsünden der Menschheit im Umgang mit den Meeren und ihren Lebewesen eindrucksvoll dargestellt. Der 90-Minuten-Streifen illustriert, dass die Versauerung der Weltmeere eine vielfach größere Gefahr für den Weiterbestand der Erde birgt als die auf dem Land vom Menschen verursachten Umweltschäden. Während in der Wald- und Landwirtschaft 5.000 Millionen Tonnen Kohlendioxid produziert werden, entstehen durch Missbrauch der weltweiten Gewässer 36.000 Milionen Tonnen Kohlendioxid. ++  (nh/mgn/02.10.16 – 268)

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Deutsche marginalisieren sich demographisch bis zum Promillebereich

Düsseldorf, 25. Februar 2016 (ADN). Ohne Zuwanderung wird Deutschland innerhalb weniger Generationen marginalisiert sein. Das bedeutet sein Versinken in der Bedeutungslosigkeit. Das stellte der Chef des in Bonn ansässigen Denkwerks Zukunft, Prof. Meinhard Miegel, am Donnerstag in Düsseldorf auf dem Immobilientag von Nordrhein-Westfalen (NRW) fest und erläutert bedenkenswerte Ursachen dafür. Derzeit wachse die Weltbevölkerung jährlich um die Einwohnerzahl Deutschlands, also reichlich 80 Millionen Menschen und das mit steiler werdender Tendenz. Seit den 1930er Jahren habe sich die Weltbevölkerung von 2,5 auf 7,3 Milliarden etwa verdreifacht – und das binnen eines Menschenlebens. Bis zum Jahr 2050 sei – innerhalb eines historischen Wimpernschlages – mit einem Anstieg von 9,6 Milliarden Erdbewohnern zu rechnen. „Allerdings haben Europäer, namentlich Deutsche, an dieser Entwicklung keinen Anteil mehr,“ so Miegel. Das Gewicht von Deutschen und Europäern im globalen Bevölkerungsgefüge nehme ohne Zuwanderung in großer Geschwindigkeit ab. Der Grund bestehe darin, dass sich Deutsche und Europäer seit Generationen nicht mehr in der Zahl ihrer Kinder ersetzen. „Der letzte Jahrgang, der ebenso viele Kinder hatte, wie er selber zählte, wurde hiezuland bereits 1882 geboren“, erinnert der langjährige Mitstreiter Kurt Biedenkopfs. „Seitdem war jede Kindergeneration zahlemäßig kleiner als die vorangegangene Elterngeneration, seit den 1970er Jahren etwa ein Drittel.“ 

Miegel benennt ungeschminkt die Folgen: Um das Jahr 1900 waren 25 Prozent der Weltbevölkerung europäisch und drei Prozent deutsch. Gegenwärtig sind nur noch zehn Prozent europäisch und reichlich ein Prozent deutsch. Gegen Ende dieses Jahrhunderts dürfte der europäische Anteil an der Weltbevölkerung unter Beibehaltung der bisherigen Zuwanderungsraten bei schätzungsweise sechs Prozent und der Anteil der Deutschen im Promillebereich liegen. Aus diesem Blickwinkel und angesichts des fast geflügelten Wortes „Kinder sind Investitionen!“ sparen Deutsche und Europäer zwar jährlich in Billionenhöhe und legen den Grundstock für global überdurchschnittlichen materiellen Wohlstand. „Andererseits ist dies aber auch eine ganz buchstäblich todsichere Methode, sich zu Tode zu sparen“, so Miegel.

Der Wissenschaftler sorgt mit zahlreichen weiteren Zahlen und Fakten für weitere überraschende und vielfach unbequeme Einblicke in die demographischen Konsequenzen, die durch die brandaktuellen Ereignisse der nach Europa drängenden Flüchtingsströme bestätigt werden. „Das 21. Jahrhundert wird – unabhängig von Asylsuchenden und sonstigen Flüchtlingen – ein Jahrhundert der Massenmigration werden und Gewinner werden diejenigen sein, die sich frühzeitig hierauf einstellen und Zuwanderung zu ihrem Vorteil zu nutzen wissen.“ Eine vergleichbare Entwicklung habe es in der bisherigen Menschheitsgeschichte noch nie gegeben. Neben Afrika, dessen Bevölkerung bis zum Ende dieses Jahrhunderts 4,3 Milliarden Menschen anwachsen wird und das damit eine Verachtfachung seiner Bevölkerungszahl innerhalb von 130 Jahren erreicht, deuteten die Trends im Nahen und Mittleren Osten, in Iran, Irak, Palästina, Afghanistan oder Pakistan in ähnliche Richtung. Eine Festung Europa sei wirklichkeitsfremd. Das hätten schon die Römer erfahren müssen, als sie ihr Reich mit Limes, Grenztürmen und Schießbefehl vor anbrandenden Völkerschaften schützen wollten. „Im Ergebnis sind sie gescheitert“, befand Miegel. „Epochenwende“ lautet seine Prognose. „Die Schicksale von Völkern vermengen und verflechten sich in einer noch nie dagewesenen Intensität.“ ++ (dp/mgn/25.02.16 – 056)

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Denkwerk Zukunft: Deutschland unterlässt riesige Milliarden Investitionen in die eigene Bevölkerung

Düsseldorf, 19. Februar 2016 (ADN). Das Denkwerk Zukunft will die Ungereimtheiten bewusst machen, die die derzeitige Diskussion in Deutschland über Bevölkerungsumfang, -alterung, und Zuwanderung und damit über Nachhaltigkeit im Bereich der Demographie kennzeichnen. Das wird in dem jetzt vorliegenden Jahresbericht 2015 erklärt. Der gegenwärtige Flüchtlingsstrom nach Deutschland und Europa sei bisher vorwiegend unter ökonomischen Gesichtspunkt erörtert worden. „Einerseits unterlässt Deutschland riesige Milliarden in die eigene Bevölkerung, da es nicht die Zahl der Kinder großzieht, die zur Bestandserhaltung der Bevölkerung erforderlich wären. Andererseits setzt die deutsche Bevölkerung darauf, dass die Lücken, die sie durch ihr reproduktives Verhalten selbst gerissen hat, durch Zuwanderer geschlossen werden“, heißt es in dem Bericht. Deshalb komme die deutsche Gesellschaft nicht umhin, sich der Debatte zu stellen, ein Einwanderungsland zu sein oder zu werden. Dies umso mehr als die Bevölkerung Afrikas in den kommenden 45 Jahren um 1,7 Milliarden Menschen zunehmen wird, während die Europäer zahlenmäßig um knapp 50 Millionen abnehmen werden. Derart gegenläufige Bevölkerungsentwicklungen dürften früher oder später zum Ausgleich drängen.

Das Denkwerk Zukunft habe immer wieder darauf hingewiesen, dass es weder historische noch internationale Erfahrungen gibt, wie sich schrumpfende und alternde Bevölkerungen gegenüber Zuwanderern verhalten, die innerhalb kurzer Zeit in großer Zahl ins Land strömen. Um diese Herausforderungen zu bewältigen, müsse Deutschland dringend erklären, was seine Interessen im Hinblick auf die Zuwanderung sind und wie sie mit den Interessen der Zuwanderer in Einklang gebracht werden können. Beispielweise dauere es bezüglich einer Eingliederung von Zuwanderern in den Arbeitsmarkt 15 Jahre, bis die Erwerbsquote das Niveau der einheimischen Bevölkerung erreicht.  ++ (ge/mgn/19.02.16 – 050)

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