Energieversorger Care Energy wird liquidiert

Bremen/Hamburg, 11. Oktober 2017 (ADN). Scharfe Kritik und viel Unklarheit über das tatsächliche Firmengeflecht offenbarten sich am Mittwoch in Bremen auf der Gläubigerversammlung des insolventen Hamburger Energieversorgers Care Energy. Insolvenzverwalter Jan Wilhelm schätzte die Zahl der zu dem Unternehmensnetz gehörenden Firmen zwischen 20 bis 22. Insolvent sei das Dreigestirn Care Energy AG, Care Energy Holding und Care Energy Management GmbH. Über die anderen Firmen seien noch keine klaren Konturen erkennbar. Die Zahl der Gläubiger betrage rund 100.000. Darunter befänden sich allein 72.000 Kunden, bei denen es sich – unter der Lupe betrachtet – um viele Einzelschicksale handelt. Allein die Kommunikation mit den Gläubigern habe bislang 700.000 bis 800.000 Euro verschlungen.

Formal mussten alle zur Versammlung eingeladen werden. Gekommen waren bestenfalls rund 150 der Betroffenen. Dafür hatte das zuständige Amtsgericht Bremen das Verfahren zum Studienobjekt erklärt. Eine Gruppe von Rechtspfleger-Aspiranten sowie ein Richter aus Slowenien waren als Beobachter anwesend. Gefragt nach dem Ziel der Insolvenz – Weiterführung oder Zerschlagung des Unternehmensgruppe – antwortete Wilhelm: Liquidation. Dennoch werde versucht, für die rund 120 Mitarbeiter von Care Energy ein berufliches Fortkommen zu ermöglichen. Derzeit werden die meisten Mitarbeiter noch zur Aufarbeitung der Unterlagen benötigt. Allein in den vergangenen Wochen und Monaten haben 60.000 Schlussrechnungen neu erstellt werden müssen. Beschlossen wurde, den vorläufigen Gläubigerausschuss aufzulösen. Ein neues deratiges Grmium soll wurde nicht gewählt. ++ (en/mgn/11.10.17 – 285)

http://www.adn46.wordpress.com, http://www.adn1946.wordpress.com, e-mail: adn1946@gmail.com, Redaktion: Matthias Günkel (mgn), adn-nachrichtenagentur, SMAD-Lizenz-Nr. 101 v. 10.10.46

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Neue Stufe in Hamburger Stromrebellion gezündet

Hamburg, 10. August 2016 (ADN). Das Energie-Unternehmen Care Energy zündet eine neue Stufe seiner Rebellion gegen Deutschlands Energiekonzerne. Bei der Auseinandersetzung geht es um künstlich von den Energiekonzernen zu Lasten der Verbraucher hoch gehaltenen Preisen, die von Care Energy angeprangert werden. Dabei spielt die Bundesnetzagentur eine konzernfreundliche Rolle und versucht das Hamburger Unternehmen unter Druck zu setzen. In einem an die Verbraucher versandten Schreiben teilt es mit, dass die Energiewende Transparenz benötigt. „Dies gilt vor allem für die Bereiche Netznutzung und Entgelte, bei denen wir als Energiedienstleister massive Ungenauigkeiten der Netzbetreiber in Sachen Verbrauchsprognosen und Zählerstände festgestellt haben“, so der Rundbrief. Care Energy sehe es als seine Pflicht an, „dieses Verhalten zu Lasten der Kunden zu unterbinden“.

Inzwischen macht die von einem Österreicher geleitete Firma ihren Kunden das Angebot, die Versorgung mit elektrischem Strom zu einem unschlagbar niedrigen Preis zu vermitteln. Pro Kilomwattstunde seien nur 4,50 Cent zu zahlen zuzüglich einer monatlichen Energiedienstleistungspauschale von 4,50 Euro und der diversen Zuschläge. ++ (en/mgn/10.08.16 – 215)

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Netzagentur lässt Kunden von Energieversorgern schröpfen – Revolutionsaufruf an Bürger

Hamburg, 29. Juni 2016 (ADN). „Offensichtlich schaut die Bundesnetzagentur über die monolithische Art und Weise des Kundenschröpfens hinweg und unternimmt nichts.“ Das wirft das Hamburger Energie-Dienstleistungsunternehmen Care Energy in einem Brief an seine Kunden der höchsten Aufsichtsbehörde für Infrastruktur in der Bundesrepublik Deutschland vor. Die Netzbetreiber verursachten mit falschen Verbrauchsprognosen und Zählerständen Schäden in Höhe von 18 Millionen Euro. Das Abzocken erfolge unter dem Vorwand der EEG-Umlage, die vom Bundesgerichtshof (BGH) bereits als nichtig eingestuft wurde. Der Europäische Gerichtshof habe geurteilt, dass es sich bei der EEG-Umlage seit 2012 um einen unerlaubten Zuschuss handelt.

„Es ist Zeit für die Revolution“, teilt die Hamburger Firma ihren Stromkunden mit. Das „Sodom und Gomorra“ auf Deutschlands Energiemarkt müsse durch die Bürger selbst beendet werden. Nur durch Bürgerinitiativen könne die tatsächliche Energiewende geschafft werden. Zur Hilfestellung bietet Care Energy seinen Kunden ein Photovoltaik-Aggregat an, das leicht und vielerorts an dezentralen Plätzen installiert werden kann. Es wird per Stecker direkt an den Stromkreislauf einer Wohnung angeschlossen. Damit wird der mit Sonnenenergie gewonnene Strom nicht ins öffentliche Netz eingespeist  und unterliegt nicht der EEG-Gesetzgebung. Pro Jahr und Modul könnten bis zu 300 Kilowattstunden eingespart werden.

Care Energy, das sich als Energiedienstleister und nicht als reiner Stromverkäufer betrachtet, hat sich seit seinem unkonventionellen und rebellischen Auftreten vor wenigen Jahren auf dem deutschen Energiemarkt inzwischen kommerzielle Feindschaften und damit zahlreiche juristische Auseinandersetzungen mit großen Energieversorgern eingehandelt. Insbesondere Netzbetreiber machen demtentsprechenden Druck bei der Bundesnetzagentur, um die Geschäftsaktivitäten von Care Energy einzudämmen. So hat die Bundesnetzagentur nunmehr einen umfangreichen Fragenkatalog an die Hamburger Dienstleister geschickt, der bis spätestens am 13. Juli beantwortet werden muss. Andernfalls droht ein Zwangsgeld in Höhe von einer Million Euro. ++ (en/mgn/29.06.16 – 174)

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