Visegrad: Zuwachs für „Pakt freier Städte“

Budapest, 10. Februar 2021 (ADN). Das Bündnis freier Städte der vier Visegrad-Staaten erwartet Zuwachs. Dem Ende 2019 gegründeten Verbund der Hauptstädte Warschau, Prag, Budapest und Bratislava wollen sogar außereuropäische Metropolen beitreten, verlautet aus der slowakischen Kapitale.

Das Städtebündnis, dass in Distanz der jeweiligen Staatsregierungen agiert und operiert, hat sich Freiheit, Weltoffenheit und Klimaschutz auf die Fahnen geschrieben. Beispielsweise wollen sie auf direktem Wege Finanzmittel aus den EU-Fördertöpfen des „Green-Deals“ erwirken, um mehr Nachhaltigkeit vor Ort zu erreichen. Außerdem soll der Status der städtischen Selbstverwaltung gestärkt werden. Als Vorbild schweben einigen die italienischen Stadtstaaten der Renaissance wie Florenz und Venedig vor. ++ (ko/mgn/10.02.21 – 041)

http://www.adn46@wordpress.com, http://www.adn1946.wordpress.com, e-mail: adn1946@gmail.com, Redaktion: Matthias Günkel (mgn), adn-nachrichtenagentur, SMAD-Lizenz-Nr. 101 v. 10.10.46

Ostdeutschlands Kohleindustrie in der Hand superreicher Tschechen und Slowaken

Dresden/Prag, 11. Oktober 2016 (ADN). Mit dem Verkauf der ostdeutschen Kohleindustrie durch den schwedischen Staatskonzern Vattenfall ist diese enorm gewichtige Schlüsselindustrie vollständig in die Hände tschechischer und slowakischer Oligarchen gefallen. In einem ganzseitigen Hintergrundbeitrag schreibt die in Dresden herausgegebene „Sächsische Zeitung“ am Dienstag dazu: „Nahezu ohnmächtig mussten die SPD-geführten Wirtschaftsministerien im Bund sowie in Brandenburg und Sachsen mit ansehen, wie die gesamten ostdeutschen Braunkohlegebiete in die Hände einer technokratischen Clique superreicher Tschechen und Slowaken gefallen ist. Eine Kaste aus Wirtschaftsingenieuren, Betriebs- und Volkswirtschaftlern, mathematisch-physikalisch geprägten Investmentexperten, Juristen und Bankern. Was sie alle eint: Ihre Studienabschlüsse machten sie in Prag und Bratislava, sie sind zwischen 30 und 55 Jahre alt, fast durchweg männlich. Ihr erstes Geld machten sie in der wilden und undurchsichtigen Phase in den 1990-er Jahren, als die tschechische und slowakische Wirtschaft mittels Coupons privatisiert wurde. Sie schlossen sich zu Investorengruppen zusammen, die mal mit-, mal gegeneinander, wie Raubtiere auf Beutezug gingen.“ Nach Angaben der Zeitung lassen sie ihre Geldströme über Briefkastenfirmen in der ganzen Welt laufen. Kaum kontrollierbar, kaum zu durchschauen, kaum justiziabel, da meistens legal. Es sei eine Parallelgesellschaft wie ein undurchdringbarer Dschungel. ++ (wi/mgn/11.10.16 – 277)

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