Journalismus unter hermetisch geschlossener Glocke

Berlin, 15. November 2019 (ADN). Eine vom Deutschlandfunk und der Bundespressekonferenz veranstaltete Konferenz unter der Titel „Formate des Politischen“ führte am Freitag in Berlin Journalisten, Politiker, Wirtschaftsmanager und interessierte Bürger zusammen, um über die Gefahren für die grundgesetzlich garantierte Presse- und Meinungsfreiheit in der heutigen Zeit zu diskutieren. Es schälte sich heraus, dass die Teiinehmer – insbesondere die federführenden Vertreter des professionellen Journalismus ein Absinken ihres Berufsstandes in die Bedeutungslosigkeit befürchten. Ursache ihrer Sorge ist die Tatsache, dass Parteien, Organisationen und andere politische Kräfte eine eigenständige Berichterstattung auf Die Beine stellen und betreiben. Dabei wird verkannt, dass seit Jahren und Jahrzehnten in Deutschland Presse- und Informationsmonopole längst das Ruder in die Hand genommen haben und einen Journalismus unter einer hermetisch abgeschlossenen Käse-Glocke prektizieren.  Dabei entfernen sich viele der dort tätigen und in verantwortlichen Positionen sitzenden Medienleute – insbesondere sogenannte Edelfedern – spürbar deutlich von den wesentlichen in der gesellschaftlichen Wirklichkeit vonstatten gehenden Vorgängen. Exemplarisch dafür steht die Gruppe der in der Bundeshauptstadt Berlin und im Regierungsviertel agierenden Pressevertreter. Insofern ist die zum fünften Mal stattfindende Zusammenkunft als Versuch aus selbst erwählter geistiger Gefangenschaft zu bewerten. Die Chance der betroffenen Kommunikationsexperten, die berühmte „Schere im Kopf“ auszuschalten und beiseite zu lege, ist erfahrungsgemäß gering. Das Prinzip „Wes Brot ich ess‘, des Lied ich sing“ ist unausrottbar.  ++ (me/mgn/15.11.19 – 319)

http://www.adn46.wordpress.com, http://www.an1946.wordpress.com, e-mail: adn1946@gmail.com, Redaktion: Matthias Günkel (mgn), adn-nachrichtenagentur, SMAD-Lizenz-Nr. 101 v. 10.10.46

„Versteinertes Besatzungsrecht“ gilt in Deutschland weiter

Berlin, 13. Mai 2019 (ADN). Einem fachjuristischen Gutachten des Wissenschaftlichen Dienstes des Bundestages (WD) zufolge gilt in Deutschland nach wie vor „versteinertes Besatzungsrecht“.  Daraufhin am Montag auf der Bundespressekonferenz angesprochen vermochten weder der Sprecher des Auswärtigen Amtes (AA), Christofer Burger, noch der Leiter des Bundespresseamtes (BPA), Steffen Seibert, nähere Angaben zu machen. Offenbar war ihnen das Dokument aus dem Jahr 2006 nicht bekannt.

Dem öffentlich zugänglichen Gutachten zufolge verzichtete zwar im Zuge des Zwei-plus-Vier-Vertrages von 1990 die damalige Sowjetunion auf ihre Besatzungsrechte in Deutschland, die Westaliierten jedoch nicht. Der Korrespondent des Nachrichtensenders RT Deutsch, Florian Warweg, der sich nach den völkerrechtlichen Aspekten und dem Grad an staatlicher Souveränität Deutschlands erkundigte, machte darauf aufmerksam, dass noch nach Abschluss des Moskauer Vertrages am 12. September 1990 ein Briefwechsel der westaliierten Besatzungsmächte mit der deutschen Bundesregierung stattfand. Auf diese diplomatische Korrespondenz ging das Auswärtige Amt jedoch auch nicht in nachträglich zur Verfügung gestellten Informationen ein. Darin wird lediglich mitgeteilt, dass es „keine fortdauernden Besatzungsrechte in Deutschland gibt, sondern lediglich freiwillige vertragliche Verpflichtungen, die Deutschland als souveräner Staat freiwillig eingegangen ist“. ++ (vk/mgn/13.05.19 – 131)

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Lügenvorwurf gegenüber Bundesaußenministerium

Berlin, 25. März 2019 (ADN).China, Kuba und die Panamerikanische Gesundheitsorganisation (PAHO) schickten auf Ersuchen der venezolanischen Regierung 933 Tonnen humanitäre Hilfe. Außerdem erreichten Hilfslieferungen des Roten Kreuzes, der Vereinten Nationen und Russlands Venezuela. Darauf wies der Nachrichtensender RT Deutsch am Montag in der Bundespressekonferenz hin und machte auf Sätze des deutschen Außenministers Heiko Maas vom Vortag aufmerksam. Maas sagte: „Maduro verweigert in einer dramatischen Notlage dem venezolanischen Volk jegliche Hilfe von außen. Das finde ich infam. Wir werden den Druck aufrechterhalten, damit die Hilfe endlich bei den Menschen ankommt.“ Aus diesen Äußerungen schlussfolgert RT Deutsch, dass das Auswärtige Amt sich im eigenen Lügengeflecht verloren habe. ++ (ds/mgn/25.03.19 – 083)

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