Zehn deutsch-französische Kulturinstitute entstehen bis 2020

Paris/Berlin, 5. Juni 2019 (ADN). Deutschland und Frankreich wollen bis zum nächsten Jahr zehn neue deutsch-französische Kulturinstitute im Ausland einrichten. Vorbild ist das vom Goethe-Institut und dem Institut Francais in Ramallah (Westjordanland) gemeinsam betriebene Institut.

Diese kulturelle Kooperation ist nach Meinung der Institutsleiterin im Westjordanland Mona Kriegler weltweit einmalig. Das soll sich nun ändern. An vier Standorten soll nun Ähnliches installiert werden. In Rio de Janeiro (Brasilien), Palermo (Italien), Bischkek (Kirgistan) und Erbil (Irak) werden das Goethe-Institut und das Institut Francais in einer vollintegrierten Struktur. „Die Teams sollen eng zusammenarbeiten und zivilgesellschaftliche Projekte ausführen. In einem nächsten Schritt sollen weitere semi-integrierte deutsch-französische Kulturstützpunkte entstehen“, schreibt „Der Tagesspiegel“. ++ (ku/mgn/05.06.19 – 154)

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Brasiliens Wirtschaftspolitik kopiert die von Chile in der Diktatur

Rio de Janeiro, 4. November 2018 (ADN). Die Pläne von Brasiliens künftigem Wirtschafts- und Superminister Paulo Guedes erinnern an die Wirtschaftspolitik der Diktatur in Chile. Darüber berichtet das Medienportal amerika21.de am Sonntag. Guedes habe zur Zeit des Militärregimes von Augusto Pinochet an der Universidad de Chile gearbeitet. Jetzt berate er den künftigen Präsidenten Brasilien, Jair Bolsonaro, und tue dies seit einem halben Jahr. Die zu erwartende ökonomische Ausrichtung Brasiliens werde von der deutschen Industrie begrüßt. Deutsche Konzerne hatten bereits mit der brasilianischen Militärdiktatur kooperiert.

Der Wahlerfolg Bolsonaros stützt sich vor allem auf weiße Kreise des Landes und die ultrarechten evangelikalen Pfingstkirchen, deren Anhängerzahl in Brasilien zweistellige Millionenhöhe erreicht. ++ (br/mgn/04.11.18 – 288)

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Weniger Fleischverbrauch senkt nur bedingt Treibhausgasemissionen

Leiden/Zürich, 20. Dezember 2017 (ADN). Weniger Fleisch zu essen, bedeutet nicht gleich Entlastung der Umwelt. Das ergibt sich aus einer Studie der Universität Leiden, die am Mittwoch in der „Neuen Zürcher Zeitung“ vorgestellt wird. Die Forscher haben für 37 Länder berechnet, was geschehen würde, wenn die Bevölkerung ihren gegenwärtigen Verbrauch ändert und bei gleichbleibender Kalorienzufuhr so essen würde, wie es die jeweiligen nationalen Ernährungsrichtlinien empfehlen.

Weltweit bringt eine Ernährungsumstellung in den betrachteten Ländern gemäß der Untersuchung positive Effekte für die Umwelt. Pro Jahr könnten bis zu 530 Millionen Tonnen Kohlendioxid-Äquvalente sowie bis zu 2,8 Millionen Quadratkilometer Agrarland eingespart werden. Das sind acht Prozent der weltweit genutzten Landwirtschaftsfläche. Vor allem in Australien, Brasilien oder den USA würden die Treibhausgasemissionen durch weniger Fleischkonsum deutlich reduziert. Infolge geringeren Fleischverbrauchs würden weniger Rinder gehalten und die Methanemissionen der Tiere würden sinken. ++ (lw/mgn/20.12.17 – 365)

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Kritik an Weltklimakonferenz – Vertreter indigener Völker werden ausgegrenzt

Bonn/Göttingen, 10. November 2017 (ADN). Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) kritisiert den bisherigen Verlauf der in Bonn derzeit stattfindenden Weltklimakonferenz scharf. Das geht aus einer Pressemitteilung des in Göttingen ansässigen Vereins vom Freitag hervor. Die Brasilien-Expertin der Gesellschaft, Eliane Fernandes Ferreira, sagte in Bonn, die Vertreter indigener Völker, die aus allen Teilen der Welt angereist seien, kämen nicht zu Wort. Sie warteten seit Tagen darauf, als gleichwertige Verhandlungspartner einbezogen zu werden. Außerdem sei ihnen ein zu kleiner Pavillon für den Austausch untereinander zugewiesen worden. Es gebe nur Platz für 40 Personen. Nach den Worten von Ferreira ist es beschämend, die Ureinwohner so vor den Kopf zu stoßen. Sie seien die ersten Opfer des Klimawandels und auf intakte Ökosysteme angewiesen. Eliane Ferreira weilt mit dem Ashaninka-Sprecher Benki Piyako aus dem brasilianischen Bundesstaat Acre seit Konferenzbeginn in Bonn.

Die Gesellschaft für bedrohte Völker kündigte an, am Montag offiziell Beschwerde gegen die Ausgrenzung der Indigenen einzulegen. „Mit ihren zögerlichen Maßnahmen gegen die Erderwärmung gefährden die Industrienationen nicht nur die ökologische, sondern auch die kulturelle Viefalt der Erde“, erklärte GfbV-Direktor Ulrich Delius. Den Klimawandel bekämen viele der weltweit etwa 5.000 indigenen Völker mit ihren rund 370 Millionen Angehörigen schon jetzt zu spüren.

Auf der Klimakonferenz der Vereinten Nationen beraten derzeit mehr als 23.000 Teilnehmer aus 197 Staaten. Ziel ist, das Pariser Klimaabkommen von 2015 zu konkretisieren. ++ (kl/mgn/10.11.17 – 315)

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Lula da Silva scheint einziger Ausweg Brasiliens aus kurruptivem Höllental

Rio de Janeiro, 19. Juni 2017 (ADN). Mit der Amtsübernahme Michel Temers als Präsident Brasiliens kehrt keine Ruhe ein. Stattdessen wird die Absurdität des Verfahren selbst für die deutlich, die für die Amtsenthebung Dilma Rousseffs auf die Straße gegangen waren. Eine durch und durch korrupte politische Klasse hatte sich der ungeliebten Präsidentin entledigt und damit einer noch stärker durch Korruptionsvorwürfe belastete Regierung ins Amt gebracht. Nach ständig neuen Enthüllungen unter dem Kurztitel „Lava Jato“ musste ein Minster und Berater Temers nach dem anderen den Dienst quittieren. Das ist Teil einer Bilanz, die aufgrund eines Berichts der Lateinamerika Nachrichten am Montag vom Portal amerika21.de veröffentlicht wurde. „Lava Jato“ habe sich inzwischen zu einer stetig anwachsenden Lawine entwickelt, die das gesamte politische und ökonomische System Brasiliens trifft.

Der Politikwissenschaftler Carlos Melo vergleicht die Situation Brasiliens mit einem Labyrinth, in dem das politische System des lateinamerikanischen Staates gründlich aufgemischt wird. Eine Perspektive sei nicht sichtbar. Allein das stärke kurioserweise den Ex-Präsidenten und seine Arbeiterpartei. Luiz Inacio Lula da Silva liege in allen Umfragen vorn. Er scheint der einzige Ausweg  aus dem jetzigen Höllental zu sein. ++ (la/mgn/19.06.17 – 171)

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Brasiliens Indigene offensiv gegen neu entfachten Raubbau am Regenwald

Brasilia, 28. April 2017 (ADN). Mehrere Tausend brasilianische Indigene demonstrieren gegenwärtig im Rahmen einer Aktionswoche in der Hauptstadt Brasilia gegen die Beschneidung ihrer Schutzgebiete. Darüber informiert am Freitag die „Süddeutsche Zeitung“ (SZ) ausführlich. Die Situation sei eskaliert, als die Protestierer das Parlamentsgebäude erreichten. Polizei griff gewaltsam ein. 

Nach Angaben von Menschenrechtsorganisationen wurden im vergangenen Jahr mindestens 13 brasilianische Indigene bei Landkonflikten ermordet. Fernab der großen Ballungszentren spielt sich ein Landkonflikt ab, in dem es nicht selten blutig zugeht. Die SZ schreibt dazu: „Der amazonische Regenwald ist zunehmend  bedroht und damit auch die Territorien und Jagdgründe der indigenen Bevölkerung. Eher still und heimlich hat die Regierung Temer ein Gesetz auf den Weg gebracht, das die Rückstufung von fünf Schutzgebieten vorsieht“. Die zwischenzeitlich erstaunlichen Erfolge Brasiliens beim Waldschutz würden schon seit geraumer Zeit wieder zurückgefahren. Im zurückliegenden Jahr habe die Abholzung um 29 Prozent zugenommen. Mit dem Regierungswechsel in Brasilia habe nicht nur der skandalumtoste Temer die Macht übernommen, sondern auch die einflussreiche Agrarlobby. Damit seien die Kettensägen auf dem Vormarsch. ++ (in/mgn/28.04.17 – 119)

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Ermittlungen gegen 83 brasilianische Politiker wegen Korruption

Brasilia, 17. März 2016 (ADN). Brasiliens Generalbundesanwalt Rodrigo Janot lässt gegen 83 Politiker seines Landes wegen Korruption ermitteln. Das meldet das Nachrichtenportal amerika21.de am Freitag. Der Antrag des Spitzenjuristen bei Gericht stehe im Zusammenhang mit den unter dem Schlagwort Lava Jato stehenden Vorgängen um den halbstaatlichen Mineralölkonzern Petrobras.

„Janot stützt seine Argumentation auf rund 850 Kronzeugenaussagen von 77 Ex-Funktionären des Baukonzerns Odebrecht im Rahmen der Lava Joto-Ermittlungen“, heißt es bei dem Nachrichtenportal. In den meisten Fällen ersuche Janot zugleich um die Aufhebung des Bank- und Steuergeheimnisses. Zudem beantragte der Generalbundesanwalt, die Geheimhaltungspflicht der Zeugenaussagen aufzuheben. In seinem Visier stehen auch zwei Vertraute des Staatspräsidenten. ++ (la/mgn/17.03.17 – 072)

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