„Kritische Sozialwissenschaft“ heißt heute „Verschwörungstheorie“ – Menschen in medialer Matrix gefangen

Köln, 4. September 2017 ‚(ADN). Früher nannte man die Analyse von Macht und Machtmissbrauch „kritische Sozialwissenschaft“. Heute heißt das fast immer „Verschwörungstheorie“. Das stellte der Wirtschaftswissenschaftler Max Otte in seinem Newsletter „Der Privatinvestor“ am Montag fest. Seit einigen Jahren beobachte er mit Sorge, dass immer mehr Menschen in einer medialen Matrix festgehalten werden. Nur mit Mühe entkämen sie diesem Sog. Diese Matrix, die der Nachwuchswissenschaftler Uwe Krüger in dem Buch „Mainstream“ ausgiebig beschrieben habe, ist nach Auffassung von Otte tatsächlich existent. Seine Versuche, sie zu durchbrechen, würden bislang sehr unterschiedlich aufgenommen. Die Skala reiche dabei von starker Zustimmung bis zu Ablehnung. Das sei zu erwarten gewesen. Allerdings befänden sich zu viele Menschen in Gefangenschaft dieser Matrix. Ein absolutes Unwort stelle dabei der Begriff „Verschwörungstheorie“ dar, der im Übrigen von der CIA erfunden worden sei.

Nach Ansicht von Otte ist die Welt brutal und die Geopolitik ein realer Faktor. Er selbst sehe sich in der Tradition von Thukydides, Nicolo Macchiavelli, Thomas Hobbes, Carl Schmitt und seinem Lehrer Robert Gilpin – der sogenannten realistischen Schule der internationalen Politik.  Es gebe zwar abstruse Verschwörungstheorien, aber wer das Wort leichtfertig und unbedacht in den Mund nehme, der sei bereits tief in der Matrix verstrickt. Es sei schwierig, mit solch einem Menschen eine ernsthafte Diskussion führen. ++ (pl/mgn/04.09.17 – 248)

http://www.adn46.wordpress.com, http://www.adn1946.wordpress.com, e-mail: adn1946@gmail.com, Redaktion: Matthias Günkel (mgn), adn-nachrichtenagentur, SMAD-Lizenz-Nr. 101 v. 10.10.46

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Operation Condor in Italien vor Gericht – 50.000 Ermordete, 350.000 Verschwundene und 40.000 Inhaftierte

Rom, 19. Januar 2017 (ADN). Ein italienisches Gericht hat acht hochrangige Ex-Militärs und Funktionäre aus Lateinamerika zu lebenslangen Haftstrafen verurteilt. 19 weitere Angeklagte hingegen wurden freigesprochen. Darüber berichtet das Nachrichtenportal amerika21.de am Donnerstag. In dem zwei Jahre währenden Prozess wurde ihnen vorgeworfen, im Rahmen der sogenannten Operation Condor zwischen 1973 und 1978 an der illegalen Freiheitsberaubung und Ermordung von 42 jungen Menschen – darunter 20 Italiener – beteiligt gewesen zu sein. Zu den Verurteilten gehören Führungsfiguren der seinerzeitigen Diktaturen in Bolivien, Uruguay und Peru. Das Echo auf die Entscheidungen ist sehr gespalten. Berufungen wurden bereits angekündigt.

Boliviens Präsident Evo Morales bezeichnete die Urteile als „gerecht, aber nicht ausreichend“. Notwendig sei es, auch die intellektuellen, sich in den Geheimdiensten des Imperiums verbergenden Täter abzuurteilen. Morales meint damit die USA und die CIA, die die Operation Condor geplant und unterstützt hatten. Konkret geht es um die grenzüberschreitende Verfolgung politischer Oppositioneller während der südamerikanischen Militärdiktaturen von 1970 bis 1990. Unter dem Motto des Kampfes gegen den Kommunismus tauschten Chile, Argentinien, Brasilien, Paraguay, Uruguay und Bolivien sowie später auch Ecuador und Peru Informationen über Linke und Oppositionelle aus. Nach Angaben von Menschenrechtsorganisationen wurden bei der Operation Condor 50.000 Menschen ermordet, 350.000 sind verschwunden und 40.000 kamen in Haft.  ++ (mr/mgn/19.01.17 – 019)

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Ex-Geheimdienstler der USA klären über angeblich russische Hacker-Angriffe auf

Washington/Zürich, 7. Januar 2017 (ADN). Währendessen in den USA die Mär über russische Hacker-Angriffe und deren Einfluss auf die Präsidentschaftswahl verbreitet wird, widersprechen ehemalige US-Geheimdienstexperten dem heftig und massiv. So berichten William Binney, Mike Gravel, Larry Johnson, Ray McGovern, Elizabeth Murray und Kirk Wiebe vom Vorstand der Veteran Intelligence Professionals for Sanity (VIPS) in der ersten Ausgabe der Schweizer Wochenzeitschrift „Zeit-Fragen“ über die Haltlosigkeit der Vorwürfe gegenüber Russland. Sie sind sich sicher, dass „die Server des DNC und der Frau Clinton nicht gehackt wurden“. Hätte es tatsächlich Hackerangriffe gegeben, wären auch die Hacker gefunden und benannt worden, denn dazu wäre die Preisgabe weder der Quellen noch der Methoden notwendig gewesen. Daraus sei zu schließen, dass die E-Mails  von einem Insider auf ein Speichermedium übertragen und weitergegeben wurden – ähnlich der Fälle von Edward Snowden und Chelsea Manning. Dieser Insider könne aus jedem Ministerium kommen, das Zugriff auf die NSA-Daten  hat, oder auch im DNC bzw. in Frau Clintons Umgebung zu finden ist.

„Mit anderen Worten, alle Daten, die jemand aus Servern des Democratic National Committee (DNC), aus einem Server Hillary Rodham Clintons (HRC) oder aus irgendeinem anderen Server in den USA, abgreift, werden auch von der NSA eingesammelt. Jeder Datentransfer enthält in einem sogenannten ‚packet‘ auch die Adresse des Empfängers und kann deshalb durch das gesamte Internet bis zu ihm verfolgt werden“, stellen die Ex-Geheimdienstler fest. Sie versichern, dass ihre Ausführungen auf jahrzehntelangen geheimdienstlichen Erfahrungen – auch im Bereich Internet-Sicherheit – beruhen. Sie wollten damit daran mitwirken, die aus durchsichtigen Motiven heraus betriebene Vernebelung von Tatsachen zu durchschauen. „Wir wollen nicht anonym bleiben, denn wir sind stolz darauf, uns nach langjähriger, meist verdeckt ausgeübter geheimdienstlicher Tätigkeit nun auch aufklärend an die Öffentlichkeit wenden zu können. Unser Ethos als Geheimdienstexperten verpflichtet uns immer noch dazu, furchtlos und ohne jede Begünstigung  einfach die Wahrheit zu sagen – auch wenn das heute nicht mehr üblich ist“, bekennen die US-Geheimdienst-Veteranen. ++ (si/mgn/07.01.17 – 007)

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