Berlin gründet erstes Landesamt für Einwanderung

Berlin, 31. Mai 2019 (ADN). Berlin gründet das erste Landesamt für Einwanderung in der Bundesrepublik Deutschland. Ein entsprechendes Gesetz beschloss der Berliner Senat diese Woche. Damit greift das Bundesland dem Fachkräfteeinwanderungsgesetz des Bundes vor, das ab 2020 in Kraft treten soll.

In dem neuen Landesamt werden die 430 Mitarbeiter der bisherigen Ausländerbehörde angesiedelt. Sie sind für Visa und Aufenthaltsbescheinigungen zuständig. 250 von ihnen sollen zudem für das Anwerben von Fachkräften tätig sein.

Nach Ansicht von Berlins Innensenator Andreas Geisel geht es um eine Hinwendung zu einer Willkommensbehörde. Bereits jetzt sprächen 400.000 Kunden pro Jahr in dieser Institution vor – so viele wie in keinem anderen Bundesland. Zwölf Prozent aller bundesweit erteilten Aufenthaltstitel würden in Berlin ausgestellt. 

In Berlin leben gegenwärtig etwa 750.000 Ausländer. Das ist ein Bevölkerungsanteil von 19 Prozent. Die meisten Ausländer wohnen in den Bezirken Mitte, Charlottenburg-Wilmersdorf und Neukölln. Die wenigsten in Treptow-Köpenick und Marzahn-Hellersdorf. 284.000 Berliner Ausländer stammen aus EU-Ländern, 197.000 aus dem nicht-europäischen Ausland  – davon die meisten aus der Türkei (95.000).  ++ (mi/mgn/31.05.19 – 149)

http://www.adn46.wordpress.com, http://www.adn1946.wordpress.com, e-mail: adn1946@gmail.com, Redaktion: Matthias Günkel (mgn), adn-nachrichtenagentur, SMAD-Lizenz-Nr. 101 v. 10.10.46

Ostdeutsche kaufen selten Wohneigentum in Berlin – Mehr Erwerb durch Westdeutsche und Ausländer

Berlin, 9. Dezember 2015 (ADN). Eine Auswertung des Immobilienunternehmens Ziegert hat ergeben, dass jeder zweite Käufer einer Berliner Eigentumswohnung bereits einen Wohnsitz in der bundesdeutschen Hauptstadt hat. Der Anteil internationaler Käufer liege – bezogen auf das gesamte Stadtgebiet – bei etwa 20 Prozent, steige zum Zentrum der Metropole hin jedoch kontinuierlich an. Wie der Firmeninhaber des in Berlin führenden Vertriebsunternehmens für Eigentumswohnungen, Nikolaus Ziegert, zu Wochenmitte in einer Pressemitteilung weiter informiert, suchen ausländische Interessenten mit „wachsender Intensität vor allem in der östlichen Innenstadt in Mitte und Prenzlauer Berg“. In Mitte habe sein Unternehmen Neubauprojekte zu mehr als 40 Prozent an internationale Käufer vergeben. Im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf sei dagegen die Nachfrage aus Westdeutschland mit fast 40 Prozent am größten. Insgesamt liege der Käuferanteil der übrigen Bundesländer bei etwa 30 Prozent.  Aus den ostdeutschen Bundesländern – ausgenommen Berlin – stammen nur fünf Prozent der neuen Wohnungseigentümer und dann zumeist aus Brandenburg.

Im Mittelpunkt der als weitgehend representativ zu betrachtenden Analyse der Ziegert Bank- und Immobilienconsulting GmbH standen 1.367 Kauffälle, die im Jahr 2014 sowie in der ersten Hälfte dieses Jahres abgewickelt worden sind. In diesem Zeitraum wurden in Berlin insgesamt 29.520 Wohnungen verkauft.

Nach Angaben von Ziegert können sich 25 Prozent der Berliner Mieter Eigentum leisten. Da der derzeitige Käufer mit einem Haushaltseinkommen von etwa 4.500 Euro deutlich über dem durchschnittlichen Bruttomonatsverdienst der Berliner Bevölkerung (3.000 Euro) liegt, appellierte der Immobilienexperte an Bauträger, mehr preisgünstiges Wohneigentum zu schaffen. ++  (im/mgn/09.12.15 – 334)

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